330

Adresse: Calwerstraße 7
72076 Tübingen


Call-Center

frontend.sr-only_#{element.icon}: 07071 29-82224


Notfälle

frontend.sr-only_#{element.icon}: 07071 29-82211
nach 17 Uhr /
Sonn- und Feiertage
07071 29-86311


Häufige Fragen zum Thema Gynäkologische Onkologie

Hier finden Sie Antworten zu häufigen Fragen zu den Themen der Gynäkologischen Onkologie wie z.B.

  • Führt die Entfernung der Eierstöcke zu Veränderungen im Hormonhaushalt?
  • Wie sieht die Behandlung des Gebärmutterhalskrebses aus? 
  • Was ist das Hauptsymptom von Gebärmutterkrebs?
  • Wie wird ein Vulvakarzinom diagnostiziert?
  • Was ist ein Sarkom der Gebärmutter?

Eierstockkrebs

Verglichen mit Frauen ohne Eierstockkrebs, besitzen Frauen, die an einem Ovarialkarzinom erkrankt sind, ein insgesamt viermal höheres Risiko im Laufe ihres Lebens auch an Brustkrebs zu erkranken.

Eierstockkrebs befällt häufig das Bauchfell und verlegt somit dessen Lymphbahnen, die für die Aufnahme der normalen Flüssigkeitsansammlung in den Blutkreislauf verantwortlich sind. Dies führt zu einem Stau des Bauchwassers. Ähnliches spielt sich bei einigen Patientinnen im Bereich des Rippenfells ab.

Bei Frauen mit regelmäßiger Menstruation können durch beidseitige Entfernung der Eierstöcke aufgrund des Hormonentzuges Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen oder starkes Schwitzen auftreten.

Durch die Operation können Vernarbungen im kleinen Becken auftreten, die während des Geschlechtsverkehrs Schmerzen verursachen können. Außerdem kann es aufgrund der Eierstockentfernung zu einem Hormonausfall kommen. Dieser macht sich beispielsweise durch eine trockene Scheide bemerkbar. Hier helfen Östrogenhaltige Scheidenzäpfchen.

Gebärmutterhalskrebs

Die Behandlung von Gebärmutterhalskrebs beinhaltet in aller Regel eine operative Therapie. Hierbei ist zu unterscheiden, ob es sich um ein sehr frühes Stadium oder um ein etwas weiter fortgeschrittenes Stadium handelt. Bei den sehr frühen Stadien ist vielfach eine gebärmuttererhaltende operative Therapie möglich, die die Chance auf eine spätere Schwangerschaft erhält. In den fortgeschritteneren Stadien sind operative Verfahren mit Entfernung der Gebärmutter zwingend. In einzelnen Fällen kann zusätzlich auch eine Bestrahlungs- oder Chemotherapie notwendig werden. Kommt eine operative Therapie nicht in Frage ist die Bestrahlung in Verbindung mit einer Chemotherapie die Methode der Wahl.

Hier ist zu unterscheiden, ob es sich um ein sogenanntes Lokalrezidiv (Wiederauftreten der Erkrankung im kleinen Becken) oder eine Metastasierung handelt. Bei Lokalrezidiven ist zunächst die Möglichkeit einer erneuten operativen Therapie zu prüfen. Ist die Operabilität nicht gegeben, besteht die Behandlung in einer Chemotherapie und/oder Bestrahlungstherapie. Bei einer Metastasierung der Erkrankung ist eine Chemotherapie ggf. in Verbindung mit einer Strahlentherapie der Wahl.

In aller Regel ist eine Entfernung der Eierstöcke im Rahmen der Operation von Gebärmutterhalskrebs nicht erforderlich. Nur bei Patientinnen nach den Wechseljahren oder bei sehr fortgeschrittenen Tumorerkrankungen kann eine Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke sinnvoll sein. Eine Hormoneinnahme nach der Behandlung einer Gebärmutterhalskrebserkrankung ist in aller Regel bzgl. der Krebserkrankung als unproblematisch anzusehen.

Gebärmutterschleimhautkrebs

Gebärmutterkrebs ist eine Erkrankung, die vorzugsweise nach den Wechseljahren auftritt. Allerdings kann die Erkrankung auch im früheren Lebensalter sich manifestieren.

Jede Blutung nach Eintritt der Wechseljahre ist verdächtig auf das Vorliegen von Gebärmutterkrebs. Daher muss bei jeder Blutung nach den Wechseljahren sorgfältig geklärt werden, ob eine Ausschabung erforderlich ist, um das Vorliegen eines Gebärmutterkrebses auszuschließen.

Je nach Ergebnissen der Gewebeuntersuchung kann es erforderlich werden, eine Bestrahlung nach der Operation durchzuführen. Die Bestrahlung kann in Einzelfällen auch vor oder als alleinige Therapie durchgeführt werden, wenn die operative Therapie zunächst nicht möglich erscheint.

Eine Chemotherapie wird bei Gebärmutterkrebs in aller Regel nur dann eingesetzt, wenn die Erkrankung metastasiert hat oder lokal sehr weit fortgeschritten ist. Nach der operativen Therapie wird eine Chemotherapie in aller Regel nicht notwendig.

Schamlippenkrebs

Vulvakarzinome können bei der gynäkologischen Untersuchung diagnostiziert werden, ein jeder Tumor im Vulvabereich ist grundsätzlich verdächtig auf das Vorliegen eines Vulvakarzinoms und sollte entsprechend abgeklärt werden.

Vielfach ist die Erkrankung lange Zeit symptomlos bzw. symptomarm. Chronisch vorliegender Juckreiz und auffällige Hautveränderungen können auf das Vorliegen eines Vulvakarzinoms hindeuten und sollten daher gynäkologisch abgeklärt werden. Hierzu kann die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe vielfach erforderlich werden.

Die Abklärung kann durch die gynäkologische Untersuchung in Verbindung mit einem Abstrich erfolgen. Weiterhin ist vielfach die Entnahme einer Gewebeprobe aus veränderten Arealen erforderlich. Zu einer optimalen Abklärung sollte diese im Rahmen einer sogenannten Dysplasiesprechstunde erfolgen, die sämtliche Möglichkeiten der klinischen Untersuchung, der Kolposkopie, Zytologie und Histologie bietet.

Eine nach der Operation durchgeführte Bestrahlung ist nur in den Fällen notwendig, in denen eine fortgeschrittene Beteiligung von Lymphknoten vorliegt oder der Tumor nicht mit ausreichendem Sicherheitsabstand mehr entfernt werden kann. Frühstadien ist eine weitergehende adjuvante Behandlung nicht notwendig.

Sakrome der Gebärmutter

Sarkome der Gebärmutter sind sehr seltene Krebsformen der Frau. Beim Sarkom entstehen (bösartige) Krebszellen in der Muskulatur oder dem Bindegewebsanteil der Schleimhaut der Gebärmutter (Uterus). Die Häufigkeit (Inzidenz) des Uterussarkoms liegt bei 0,67 pro 100 000 Frauen im Alter über 20 Jahren.

Eine bösartige (sarkomatöse) Entartung von gutartigen Myomen ist selten und kommt in weniger als 1% der Fälle vor. Zudem wird sie fast ausschließlich bei Frauen in oder nach den Wechseljahren (postmenopausal) beobachtet. Genetische Abnormalitäten werden in ca. 50% aller Myome festgestellt.

Vielfach ist die Erkrankung lange Zeit symptomlos bzw. symptomarm. Eine Blutung nach den Wechseljahren ist ein Warnsignal und muss abgeklärt werden. Auch ungewöhnlich starke Periodenblutungen oder Zwischenblutungen können ein Hinweis sein. Ein vermeintlich schnell wachsendes Myom kann in seltenen Fällen durch ein Leiomyosarkom verursacht sein.

Die wichtigste Behandlungsmethode ist die Operation. Die Ausdehnung des Eingriffes ist abhängig von der Tumorausbreitung und den Eigenschaften des Tumors. Häufig genügt die Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) ggfs. auch mit Entfernung beider Eierstöcke. Oft müssen aber auch die Lymphknoten im kleinen Becken und entlang der großen Bauchgefäße entfernt werden.

Cookie Einstellungen
Bitte treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren.
Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.
 
Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen.

Cookies zulassen:
Wir setzen das Analysetool Google Analytics ein, um Besucher-Informationen wie z.B. Browser, Land, oder die Dauer, wie lange ein Benutzer auf unserer Seite verweilt, zu messen. Ihre IP-Adresse wird anonymisiert übertragen, die Verbindung zu Google ist verschlüsselt.

Nur notwendige Cookies zulassen:
Wir verzichten auf den Einsatz von Analysetools. Es werden jedoch technisch notwendige Cookies, die eine reibungslose Navigation und Nutzung der Webseite ermöglichen, gesetzt (beispielsweise den Zugang zum zugangsbeschränkten Bereich erlauben).

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit auf der Seite Datenschutzerklärung ändern. Zum Impressum.

Zurück

Cookies zulassen Nur notwendige Cookies zulassen