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Ratgeber Schwangerschaft: Trimenon

Häufige Fragen

Werdende Mütter finden hier auf den Webseiten des Mutter-Kind-Zentrums Antworten auf wichtige Fragen zur Schwangerschaft – aufgeteilt auf die verschiedenen Schwangerschaftswochen - und deren Verlauf.
Werdende Mütter können sich jetzt über alle 40 Schwangerschaftswochen hinweg mit wichtigen Informationen per Newsletter begleiten lassen. Diesen Service bietet www.frauenaerzte-im-netz.de in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Frauengesundheit (FFG) in Baden-Württemberg an.

Erstes Trimenon

Ich muss regelmäßig Jod einnehmen. Hat ein versehentliches Versäumen der Einnahme Auswirkungen auf mein Baby? 

Nein, die Tabletten sorgen langfristig für einen konstanten Spiegel im Blut. Da Jod für die Entwicklung der Schilddrüse Ihres Kindes enorm wichtig ist, ist für nahezu alle werdenden Mütter eine erhöhte Jodzufuhr äußerst ratsam. Bei Jodmangel besteht sie Gefahr einer Unterentwicklung von Gehirn und Knochen. Halten Sie bezüglich der täglichen Dosis Rücksprache mit Ihrem Gynäkologen.

Ist der voraussichtliche Geburtstermin als grobe Näherungsangabe oder als eine exakte Berechnung zu betrachten?

Konzeptionstermin – 3 Monate – 7 Tage + 1 Jahr). In allen anderen Fällen ist der erste Tag der letzten Menstruation Ausgangspunkt der Berechnungen. Berücksichtigt wird dabei ein Zeitraum von 280 Tagen, d.h. 40 Wochen oder 10 Monaten. Die der Berechnung zugrunde liegende Formel ist die so genannte „Nägele-Regel“:  Geburtstermin = 1. Tag der letzten Menstruation – 3 Monate + 7 Tage + 1 Jahr.

Aufgrund des äußerst komplexen Zusammenwirkens von Plazentahormonen und kindlicher Reife, lässt sich der genaue Zeitpunkt der Geburt jedoch nicht präzise berechnen. Innerhalb einer Zeitspanne von drei Wochen um den voraussichtlichen Geburtstermin kommen etwa zwei Drittel aller Babys zur Welt, wobei jedoch auch Geburten, die zwei Wochen vor oder nach diesem Intervall stattfinden, noch als „normal“ betrachtet werden. Nur ca. 4% der Babys werden exakt am voraussichtlichen Geburtstermin geboren.

Heutzutage wird das Schwangerschaftsalter (Gestationsalter) des Babys gewöhnlich anhand der so genannten Scheitel-Steiß-Länge des Embryos im ersten Schwangerschaftsdrittel (vor der 12.SSW) überprüft, die mit Hilfe eines Ultraschalls ermittelt wird. Diese Methode ist aussagekräftig, da das Wachstum in aller Regel bis zu diesem Alter bei den meisten Babys identisch ist.

 

Kann eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs in den ersten zwei Kalenderwochen der Schwangerschaft der Gesundheit meines Babys geschadet haben? 

Einfluss von Röntgenstrahlung in einer frühen Phase der Schwangerschaft folgt dabei dem „Alles-oder-nichts-Prinzip“: Sollte der Embryo Schaden genommen haben, wäre er nicht weiter gewachsen. Reift das Kind weiter heran, ist es zumeist gesund.

Aus Sicherheitsgründen ist es generell ratsam - trotz der relativ niedrigen Strahlenbelastung einer Röntgenaufnahme - dieses bildgebende Verfahren nur bei absoluter Notwendigkeit (gerechtfertigte medizinische Indikation) in der frühen Schwangerschaft durchführen zu lassen. Während der Schwangerschaft ist Ees stets empfehlenswert, alternative Diagnostik-Verfahren wie z.B. den Ultraschall in Betracht zu ziehen.

Hat eine weitere Einnahme der Pille (orale Kontrazeptiva) für 3-4 Wochen nach der Empfängnis einen gesundheitsschädlichen Einfluss auf das ungeborene Kind? 

Dosierungen der aktuellen oralen Kontrazeptiva äußerst gering sind.

Ist die Einnahme von Medikamenten während des Schwangerschaftsverlaufs prinzipiell gesundheitsschädigend?

Bitte setzen Sie nach Feststellung Ihrer Schwangerschaft nicht einfach alle Medikamente ab, die Sie bisher einnehmen mussten! Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin bei Ihren behandelnden Ärzten und besprechen Sie mit Ihnen ob ggf. eine Umstellung auf andere Präparate oder ein Absetzen der medikamentösen Therapie während der Schwangerschaft sinnvoll ist.

Prinzipiell sollten Sie vor jeglicher Medikamenteneinnahme Ihren Arzt konsultieren, denn grundsätzlich sollte die Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft kritisch hinterfragt werden. Das bedeutet, dass sie möglichst selten Arzneimittel und wenn, dann nur in geringer Dosis und in Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen sollten.

Alle Mediziner, bei denen Sie in Behandlung sind (zusätzlich zu Ihrem Gynäkologen) müssen über Ihre Schwangerschaft informiert sein, um Sie optimal - und für Ihr Baby gefahrlos - behandeln zu können. In aller Regel beschränkt sich die Verordnung ausschließlich auf Medikamente, deren Einnahme während der Schwangerschaft als unbedenklich gesichert ist. Im Falle einer chronischen Krankheit der werdenden Mutter ist eine adäquate medikamentöse Einstellung bereits vor Schwangerschaftsbeginn wünschenswert und sinnvoll.

Im Internet können Sie sich zudem unter www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de

über bestimmte Medikamente genauestens informieren. Diese Arzneimittel - Datenbank ist speziell auf die Zeit der Schwangerschaft sowie der Stillzeit ausgerichtet.


Hat eine weitere Einnahme der Pille (orale Kontrazeptiva) für 3-4 Wochen nach der Empfängnis einen gesundheitsschädlichen Einfluss auf das ungeborene Kind? 

Dosierungen der aktuellen oralen Kontrazeptiva äußerst gering sind.

Ist die Einnahme von Medikamenten während des Schwangerschaftsverlaufs prinzipiell gesundheitsschädigend?

Bitte setzen Sie nach Feststellung Ihrer Schwangerschaft nicht einfach alle Medikamente ab, die Sie bisher einnehmen mussten! Vereinbaren Sie zeitnah und während des ersten Trimenon einen Termin bei Ihren behandelnden Ärzten und besprechen Sie mit Ihnen ob ggf. eine Umstellung auf andere Präparate oder ein Absetzen der medikamentösen Therapie während der Schwangerschaft sinnvoll ist. Prinzipiell sollten Sie vor jeglicher Medikamenteneinnahme Ihren Arzt konsultieren, denn grundsätzlich sollte die Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft kritisch hinterfragt werden. Das bedeutet, dass sie möglichst selten Arzneimittel und wenn, dann nur in geringer Dosis und in Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen sollten.
Alle Mediziner, bei denen Sie in Behandlung sind (zusätzlich zu Ihrem Gynäkologen) müssen über Ihre Schwangerschaft informiert sein, um Sie optimal - und für Ihr Baby gefahrlos - behandeln zu können. In aller Regel beschränkt sich die Verordnung ausschließlich auf Medikamente, deren Einnahme während der Schwangerschaft als unbedenklich gesichert ist. Im Falle einer chronischen Krankheit der werdenden Mutter ist eine adäquate medikamentöse Einstellung bereits vor Schwangerschaftsbeginn wünschenswert und sinnvoll.
Im Internet können Sie sich zudem unter www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de über bestimmte Medikamente genauestens informieren. Diese Arzneimittel - Datenbank ist speziell auf die Zeit der Schwangerschaft sowie der Stillzeit ausgerichtet. Sie soll werdende Mütter über gesundheitliche Risiken sowie Nebenwirkungen in Bezug auf Ihre Medikamenteneinnahme aufklären. Zwar gibt das Portal Auskunft über die Sicherheit individueller medikamentöser Therapien;  es schafft jedoch keinen Ersatz für die persönliche Beratung durch Ihren Hausarzt oder Gynäkologen!

Mein Arzt hat mir aufgrund einer Mandelentzündung Penizillin verordnet. Ich war immer der Meinung, Antibiotika sind während der Schwangerschaft gar nicht zulässig!

Kind auftreten können. Gegebenenfalls ist eine Therapie mit bestimmten Antibiotika, wie Penizillin oder Cephalosporinen, notwendig. Penizilline haben sich in der Vergangenheit zur Therapie von Infektionen während der Schwangerschaft bis zur Stillzeit sehr bewährt. Auch die Auswahl der bisher entwickelten Antibiotika stellt für den Großteil der Infektionen eine gute Behandlungsmöglichkeit dar, die ohne Gefahr für Mutter und Fetus verordnet werden kann.
Allerdings sind nahezu alle Antibiotika plazentagängig, was zur Folge hat, dass die Konzentrationen der Medikamente im Gewebe des Feten in etwa denen des mütterlichen Gewebes entsprechen. Bisher existieren jedoch keinerlei Hinweise, dass die antiobiotische Therapie anhand von Penizillinen während der Schwangerschaft embryo- oder fetotoxische Auswirkungen hat.

Ist die Verwendung von abschwellend wirkendem Nasenspray während der Schwangerschaft gefährlich?

Sie sollten auf alle Fälle bevorzugt Meerwasser- oder Kochsalzsprays verwenden. Bei starkem Schnupfen können Sie auf ein niedrig konzentriertes abschwellend wirkendes Nasenspray zurückgreifen. Voraussetzung ist jedoch eine zurückhaltende Dosierung und eine zeitlich begrenzte Verwendung. In aller Regel reichen schon geringe Konzentrationen zur Linderung der Symptome aus ohne den Körper in Mitleidenschaft zu ziehen. Nasensprays haben nicht nur lokal, sondern im gesamten Körper leicht gefäßverengende Auswirkung. Dies betrifft auch die Blutgefäße der Plazenta. Problematisch wird dies jedoch erst bei langfristiger Verwendung.
Alternativen sind Erkältungsbäder oder  erkältungslindernde Salben. Die natürlichen Wirkstoffe der Nasensalben und Inhalierstifte sind unbedenklich. Ihre abschwellende und kühlende Wirkung fördert die Sauerstoffaufnahme durch die in ihrer Funktion beeinträchtigte Nasenschleimhaut.

Ist vermehrter klarer Ausfluss ohne sonstige Beschwerden ein Grund zur Besorgnis?

Ausfluss während der Schwangerschaft ist fast immer völlig normal und durch die zunehmende Durchblutung der Scheide verursacht. Der Ausfluss in der Schwangerschaft ist durchsichtig oder weiß und geruchlos.
Je fortgeschrittener die Schwangerschaft, umso besser ist die Durchblutung der Scheide durch den vermehrten Einfluss des Hormons Östrogen. Durch den extrem niedrigen pH in der Schwangerschaft wird das Scheidenmilieu zudem gut vor pathologischen Keimen, d.h. vor einer Scheideninfektion, geschützt.
Sobald jedoch Krankheitszeichen wie Hautreizungen oder Schmerzen auftreten, sollten Sie Ihren Frauenarzt konsultieren, damit er/ sie einen vaginalen Abstrich abnehmen kann.

Welche vorbeugenden Maßnahmen gibt es bezüglich einer Scheideninfektion?

Wundern Sie sich nicht über vermehrten Ausfluss während der Schwangerschaft – das ist völlig normal und harmlos solange dieser klar und geruchlos ist. Verwenden Sie Slipeinlagen oder Binden, jedoch keine Tampons, da diese die Scheidenwände noch zusätzlich reizen und austrocknen können. Achten Sie beim Toilettengang auf Hygiene und säubern Sie sich grundsätzlich von vorne nach hinten, um eine Keimverschleppung zu verhindern.Bei Vorliegen einer Scheideninfektion sollte diese unverzüglich behandelt werden, da sie die häufigste Ursache für vorzeitige Wehen und Frühgeburten darstellt. In aller Regel kann sie durch eine Ansäuerung mit Hilfe von Laktobazillus-Scheidenzäpfchen erfolgreich therapiert werden. Das gilt allerdings nicht für Pilzinfektionen, da Wachstum und Vermehrung der Pilze nicht vom pH-Wert der Scheide abhängig sind. Keinesfalls sollten Sie während der Schwangerschaft Scheidenspülungen oder Intimsprays verwenden, da diese durch Zerstörung des natürlichen Scheidenmilieus die Entstehung einer Scheideninfektion begünstigen.

Kann eine Pilzinfektion der Scheide die Gesundheit meines Babys beeinträchtigen?

Die Besiedelung unseres Körpers mit Pilzen ist physiologisch. Sie werden durch das körpereigene Immunsystem in ihrer Ausbreitung kontrolliert. Aufgrund einer Störung des Immunsystems bzw. Störung des physiologischen Milieus können sich Pilze unkontrolliert vermehren. Es kommt zu einer Pilzinfektion. Bei 30-40% der Schwangeren manifestiert sich diese im Genitalbereich. Dadurch, dass Pilzinfektionen den pH-Wert der Scheide nicht verändern, sind sie nicht durch eine pH-Messung erfassbar. Meist klagen die Schwangeren über Juckreiz und Brennen und es finden sich weißliche Beläge in der Scheide.
Beim Durchtritt durch den Geburtskanal können Pilzinfektionen der Scheide auf das Kind übertragen werden. Zu etwa 80 Prozent werden die Hefepilze auf die Haut des Neugeborenen übertragen und von dort können sie leicht die Mundhöhle und den Verdauungstrakt besiedeln. Dies spielt vor allem bei Frühgeborenen eine Rolle. Es  wird daher empfohlen, bei Schwangeren ab der 34. Schwangerschaftswoche, verstärkt auf eine Pilzinfektion zu achten und diese gegebenenfalls zu behandeln.

Muss ich mir wegen einer Blutung während der Frühschwangerschaft Sorgen machen?

Dies hängt von der Blutungsstärke ab.
Oft treten zu Beginn der Schwangerschaft leichte Schmierblutungen auf, die meist nur kurz andauern und keine negativen Folgen für Mutter und Kind haben. So kann es z.B. während der Frühschwangerschaft sein, dass bei der ersten monatlichen Regelblutung ein leichter Ausfluss – die so genannte Nidationsblutung - auftritt. Sie signalisiert das Einnisten vom Ei in die Gebärmutter. Diese einmalige Blutung ist ein ganz natürlichen Vorgang und kein Grund zur Besorgnis. Wenn Sie sich unsicher sind, dass alles in Ordnung ist, dann gehen Sie sicherheitshalber zum Arzt und lassen sich untersuchen.
Wenn Sie bei einer Blutung Schmerzen haben oder die Blutungen stark sind, sollten Sie auf jeden Fall sofort einen Arzt oder eine Klinik benachrichtigen. Diese Symptome könnten auf eine mögliche Fehlgeburt oder eine Ablösung der Plazenta hindeuten. Falls die Schmerzen es Ihnen nicht ermöglichen sollten, selbst den Arzt aufzusuchen, legen Sie sich hin und lagern die Beine hoch, während Sie auf den Arzt warten.

Obwohl ich in aller Regel nicht oft Kopfschmerzen habe, leide ich seit Beginn der Schwangerschaft relativ oft darunter. Ist das normal und was kann ich dagegen tun?

hormonelle Umstellung und die Kreislaufumstellung vermutet. Auch ein plötzlicher Verzicht auf Koffein, könnte schuld sein. Andere mögliche Auslöser für Kopfschmerzen sind Müdigkeit, Verspannung sowie Stress.
Gegen leichte Kopfschmerzen helfen meist schon etwas Bewegung an der frischen Luft, eine Massage der Schultern oder der Schläfen sowie eine kalte Dusche. Wenn das alles nicht hilft, können Sie bei Bedarf auch einmal eine Tablette Paracetamol einnehmen.

Warum müssen Blasenentzündungen in der Schwangerschaft immer behandelt werden? Wie kann ich mich schützen?

Blasenentzündungen entstehen durch eine bakterielle Infektion der Harnwege. Typische Anzeichen für eine Blaseninfektion sind häufiges Wasserlassen, Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen und manchmal auch etwas Blut im Urin. Sollten Sie den Verdacht einer Blasenentzündung haben, vereinbaren Sie direkt einen Termin beim Arzt, denn eine sofortige Behandlung ist wichtig, damit die Entzündung sich nicht ausweitet.
Prinzipiell werden bei jeder Vorsorgeuntersuchung während der Schwangerschaft die Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Eiweiß und Nitrit-Werte im Urin kontrolliert. Besonders im der zweiten Schwangerschaftsdrittel wird bei dieser Untersuchung häufig eine erhöhte Bakterienanzahl im Harn (Bakteriurie) diagnostiziert. Hierfür können mehrere Ursachen verantwortlich sein: Der veränderte Säuregrad (pH-Wert) des Urins während der Schwangerschaft sowie die Harnwegs-Einengung aufgrund der Größenzunahme der Gebärmutter, die eine ungehinderte Bakterienvermehrung zur Folge haben können.
Dies kann schließlich in frühzeitigen Wehen oder in einer schweren Nierenbeckenentzündung (Schwangerschaftspyelonephritis) mit weiteren Komplikationen münden – daher ist es sinnvoll, jeglichen Harnwegsinfekt mit Antibiotika zu therapieren.
Zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten ist es ratsam, ausreichend – am besten Wasser oder Sprudel - zu trinken!

Während der letzten Wochen traten von Zeit zu Zeit leichte Schmierblutungen auf. Ist dies ein Grund, beunruhigt zu sein?

Schwangeren auf.  Wenn sie nicht mit Schmerzen einhergehen, sind sie meist harmlos und verschwinden meist nach wenigen Stunden oder Tagen wieder. Schmierblutungen sind in der Regel sehr leichte Blutungen mit dunkelrotem, eher zähem Blut, für die man keinen Tampon und keine Binde benötigt.
Ursache kann ein verringerter Progesteronspiegel sein, der innerhalb der ersten Schwangerschaftswochen zu periodisch auftretenden Schmierblutungen führt. Am Schwangerschaftsende kann der Abgang des Schleimpfropfs als Schmierblutung aufgefasst werden, der aber ein völlig normaler Vorgang ist und im Vorfeld der Geburt erfolgt. Eine Schmierblutung während der Schwangerschaft kann auch eine so genannte Kontaktblutung sein. Das ist eine leichte Blutung, die beispielsweise durch Geschlechtsverkehr oder Selbstbefriedigung mit Hilfsmitteln auftreten kann. Auch sind leichte Blutungen oftmals lediglich ein Hinweis dafür, dass eine Schonzeit erforderlich ist und Sie sich und dem Embryo mehr Ruhe gönnen sollten. Zur Sicherheit sollten Sie Ihren Frauenarzt benachrichtigen und derartige Auffälligkeiten mit ihm besprechen.

Ab welchem Zeitpunkt ist es generell möglich, zwischen eineiigen und zweieiigen Zwillingen zu unterscheiden?

Am besten sind die Eihautverhältnisse von Zwillings- bzw. Mehrlingsschwangerschaften zwischen der 6. und 12. SSW mit Hilfe eines Ultraschalls (Sonographie) zu beurteilen. Von 100 Zwillingsschwangerschaften sind 75% zwei- und 25% eineiig. Werden im Ultraschall zwei Fruchthöhlen und ein doppeltes Chorion (d.h. Embryonalhülle) gesehen, so ist dies der diagnostische Nachweis für die Zweieiigkeit der Zwillinge.

Ist der voraussichtliche Geburtstermin als grobe Näherungsangabe oder als eine exakte Berechnung zu betrachten?

Konzeptionstermin – 3 Monate – 7 Tage + 1 Jahr). In allen anderen Fällen ist der erste Tag der letzten Menstruation Ausgangspunkt der Berechnungen. Berücksichtigt wird dabei ein Zeitraum von 280 Tagen, d.h. 40 Wochen oder 10 Monaten. Die der Berechnung zugrunde liegende Formel ist die so genannte „Nägele-Regel“:  Geburtstermin = 1. Tag der letzten Menstruation – 3 Monate + 7 Tage + 1 Jahr.
Aufgrund des äußerst komplexen Zusammenwirkens von Plazentahormonen und kindlicher Reife, lässt sich der genaue Zeitpunkt der Geburt jedoch nicht präzise berechnen. Innerhalb einer Zeitspanne von drei Wochen um den voraussichtlichen Geburtstermin kommen etwa zwei Drittel aller Babys zur Welt, wobei jedoch auch Geburten, die zwei Wochen vor oder nach diesem Intervall stattfinden, noch als „normal“ betrachtet werden. Nur ca. 4% der Babys werden exakt am voraussichtlichen Geburtstermin geboren. Heutzutage wird das Schwangerschaftsalter (Gestationsalter) des Babys gewöhnlich anhand der so genannten Scheitel-Steiß-Länge des Embryos im ersten Schwangerschaftsdrittel (vor der 12.SSW) überprüft, die mit Hilfe eines Ultraschalls ermittelt wird. Diese Methode ist aussagekräftig, da das Wachstum in aller Regel bis zu diesem Alter bei den meisten Babys identisch ist.

Ist die Einnahme eines Eisenpräparates während der Schwangerschaft prinzipiell zu empfehlen?

Die Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft sollte grundsätzlich kritisch hinterfragt werden. Eine prinzipielle Eisensubstitution in der Schwangerschaft ist daher nicht notwendig. Es ist daher sinnvoll in und außerhalb der Schwangerschaft auf eine ausgewogene, eisenhaltige Ernährung zu achten.
Belegt ist ein um das Doppelte erhöhter täglicher Eisenbedarf innerhalb der zweiten Schwangerschaftshälfte. Dieser lässt sich auf die gesteigerte Blutbildung der Mutter und des Fetus zurückführen. Kann dieser Bedarf nicht in ausreichendem Maße über die Nahrung zugeführt werden, greift der Körper auf Reserven zurück, welche häufig durch Monatsblutungen oder vorausgehende Schwangerschaften relativ gering sind. Eisenmangelsymptome wie Infektionsanfälligkeit, Müdigkeit und Blässe treten meist ab der 30. SSW auf und sind eindeutiger Hinweis, dass eine unterstützende Einnahme eines Eisenpräparates indiziert ist (z.B. Eisen-II-Sulfat 1-2 x 80mg/d).
Weiterhin muss beachtet werden, dass starke Blutungen bei der Geburt mit hohen Eisenverlusten einhergehen, so dass ein gut gefüllter Speicher ratsam ist. Ihr Frauenarzt kann Ihren Eisengehalt im Blut durch einfache Tests bestimmen. Besprechen Sie mit Ihm, ob für Sie die Einnahme eines Eisenpräparates sinnvoll ist, unter anderem auch vor dem Hintergrund einer notwendigen Eigenfinanzierung, da die Nahrungsergänzungsmittel in der Werbung empfohlen, jedoch nur in begründeten Fällen von der Krankenkasse bezahlt werden.

Ich würde gerne mehr als die drei vorgeschriebenen Ultraschalluntersuchungen machen lassen. ist dies möglich?

Die Inhalte der Schwangerenvorsorge sind gesetzlich in den Mutterschaftsrichtlinien festgelegt. Nur die dort angegebenen Untersuchungen werden von den Kassen getragen. Alle zusätzlichen Leistungen, wie etwa eine „Nackentransparenzmessung“, der so genannte Fehlbildungsultraschall oder weitere Ultraschalluntersuchungen werden ohne medizinischen Grund nicht von den Krankenkassen gezahlt. Innerhalb einer gesunden Schwangerschaft sind demnach zusätzliche Ultraschalluntersuchungen individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) Ihres Gynäkologen. Selbstverständlich ist Ihnen freigestellt, diese zusätzlichen Untersuchungen auf eigene Kosten durchführen zu lassen.

Empfehlungen von Ihrem Zahnarzt 

  •  Lassen Sie unmittelbar zu Schwangerschaftsbeginn Ihren Zahnstatus überprüfen und gegebenenfalls eine
    professionelle Zahnreinigung durchführen.
  •  Bei Versiegelung mit einem Schutzlack, ist eine Kontrolle einige Monate nach der Geburt ratsam.
  •  Zwei Zahnarztbesuche während der Schwangerschaft sind stets empfehlenswert.
  • Wichtig ist, dass Sie Ihren Zahnarzt über Ihre Schwangerschaft informieren. Er kann dann seine Therapiemöglichkeiten genauestens auf Ihre Situation abstimmen.
    Behandlungen größeren Ausmaßes sollten in der Regel wenn möglich nicht innerhalb der Schwangerschaft durchgeführt werden.

In welchem Ausmaß ist Rauchen während der Schwangerschaft tolerierbar?

Vernünftigerweise sollten Sie während der Schwangerschaft Ihren Zigarettenkonsum komplett einstellen und möglichst auch Passivrauchen meiden!
Nikotin kann zu Fehlgeburten oder einer Frühgeburt durch eine Plazentainsuffizienz (abnehmende Funktion des Mutterkuchens) führen, da es durch seinen gefäßverengenden Einfluss eine optimale Sauerstoffversorgung des Mutterkuchens verhindert. Durch die Sauerstoff-Unterversorgung kann das ungeborene Kind enorm belastet werden, was sich beispielsweise in einem deutlich geringeren Geburtsgewicht im Vergleich zu Babys von Nichtraucherinnen zeigen kann.
Auch nach der Entbindung sollten Sie auf eine rauchfreie Umgebung achten, denn Rauchen erhöht das Risiko für den plötzlichen Kindstod. Doch nicht nur Ihrem Baby schaden Sie durch aktives oder passives Rauchen – auch Sie haben in der Schwangerschaft und im Wochenbett ein deutlich erhöhtes Thromboserisiko!

Der Großteil meiner Kollegen raucht regelmäßig während der Arbeit. Wie verhalte ich mich Ihnen gegenüber am besten?

diesbezüglich mit Ihren Kollegen und setzen Sie ggf. bei Ihrem Arbeitsgeber einen rauchfreien Arbeitsplatz durch.

Wie sieht es mit dem Alkoholkonsum aus? Beeinflussen auch schon geringe Mengen die Gesundheit meines Babys?

Alkohol und dessen Abbauprodukte gehören zu den Stoffen, welche die Plazentaschranke durchdringen und somit ungehindert in den Körper des sich entwickelnden Kindes gelangen können. Und Ihr Kind kann Alkohol im Gegensatz zu Ihnen noch kaum abbauen!
Da Alkohol und dessen Abbauprodukte unter anderem zu einem geringen Geburtsgewicht, Fehlbildungen und in seltenen Fällen zu Früh- bzw. Totgeburten führen können, sollten Sie Alkohol auf jeden Fall im ersten Schwangerschaftsdrittel meiden.

Kann ich meinem Baby durch falsche Körperbewegung schaden? 

Keine Sorge, durch das Fruchtwasser und Ihre Bauch- und Muskeldecke ist der Fetus äußerst gut geschützt. Auch hinsichtlich der Plazenta und der Fruchtblase gibt es keinen Grund zur Besorgnis.
Allerdings sollten Sie folgende Sportarten in der Schwangerschaft vermeiden:
Mannschaftssportarten (Fußball, Handball, etc.), Wettkampfsportarten sowie Disziplinen mit hohem Sturzrisiko (z.B. Geräteturnen, Surfen, Skifahren etc.) oder auch Tauchen, Bungeejumping, Gewichtheben etc, sowie sportlichem Training mit starker Beschleunigung oder Bremsen.
Generell gilt, dass wenn Sie sich unbehaglich fühlen, Blut oder Fruchtwasser aus der Scheide austritt, Sie Rücken- oder plötzliche Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit empfinden, ein sofortiger Abbruch der körperlichen Belastung notwendig ist.


Welche Auswirkungen hat es für mich in der frühen Schwangerschaft, wenn meine Tochter Ringelröteln hat?

Während für Kinder und Jugendliche die Ringelröteln eher harmlos sind, können sie für Schwangere zu einer Gefahr für sich und das ungeborene Baby werden.Das Parvovirus B19 kann während der gesamten Schwangerschaft auf das Kind übergehen.
Zunächst einmal sollten Sie jedoch wissen, dass über 50% der erwachsenen Bevölkerung bereits an Ringelröteln erkrankt sind. Eine Immunität können Sie anhand einer Blutprobe feststellen.
Falls keine Immunität besteht, kann eine Ringelröteln-Erkrankung während der Schwangerschaft (v.a. zwischen der 10. und 20. Schwangerschaftswoche) das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen.
Bei Verdacht auf eine frische Infektion der Schwangern erfolgen wöchentliche Ultraschalluntersuchungen des Kindes um eine mögliche Erkrankung des Kindes und eventuell auftretende Komplikationen frühzeitig zu entdecken. In 80% der Fälle treten fetale Komplikationen in den ersten 4 Wochen nach einer mütterlichen Infektion auf.
Als Folgen einer fetalen Ringelrötelninfektion können eine ausgeprägte Anämie (Blutarmut) und (Ödeme) Wassereinlagerungen auftreten. Die einzige Möglichkeit der Behandlung einer schweren Anämie besteht in einer Bluttransfusion für das Kind. Dadurch kann meistens eine Stabilisierung bis zur Geburt erreicht und Spätschäden vermieden werden.
Es gibt keine Möglichkeit, gegen das Virus im Körper vorzugehen. Auch eine Impfung steht nicht zur Verfügung.

Bei mir wurden Chlamydien im Abstrich nachgewiesen – muss ich diese Infektion behandeln?

Ca. 2-8 % der Frauen im gebärfähigen Alter haben – meist unbemerkt – eine Chlamydieninfektion. Da es bei einer Infektion der Schwangeren in knapp 50% zu einer Infektion des Kindes bei der Geburt kommt, ist eine medikamentöse Therapie unbedingt notwendig. Denn eine Chlamydieninfektion kann zu Wehentätigkeit bzw. einem vorzeitigen Blasensprung und damit zu einer Frühgeburt führen. Bei der Geburt kann der Kontakt mit den Chlamydien im Genitalbereich zu einer schweren Augen- und/ oder Lungenentzündung bei Ihrem Kind führen.
Die Therapie mit einem Antibiotikum (Makrolid) wird über 2 Wochen durchgeführt. Auch Ihr Partner muss in jedem Fall behandelt werden um Sie vor einer Wiederansteckung zu schützen.

Wie sieht es mit der Einnahme von Fluoridtabletten aus? Ist diese tatsächlich während der Schwangerschaft schon sinnvoll?

reichlichem Fluoridgehalt sind Seefische, schwarzer Tee und Mineralwässer mit einem Fluoridgehalt von über 1,5mg pro Liter. In vielen Regionen kann der „tägliche Bedarf“ von ca. 1 Milligramm Fluor (als Fluorid) nicht durch die Ernährung gedeckt werden. Im Handel sind daher fluoridiertes Speisesalz, fluoridierte Zahnpasta sowie Fluoretten erhältlich.  Zu beachten gilt, dass bei langfristiger Überdosierung weiße Flecken auf dem Zahnschmelz (mottled enamel) sowie Skelettveränderungen, Osteoporose und Sehnenverkalkungen auftreten können.

Empfehlungen von Ihrem Zahnarzt 

  •  Lassen Sie unmittelbar zu Schwangerschaftsbeginn Ihren Zahnstatus überprüfen und gegebenenfalls eine
    professionelle Zahnreinigung durchführen.
  •  Bei Versiegelung mit einem Schutzlack, ist eine Kontrolle einige Monate nach der Geburt ratsam.
  •  Zwei Zahnarztbesuche während der Schwangerschaft sind stets empfehlenswert.
  • Wichtig ist, dass Sie Ihren Zahnarzt über Ihre Schwangerschaft informieren. Er kann dann seine Therapiemöglichkeiten genauestens auf Ihre Situation abstimmen.
    Behandlungen größeren Ausmaßes sollten in der Regel wenn möglich nicht innerhalb der Schwangerschaft durchgeführt werden.

Besteht bei stark übergewichtigen Frauen während der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für Komplikationen?

Bei stark übergewichtigen Frauen wurden ein höheres Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Schwangerschaftsdiabetes, Venenthrombosen, erhöhter Blutdruck und Infektionen der Harnwege sowie eine leicht erhöhte Rate an Fehlbildungen (z.B. Neuralrohrdefekten) verzeichnet. In aller Regel sind die Kinder jedoch gesund.
Eine Ultraschalluntersuchung kann sich schwieriger gestalten. Da,die Neugeborenen oft sehr groß sind, ist ihr Verletzungsrisiko bei der Geburt größer und auch ein Kaiserschnitt ist wahrscheinlicher. Keinesfalls sollten Sie jedoch während der Schwangerschaft radikal abnehmen. Wichtig sind wirklich regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Tests auf Schwangerschafts-Diabetes sowie mögliche Neuralrohr-Defekte beim Ungeborenen sowie eine ausgewogene Ernährung.

Ist es sinnvoll, während der Schwangerschaft auf jeden Fall zusätzliche Vitaminpräparate einzunehmen?

Folsäure (Vitamin B9) sollten Sie auf jeden Fall zusätzlich einnehmen. Eine ausreichende Folsäurezufuhr ist zwingend notwendig um Neuralrohr- Defekte des Fetus wie Spina bifida (offener Rücken), Hydrozephalus (Wasserkopf), Lippen- Kiefer- Gaumen- Segel- Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen des Gehirns zu verhindern.
Durch eine ausgewogene Ernährung kann unter normalen Bedingungen der Mehrbedarf an Mineralstoffen und Vitaminen problemlos gedeckt werden, so dass in der Regel eine zusätzliche Einnahme von weiteren Vitaminen nicht nötig ist.

Ist die Einnahme eines Eisenpräparates während der Schwangerschaft prinzipiell zu empfehlen?

Die Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft sollte grundsätzlich kritisch hinterfragt werden. Eine prinzipielle Eisensubstitution in der Schwangerschaft ist daher nicht notwendig. Es ist generell sinnvoll in und außerhalb der Schwangerschaft auf eine ausgewogene, eisenhaltige Ernährung zu achten.
Belegt ist ein um das Doppelte erhöhter täglicher Eisenbedarf innerhalb der zweiten Schwangerschaftshälfte. Dieser lässt sich auf die gesteigerte Blutbildung der Mutter und des Fetus zurückführen. Kann dieser Bedarf nicht in ausreichendem Maße über die Nahrung zugeführt werden, greift der Körper auf Reserven zurück, welche häufig durch Monatsblutungen oder vorausgehende Schwangerschaften relativ gering sind. Eisenmangelsymptome wie Infektionsanfälligkeit, Müdigkeit und Blässe treten meist ab der 30. SSW auf und sind eindeutiger Hinweis, dass eine unterstützende Einnahme eines Eisenpräparates indiziert ist (z.B. Eisen-II-Sulfat 1-2 x 80mg/d).
Weiterhin muss beachtet werden, dass starke Blutungen bei der Geburt mit hohen Eisenverlusten einhergehen, so dass ein gut gefüllter Speicher ratsam ist. Ihr Frauenarzt kann Ihren Eisengehalt im Blut durch einfache Tests bestimmen. Besprechen Sie mit Ihm, ob für Sie die Einnahme eines Eisenpräparates sinnvoll ist, unter anderem auch vor dem Hintergrund einer notwendigen Eigenfinanzierung, da die Nahrungsergänzungsmittel in der Werbung empfohlen, jedoch nur in begründeten Fällen von der Krankenkasse bezahlt werden.

Ist von einem regelmässigen Genuss an Kaffee während der Schwangerschaft prinzipiell abzuraten?

Koffein ist nicht zwingend schädlich. Sie können weiterhin Ihre bevorzugten koffeinhaltigen Getränke (Kaffee, Tee, Cola, Red Bull) oder Schokoloade genießen, solange Sie es nicht übertreiben. Wie bei jedem Genussmittel besitzt auch hier der Grundsatz einer angemessenen Dosis Gültigkeit. Das Bundesministerium für Ernährung hat eine Richtlinie veröffentlicht, nach der schwangere Frauen nicht mehr als 300 mg Koffein am Tag zu sich nehmen sollten. Dieser Grenzwert entspricht in etwa drei bis vier Tassen Pulver- oder Filterkaffee (je nachdem wie stark zubereitet), sechs Tassen Tee oder sechs Dosen Cola pro Tag.
Koffein wirkt anregend und stimuliert das Zentrale Nerven-, Herz-Kreislaufsystem und die Atmung; es verengt die Gefäße und vermindert so die Sauerstoffversorgung der Plazenta. Hierdurch kann es zu einer Beeinträchtigung des Wachstums des Kindes und einem niedrigen Geburtsgewicht führen. Da Koffein plazentagängig ist, kann es beim Feten einen schnelleren Herzschlag und vermehrte Aktivität auslösen. Außerdem hemmt Koffein die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung, insbesondere in Form von Schwarztees.

Ist gegen alkoholfreies Bier während der Schwangerschaft etwas einzuwenden?

Der sporadische Genuss eines alkoholfreien Bieres ist während der Schwangerschaft durchaus erlaubt. Zu bedenken gilt jedoch die Definition „alkoholfrei“. Diese bezeichnet einen auf unter 0,5% reduzierten Alkoholgehalt.Zwar kann der gelegentliche Genuss von alkoholfreiem Bier in der frühen Schwangerschaft wegen des geringen Alkoholgehalts als tolerabel eingestuft werden. Wer allerdings kein Risiko eingehen will, sollte auch auf die regelmäßige Zufuhr von alkoholfreiem Bier verzichten. Wie immer gilt die Regel: Übertreiben Sie es nicht!

Ich habe eine Katze. Wie groß ist das Risiko einer Toxoplasmose - Infektion? welche Auswirkungen hätte eine Infektion auf mein Baby?

verunreinigte Lebensmittel (z.B. Salat, Gemüse), aber auch durch rohes Fleisch, vom Menschen aufgenommen werden.
Die Toxoplasmose ist eine häufige Infektion: 30-50% der Schwangeren in Deutschland haben Antikörper gegen den Erreger als Zeichen einer erlittenen Infektion.
Grippeähnliche Beschwerden oder ein Anschwellen der Lymphknoten sind typische, jedoch unspezifische Anzeichen für eine Infektion mit Toxoplasmose. Bei einer Erstinfektion mit dieser Erkrankung werden Antikörper gebildet, die vor einer erneuten Infektion schützen, es sei denn eine Erkrankung oder Therapie schwächt das Immunsystem sehr stark ab.
Im Gegensatz zu einer Infektion von Nichtschwangeren stellt eine Erstinfektion in der Schwangerschaft ein ernstes Problem dar.
Mit fortschreitendem Schwangerschaftsalter erhöht sich bei einer Erstinfektion von Ihnen das Infektionsrisiko für Ihr Kind, dafür nimmt das Risiko einer Schädigung deutlich ab.
So kann es beispielsweise bei einer Infektion im ersten Schwangerschaftsdrittel zu einer Fehlgeburt kommen, während bei einer Erstinfektion gegen Ende der Schwangerschaft eine Infektion Ihres Kindes meist überhaupt keine schädigenden Auswirkungen hat.
Da eine Infektion meistens ohne Symptome verläuft, wird eine Blutentnahme zur Bestimmung Ihrer Immunität, v.a. bei Katzenkontakt, empfohlen. Allerdings wird diese Blutuntersuchung selten von der Kasse bezahlt, da sie nicht in den Mutterschaftsrichtlinien vorgeschrieben ist. Bei einer nachgewiesenen Erstinfektion in der Schwangerschaft gibt es eine etablierte Antibiotikatherapie, um einer Erkrankung des Kindes vorzubeugen.
Da die Erkrankung Toxoplasmose vor allem durch Katzenkot und rohes Fleisch übertragen wird, sollten Sie versuchen den direkten Umgang mit Katzen sowie vor allem das Putzen von Katzenklos zu vermeiden. Reinigen Sie sorgfältig Gemüse, Salat und Obst aus Biogärten und waschen Sie sich gründlich die Hände nach der Gartenarbeit oder der Fleischzubereitung.
Wenn Sie eine Katze halten, informieren Sie Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt über Ihr erhöhtes Risiko und lassen Sie regelmäßig Ihren Antikörperstatus im Blut testen, um eine Infektion möglichst früh zu erkennen. Wenn Sie eine Toxoplasmoseinfektion bereits früher durchgemacht haben, brauchen Sie sich nun keine Sorgen mehr zu machen – Sie sind immun und Ihr Kind ist nicht gefährdet!

Wie sieht die Therapie der Toxoplasmoseinfektion während der Schwangerschaft aus?

Bei Infektionsverdacht wird unverzüglich eine antibiotische Therapie anhand des Wirkstoffes Spiramycin eingeleitet. Die Behandlung dauert mindestens 4 Wochen. Eine ausführliche Ultraschalluntersuchung durch einen entsprechend ausgebildeten Frauenarzt ist unbedingt erforderlich, um eine Schädigung des Kindes auszuschließen. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat oder im Falle der Diagnose einer Infektion des Fetus anhand einer Untersuchung des Nabelschnurblutes oder des Fruchtwassers, werden die Wirkstoffe  Pyrimethamin, Sulfadiazin und Folsäure verordnet. Diese Therapie ist meist sehr erfolgreich und kann in der Regel gesundheitliche Schäden des Fetus verhindern.

Sollte ich mich während der Schwangerschaft von meiner Katze trenne, um das Risiko einer Toxoplasmose-Infektion zu vermeiden?

Toxoplasmose-Titer überprüfen lassen. Ist dieser positiv sind, können Sie unbesorgt sein; ist er negativ, ist Vorsicht angesagt. Intensive Hygienemaßnahmen wie eine tägliche Reinigung des Katzenklos sind enorm wichtig. Die Infektionsgefahr bei Katzen, die sich viel im Freien aufhalten, ist im Vergleich zu reinen Hauskatzen deutlich erhöht. Lebensmittel, wie rohes Fleisch sind aber die häufigeren Infektionsquellen.

Stellt der Verzehr von Sushi während der Schwangerschaft ein Problem dar?

Erfahrungsgemäß ist es äußerst sinnvoll, sich in der Schwangerschaft fischreich zu ernähren. Seefische versorgen den Körper mit wertvollem Eiweiß, dem lebensnotwendigen Mineralstoff Jod sowie wichtigen Omega-3-Fettsäuren.Äußerst zurückhaltend sollten Sie jedoch bezüglich rohen sowie geräucherten Fischprodukten und Muscheln sein. Beispiele hierfür sind Sushi, Matjes, Hering, Räucherlachs und Austern. Diese weisen ein deutlich erhöhtes Risiko für Listerien-Befall auf. Erhitzen Sie deshalb alle Fische, Fischprodukte und Meeresfrüchte, um diese dann unbesorgt genießen zu können.

Können Listerien-Keime durch Erhitzen und Tiefkühlen vernichtet werden?

Durch Tiefgefrieren werden die Listerien im Gegensatz zu Toxoplasmose-Erregern nicht vernichtet. Ab einer Temperatur von ca. 75 °C werden die Keime jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit abgetötet.
Schwangere sollten vor allem folgendes beachten:

  •  Meiden Sie Rohmilchprodukte und Muscheln bzw. Meeresfrüchte
  •  Meiden Sie Salami, Wurst-Fleisch-Pasteten und Tartar
  •  Reinigen Sie Salat sehr gründlich
  •  Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände.
  •  Vermeiden Sie den Kontakt zwischen rohen und gekochten Lebensmitteln.
  •  Verbrauchen Sie vorgekochte bzw. halbfertige Lebensmittel so schnell wie möglich
  • Verwenden Sie zum Kochen keine angebrochenen Konserven, Mayonnaise oder Salatdressing

Reinigen Sie regelmäßig Ihren Kühlschrank. Die Temperatur sollte stets unter 4º C liegen.

Wie kann ich in Erfahrung bringen, dass ein Käse wirklich aus Rohmilch produziert wurde? 

Große deutsche Molkereien sind verpflichtet, Rohmilchprodukte auf der Packung explizit zu kennzeichnen. In der Regel produzieren sie den Großteil der Produkte aus pasteurisierter Milch. Aus Sicherheitsgründen ist es empfehlenswert, während der Schwangerschaft den Einkauf auf abgepackten Käse zu reduzieren oder an der Theke die Kennzeichnung der Großpackungen überprüfen zu lassen. Des Weiteren sollten Sie bevorzugt Hartkäsesorten kaufen und stets die Rinde abschneiden. Zurückhaltend sollten Sie mit dem Einkauf bei Direkterzeugern und kleinen Molkereien sein, da für diese die Kennzeichnungspflicht keine Geltung hat. Bedenken Sie außerdem, dass Käsesorten mit rechtlich geschützter Original-Herkunftsbezeichnung in aller Regel aus Rohmilch hergestellt werden. Hierzu zählen bspw. Italienischer Mozzarella,  Französischer Camembert sowie Schweizer Emmentaler.

Ist die Einnahme von Folsäure über das empfohlene Intervall von zwölf Wochen gesundheitlich bedenklich?

Als werdende Mutter ist es äußerst wichtig, im Hinblick auf die Auswirkungen eines Folsäuremangels auf eine ausreichende Folsäureversorgung zu achten. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass das Risiko für Entwicklungsstörungen beim Ungeborenen (z.B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Neuralrohrdefekte, angeborene Herzfehler) durch eine ausreichende Folsäureversorgung in der Frühschwangerschaft deutlich gesenkt wird.
Das Neuralrohr ist eine Struktur der Embryonalentwicklung, die bereits während der zweiten und dritten Schwangerschaftswoche entsteht. Sie bildet den Ursprung für die Entwicklung des zentralen und periphere Nervensystem des Kindes. Neuralrohr- Defekte sind beispielsweise Spina bifida (offener Rücken), Hydrozephalus (Wasserkopf), Lippen- Kiefer- Gaumen- Segel- Fehlbildung und Entwicklungsstörungen des Gehirns.
Studien haben gezeigt, dass bei Folsäuremangel frühe Fehlgeburten, eine vorzeitige Lösung des Mutterkuchens sowie eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) gehäufter auftreten. Da jedoch eine bewusste Ernährung allein zur Deckung Ihres Folsäurebedarfes nicht ausreicht, ist bei Planung einer Schwangerschaft die zusätzliche Einnahme eines Folsäurepräparates möglichst bereits einen Monat vor Eintritt der Schwangerschaft, spätestens aber nach Feststellung der Schwangerschaft, ratsam.
Ebenso ist auch nach der 12.SSW eine weitere Folsäureeinahme prinzipiell zu empfehlen.
Da die Organentwicklung, die so genannte Organogenese, nach der 10. Schwangerschaftswoche abgeschlossen ist, hat die Folsäure zwar keine Auswirkung mehr auf das Neuralrohr des Ungeborenen, sie ist jedoch als unerlässlicher Bestandteil bei der Neubildung von Zellen an zahlreichen wichtigen Prozessen im Körper des ungeborenen Kindes von enormer Bedeutung.
Aktueller wissenschaftlicher Stand ist, dass eine längerfristige Einnahme von Folsäure in dieser Dosierung gesundheitlich unbedenklich ist. Nebenwirkungen sind erst bei weitaus höherer Dosierung bekannt (über 15 Milligramm täglich länger als vier Wochen). Bis 1.000 Mikrogramm gilt eine Aufnahme als sicher.

Wie sieht es mit Radfahren während der Schwangerschaft aus?

Prinzipiell ist Radfahren eine äußerst günstige Sportart für die Zeit der Schwangerschaft. Durch die Bewegung Ihrer Beine werden die Muskeln angespannt und damit der Blutrückstrom zu Ihrem Herzen gefördert. Dies wirkt der Entstehung von Krampfadern aktiv entgegen. Wenn sich bereits an Gewicht zugenommen haben, nimmt Ihnen der Drahtesel einen Teil der Last ab. Deshalb ist Radfahren gerade auch bei Übergewicht in der Schwangerschaft besonders empfehlenswert, da Ihre Gelenke durch den reduzierten Gewichtsdruck geschont werden.
Neben Radfahren, Schwimmen und Aqua-Fitness sind Spazierengehen, Wandern bis 1300 m Höhe (trainierte Schwangere dürfen auch bis 2.000m aufsteigen), Walking, sanftes Joggen, Aerobic sowie mäßiges Kraft- oder Gerätetraining im Studio (lassen Sie sich von einem kompetenten Trainer beraten!) empfehlenswert. Oder versuchen Sie es mal mit leichtem Tanzen! Ihr Kleines wird sich über die wiegenden Bewegungen freuen!

Kann ich auch während der Schwangerschaft weiterhin meine Bauchmuskeln trainieren?

Sit-ups oder ähnliche Bauchmuskelübungen sind auf die Dauer sehr beschwerlich und sollten nicht mehr forciert werden. Gerade Sit-ups belasten die gerade Bauchmuskulatur, können diese auseinander ziehen und zu Verletzungen führen. Ein leichtes Auseinandergehen der linken und rechten Bauchmuskelgruppen, die so genannte Rektusdiastase, ist insbesondere gegen Ende der Schwangerschaft bei den meisten Schwangeren zu beobachten., Dabei bleibt eine sehnige Verbindung in der Mittellinie der Muskelgruppen bestehen. Werden die Muskeln links und rechts dieser Mittellinie jedoch zu stark trainiert, kann sich diese Verbindung überdehnen oder gar auseinander reißen.
Behutsames Training ist jedoch gerade bezüglich der Rückenstabilisierung von Vorteil. Wichtig wäre, dass Sie in der zweiten Schwangerschaftshälfte hauptsächlich die schräg verlaufenden Muskelpartien sowie die Beckenmuskulatur in Ihr Training einbeziehen. Adäquate Übungen diesbezüglich sind schräge Sit-Ups sowie abwechselndes Anziehen der Beine, wobei dabei immer eines auf dem Boden verbleibt.
Zu bedenken gilt wie bei jedem Training, dass umfangreiche Aufwärm- und Dehnphasen im Vorfeld der Gymnastik durchgeführt werden.
Im letzten Schwangerschaftsdrittel sollten Sie nicht mehr in Rückenlage trainieren, weil dann die Gebärmutter und ihr größer werdendes Kind den Rückfluss des Blutes zum Herzen behindern und zu Kreislauf-Problemen führen kann (Vena-cava-Syndrom). Übungen in der Seitenlage, im Stehen, im Sitzen oder im Vierfüßlerstand sind dann günstiger. Grundsätzlich  sollten Sie bei jeder sportlicher Betätigung in der Schwangerschaft stets auf ihren Körper hören. Sollten Sie Schwindel, Kopfschmerzen, vaginale Blutungen oder anderen Beschwerden verspüren, beenden Sie bitte das Training umgehend und konsultieren Sie Ihren Arzt.

In welchem Ausmaß ist Lauftraining während der Schwangerschaft noch vertretbar?

Leichter, regelmäßiger Sport ist für Sie als werdende Mutter sehr gut. Wenn Sie sich in einem guten Trainingszustand befinden, steht sportlicher Betätigung nichts im Wege. Allerdings ist es stets wichtig, dass Sie die Signale, die Ihnen Ihr Körper gibt, wahrnehmen und Ihr Training beenden, sobald es Ihr Wohlbefinden beeinträchtigt. Voraussetzung für Ihr Wohlbefinden ist, dass Sie im so genannten aeroben Bereich joggen, denn nur in diesem Bereich wird das Blut (und damit der Fetus) ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Sie sollten sich beim Laufen mit Leichtigkeit noch unterhalten können, dann haben Sie die richtige Geschwindigkeit. Noch besser ist, das Tempo mit einer Pulsuhr zu kontrollieren; dabei sollten Sie Werte von 130 bis 140 Schlägen / Minute nicht überschreiten.
Sinnvolle Alternativen zum Laufen sind Schwimmen, Gymnastik, Fahrradfahren, Wandern oder Nordic Walking. Nicht geeignet sind Leistungssport, Kraftsportarten und Sportarten mit kurzfristigen Erschütterungen und Belastungen (Reiten, Tennis, Squash). Übertriebenes Training ist während der Schwangerschaft äußerst kontraproduktiv. Studien belegten, dass durch die hauptsächliche Sauerstoffversorgung der Muskulatur eine Sauerstoffunterversorgung des Fetus induziert wird. Folge kann ein verringertes Geburtsgewicht sein!

Sollte ich mich während der Schwangerschaft bewusst salzarm ernähren?

Nein, eine salzarme Diät in der Schwangerschaft wird weder für gesunde noch für Gestose-Schwangere empfohlen. Eine salzarme Diät ist zudem potentiell gefährlich, weil die notwendige Flüssigkeitsaufnahme durch ein vermindertes Durstgefühl eingeschränkt wird. Dadurch werden Ihrem Körper lebensnotwendige Mineralien vorenthalten. Dies kann zu  Mangelversorgung des Babys sowie Hochdruckerkrankungen der werdenden Mutter und daraus resultierenden Komplikationen führen. Durch die Salzeinschränkung kann der Organismus das insbesondere während der Schwangerschaft dringend benötigte Wasser nicht mehr in den Gefäßen halten, es tritt  folglich ins Gewebe über, wo es Wassereinlagerungen (Ödeme) erzeugt. Orientieren Sie sich also an einer gesunden, protein-und ballaststoffreichen sowie fettarmen Ernährung anhand der Ernährungspyramide.

Ist vegetarische Ernährung während der Schwangerschaft für mein Baby gesundheitlich gefährlich?

Das kommt darauf an, wie streng die Einschränkungen sind. Es muss unterschieden werden zwischen vegan, lakto- und ovo-lakto-vegetarischer Ernährung. Laktovegetarier verzichten auf Fleisch, Fisch und Eier, nehmen aber Milch und Milchprodukte zu sich. Ovo-Laktovegetarier streichen ausschließlich Fisch und Fleisch von ihrem Speiseplan, essen jedoch - im Unterschied zu den Laktovegetariern - neben Milchprodukten auch Eier. Veganer meiden alle vom Tier stammenden Produkte, d.h. neben Fleisch auch Fisch, Eier, Milch und Honig.
Durch eine ovo-lakto-vegetarischer Ernährung, wird die Gesundheit Ihres Babys in der Regel nicht beeinträchtigt, da durch einen hohen Gemüse- und Obstverzehr genügend Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen werden können. Durch den Konsum von Milch, Milchprodukten und Eier stellen Sie die ausreichende Versorgung Ihres schwangeren Körpers mit Proteinen und fettlöslichen Vitaminen sicher.
Untersuchungen zeigten, dass vegane Ernährung hinsichtlich einer Schwangerschaft äußerst ungünstig ist, da mit einer Unterversorgung an lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen zu rechnen ist. Insbesondere Vitamin B12 und Vitamin D3 sowie Calcium und Eisen werden dem Körper der werdenden Mutter und damit dem ungeborenen Kind nicht in ausreichendem Maße zugeführt.
Eine ausreichende Versorgung an Vitamin B12 (in der Schwangerschaft mit 3,5 Mikrogramm)  ist notwendig für Gehirn und Nervensystem, Wachstum, rote Blutkörperchen, Knochenbau und eine positive Stimmungslage. Es trägt dazu bei, eine Blutarmut zu vermeiden. Wichtige Nährstofflieferanten sind tierische Lebensmittel, insbesondere Fleisch, Fisch, Eier und  Milchprodukte. Die notwendige Calciumversorgung kann bei einer veganen Ernährung enorm vermindert sein, da Pflanzen einerseits nur geringe Mengen an Calcium enthalten und andererseits dieses vom Körper auch noch schlechter verwertet werden kann. Calcium ist unentbehrlich für den Aufbau der Gewebs- und Knochenstrukturen des wachsenden Kindes. Bei einer Unterversorgung wird es Ihrem eigenen Skelett entzogen und erhöht das Osteoporose- Risiko. Calcium-Lieferanten sind Milch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Haselnüsse, Mandeln und Gemüsesorten wie Fenchel und Brokkoli. 
Eine Unterversorgung während der Schwangerschaft kann folgenreich für das heranwachsende Kind sein. Da vom Körper vorrangig das heranwachsende Kind mit Nährstoffen versorgt wird, besteht auch für die Mutter die Gefahr einer Mangelversorgung.

Zweites Trimenon

Beeinträchtigt eine Tetanus-Impfung während der Schwangerschaft die Gesundheit meines Babys? 

Machen Sie sich keine Sorgen! Alle Tot-Impfstoffe (wie z.B. Tetanus-, Diphterie-, Poliomyelitis-, Hepatitis A/B –Impfstoffe) sind während der ersten Schwangerschaftswochen unbedenklich und haben keine beeinträchtigenden Auswirkungen auf Ihr Baby.

Vor einigen Wochen wurde ich gegen Röteln geimpft - doch damals wusste ich noch nichts von meiner Schwangerschaft - nun mache ich mir aber Sorgen. 

Machen Sie sich nicht verrückt. Da eine Rötelnimpfung nur vorsorglich in aller Regel nicht in der Frühschwangerschaft durchgeführt wird, besteht kein Grund zur Besorgnis.
Eine erhöhte Anzahl an angeborenen Schäden wurde weder nach Rötelnimpfungen  noch nach Masern-, Mumps-, Tuberkulose- oder Windpockenimpfungen verzeichnet. Sicherheitshalber kann ihr Arzt jedoch stets anhand einer Ultraschalluntersuchung im mittleren Schwangerschaftsintervall den Gesundheitszustand des Fetus diagnostizieren.

Warum sollten Schwangere ab den mittleren Kalenderwochen Aufenthalte in grossen Höhen meiden?

Bei einem Aufenthalt in großer Höhe sinkt die Sauerstoffaufnahme in die Lunge durch den in der Höhe verminderten Sauerstoff-Partialdruck . Dies kann zu einer Sauerstoffunterversorgung (Hypoxie) der werdenden Mutter und damit auch des Kindes führen. Des Weiteren besteht die Gefahr einer Verdünnungsanämie (Anämie = Blutarmut) mit der Folge von Müdigkeit und sinkender Belastbarkeit. Beim Aufenthalt in extremen Höhen (über 2000m) existiert das Risiko der Höhenkrankheit. Bei der Höhenkrankheitkönnen Symptome wie Kopfschmerzen, Erbrechen, Müdigkeit, Atemnot, Schwindel, Ohrensausen, Schlafschwierigkeiten, Ödeme sowie verminderte Wasser- und Salzausscheidung allein oder in Kombination auftreten. Unterhalb von 2000m Höhe sind jedoch keine gesundheitlichen Gefährdungen bei moderater Belastung der Schwangeren zu erwarten.

Ich möchte während meiner Schwangerschaft noch einmal in den Urlaub fahren - muss ich dabei etwas bestimmtes bedenken?

Die günstigste Phase zum Reisen ist das zweite Schwangerschaftsdrittel (2. Trimenon), d.h. zwischen der 14. und 28. SSW. In diesem Zeitraum haben Sie sich wahrscheinlich von den Beschwerden des Schwangerschaftsbeginns erholt und sind auch noch relativ beweglich. Bei problemlosem Schwangerschaftsverlauf kann – je nach Fluggesellschaft - bis zur 34. bzw. 36. SSW geflogen werden. Die Flugdauer sollte aber im Normalfall nicht mehr als 4 Stunden betragen.
Bei allen längeren Reisen mit dem Auto oder Flugzeug sollten Sie am besten Kompressionsstrümpfe tragen und regelmäßig aufstehen bzw. Ihre Zehen bewegen, um die Durchblutung anregen. Vor Ort sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und nur gekochte Speisen und abgefülltes Mineralwasser zu sich nehmen.
Fragen Sie Ihre/n Frauenärztin/arzt bezüglich einer sinnvollen Ausstattung Ihrer Reiseapotheke und schließen Sie am besten auch eine Reiserücktritts- und eine Rücktransportversicherung ab!
Als passionierte und erfahrene Saunagängerin spricht natürlich auch nichts gegen Saunieren im Urlaub – als Maßstab gilt Ihr Wohlgefühl! Allerdings sollten Sie abrupte Temperaturwechsel wie z.B. die eiskalte Dusche nach Ihrem Saunagang vermeiden und die Anzahl der Saunagänge pro Besuch gering halten.Vorsichtig sollten Sie auch hinsichtlich einer möglichen Infektionsgefahr bei Whirlpools sein. In dem  beheizten Wasser können sich Bakterien in kurzer Zeit relativ stark vermehren und so leicht zu einer Infektionsquelle für Sie werden.

Bei mir wurden Chlamydien im Abstrich nachgewiesen – muss ich diese Infektion zwingen behandeln? 

Ca. 2-8 % der Frauen im gebärfähigen Alter haben – meist unbemerkt – eine Chlamydieninfektion. Da es bei einer Infektion der Schwangeren in knapp 50% zu einer Infektion des Kindes bei der Geburt kommt, ist eine medikamentöse Therapie unbedingt notwendig. Denn eine Chlamydieninfektion kann zu Wehentätigkeit bzw. einem vorzeitigen Blasensprung und damit zu einer Frühgeburt führen. Bei der Geburt kann der Kontakt mit den Chlamydien im Genitalbereich zu einer schweren Augen- und/ oder Lungenentzündung bei Ihrem Kind führen.Die Therapie mit einem Antibiotikum (Makrolid) wird über 2 Wochen durchgeführt. Auch Ihr Partner muss in jedem Fall behandelt werden um Sie vor einer Wiederansteckung zu schützen.

Wie sieht es mit dem Kalorienbedarf während der Schwangerschaft / im zweiten Trimenon aus? 

Der Standardspruch an werdende Mütter „Du musst doch für Zwei essen!“ gilt heutzutage nicht mehr.
Ihr Kalorienbedarf bleibt innerhalb des ersten Schwangerschaftsdrittels konstant, erhöht sich dann jedoch um etwa 200 – 300 Kilokalorien (entspricht etwa einem Käsebrot).
Insgesamt gelten 10 bis 15 Kilogramm Gewichtszunahme über die gesamte Schwangerschaft als normal. Entscheidend sind Körpergröße und -gewicht vor der Schwangerschaft, der so genannte Body-Mass-Index (BMI). So liegt die tolerable Gewichtszunahme bei einem niedrigen BMI (BMI < 19,8kg/m²) bei 12,5 bis 18kg, bei einem mittleren BMI (19,8 bis 26,0kg/m²) bei 11,5 bis 16kg und bei einem hohen BMI (> 26 kg/m²) bei 7,0 bis 11,5kg.
Viel wichtiger als der Kalorienbedarfs in der Schwangerschaft ist der Bedarf an bestimmten Nährstoffen. Eine übermäßig erhöhte Kalorienzufuhr ist weder für Sie noch für den Fetus sinnvoll. Empfehlenswert ist eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung mit hohen Anteilen an komplexen Kohlenhydraten, hochwertigem Eiweiß und essentiellen Fettsäuren sowie ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Dadurch ist gewährleistet, dass Sie den während der Schwangerschaft erhöhten Bedarf an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen decken. Dementsprechend sollten Sie sich auch während der Stillzeit ernähren.

Besteht bei stark übergewichtigen Frauen während der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für Komplikationen?

Bei stark übergewichtigen Frauen wurden ein höheres Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Schwangerschaftsdiabetes, Venenthrombosen, erhöhter Blutdruck und Infektionen der Harnwege sowie eine leicht erhöhte Rate an Fehlbildungen (z.B. Neuralrohrdefekten) verzeichnet. In aller Regel sind die Kinder jedoch gesund.
Eine Ultraschalluntersuchung kann sich schwieriger gestalten. Da,die Neugeborenen oft sehr groß sind, ist ihr Verletzungsrisiko bei der Geburt größer und auch ein Kaiserschnitt ist wahrscheinlicher. Keinesfalls sollten Sie jedoch während der Schwangerschaft radikal abnehmen. Wichtig sind wirklich regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Tests auf Schwangerschafts-Diabetes sowie mögliche Neuralrohr-Defekte beim Ungeborenen sowie eine ausgewogene Ernährung.

Ich habe plötzlich starke Gelüste nach bestimmten Speisen. Woher kommt das eigentlich? 

Fachleute sagen, dass sich der erhöhte Hormonspiegel in der Frühschwangerschaft auf den Geschmacksinn auswirkt. Die extrem erhöhte Hormonproduktion zu Beginn der Schwangerschaft modifiziert sowohl den Geschmacks- als auch Geruchssinn. Dadurch kann es passieren, dass Ihnen manche Lebensmittel plötzlich nicht mehr schmecken oder gar Ekel auslösen und Sie auf andere Lebensmittel geradezu einen Heißhunger entwickeln. Ursache für den Appetit auf saure oder herzhafte Speisen beispielsweise ist der süße Geschmack des Speichels infolge des erhöhten Östrogenspiegels. Vermutlich spiegelt diese veränderte Empfindung die Bedürfnisse Ihres Körpers  bezüglich bestimmter Nährstoffe wider.

Können Listerien-Keime durch erhitzen und tiefkühlen vernichtet werden?

 Durch Tiefgefrieren werden die Listerien im Gegensatz zu Toxoplasmose-Erregern nicht vernichtet. Ab einer Temperatur von ca. 75 °C werden die Keime jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit abgetötet.
Schwangere sollten vor allem folgendes beachten:
- Meiden Sie Rohmilchprodukte und Muscheln bzw. Meeresfrüchte
- Meiden Sie Salami, Wurst-Fleisch-Pasteten und Tartar
- Reinigen Sie Salat sehr gründlich
- Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände
- Vermeiden Sie den Kontakt zwischen rohen und gekochten Lebensmitteln
- Verbrauchen Sie vorgekochte bzw. halbfertige Lebensmittel so schnell wie möglich
- Verwenden Sie zum Kochen keine angebrochenen Konserven, Mayonnaise oder Salatdressing
Reinigen Sie regelmäßig Ihren Kühlschrank. Die Temperatur sollte stets unter 4º C liegen.

Bei mir wurden Chlamydien im Abstrich nachgewiesen – muss ich diese Infektion zwingen behandeln?

Ca. 2-8 % der Frauen im gebärfähigen Alter haben – meist unbemerkt – eine Chlamydieninfektion. Da es bei einer Infektion der Schwangeren in knapp 50% zu einer Infektion des Kindes bei der Geburt kommt, ist eine medikamentöse Therapie unbedingt notwendig. Denn eine Chlamydieninfektion kann zu Wehentätigkeit bzw. einem vorzeitigen Blasensprung und damit zu einer Frühgeburt führen. Bei der Geburt kann der Kontakt mit den Chlamydien im Genitalbereich zu einer schweren Augen- und/ oder Lungenentzündung bei Ihrem Kind führen.
Die Therapie mit einem Antibiotikum (Makrolid) wird über 2 Wochen durchgeführt. Auch Ihr Partner muss in jedem Fall behandelt werden um Sie vor einer Wiederansteckung zu schützen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Geburtsvorbereitungskurs?

In aller Regel beinhalten die meisten Kurse eine wöchentliche Doppelstunde für ca. sieben Wochen. Um diesen gesamten Kurszeitraum nutzen zu können ist es empfehlenswert, spätestens in der 30. SSW  damit zu beginnen. Die Kurse können an jedem Kurstermin für beide Elternteile oder auch nur für die Schwangere sein. Meist wird eine Kombination angeboten (bei einigen Themen kommt der Partner mit). Es ist von Vorteil, wenn Sie einen Geburtsvorbereitungskurs in der Klinik besuchen, in der Sie die Entbindung wünschen, dann  lernen Sie die Hebamme/n und die Räumlichkeiten schon kennen.

Wird der Vorbereitungskurs von der Krankenkasse übernommen?

Üblicherweise werden von den deutschen Krankenkassen 14 Kursstunden übernommen.

Stellt eine Windpocken- Infektion während der ersten Schwangerschaftshälfte eine Gefahr für mein baby dar? (15. – 20. SSW) 

 Eine Infektion ist selten (1-7 Fälle/ 10.000 Schwangerschaften), da nur 5% der Frauen im gebärfähigen Alter keine Antikörper gegen den Erreger der Windpocken, das Varizella-Zoster-Virus aufweisen.
Sollten Sie Kontakt mit Windpocken gehabt haben und über keinen Schutz verfügen, wird Ihr behandelnder Arzt in diesem Fall eine passive Impfung mit Immunglobulinen durchführen. Erfolgt diese passive Impfung jedoch nach Auftreten der Symptome, führt sie zu keinem Therapieerfolg.
Dennoch ist dies kein Grund zu übertriebener Besorgnis. Das Risiko einer Übertragung der Viren auf den Fetus und einer Schädigung während der ersten Schwangerschaftshälfte ist extrem gering (1-2%). Zur Sicherheit sind  Ultraschalluntersuchungen und ggf. eine Fruchtwasser- bzw. Nabelschnurblutuntersuchung ratsam um eine Infektion Ihres Kindes frühzeitig erkennen bzw. ausschließen zu können.

Ich möchte während meiner Schwangerschaft noch einmal in den Urlaub fahren - muss ich dabei etwas bestimmtes bedenken? 

Die günstigste Phase zum Reisen ist das zweite Schwangerschaftsdrittel (2. Trimenon), d.h. zwischen der 14. und 28. SSW. In diesem Zeitraum haben Sie sich wahrscheinlich von den Beschwerden des Schwangerschaftsbeginns erholt und sind auch noch relativ beweglich.Bei problemlosem Schwangerschaftsverlauf kann – je nach Fluggesellschaft - bis zur 34. bzw. 36. SSW geflogen werden. Die Flugdauer sollte aber im Normalfall nicht mehr als 4 Stunden betragen.Bei allen längeren Reisen mit dem Auto oder Flugzeug sollten Sie am besten Kompressionsstrümpfe tragen und regelmäßig aufstehen bzw. Ihre Zehen bewegen, um die Durchblutung anregen. Vor Ort sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und nur gekochte Speisen und abgefülltes Mineralwasser zu sich nehmen.
Fragen Sie Ihre/n Frauenärztin/arzt bezüglich einer sinnvollen Ausstattung Ihrer Reiseapotheke und schließen Sie am besten auch eine Reiserücktritts- und eine Rücktransportversicherung ab!
Als passionierte und erfahrene Saunagängerin spricht natürlich auch nichts gegen Saunieren im Urlaub – als Maßstab gilt Ihr Wohlgefühl! Allerdings sollten Sieabrupte Temperaturwechsel wie z.B. die eiskalte Dusche nach Ihrem Saunagang vermeiden und die Anzahl der Saunagänge pro Besuch gering halten.Vorsichtig sollten Sie auch hinsichtlich einer möglichen Infektionsgefahr bei Whirlpools sein. In dem  beheizten Wasser können sich Bakterien in kurzer Zeit relativ stark vermehren und so leicht zu einer Infektionsquelle für Sie werden.

Kann ich durch beruflichen oder privaten Stress meinem Kind schaden? 

Stress in der Schwangerschaft sollte wenn möglich vermieden werden. Häufig landen werdende Mütter mit vorzeitigen Wehen im Krankenhaus, weil sie sich körperlich oder psychisch überfordert haben. Allgemein führt anhaltender Stress durch eine Minderdurchblutung des Mutterkuchens zu einer Sauerstoffunter- und damit Mangelversorgung Ihres Kindes.
Häufig setzen sich gerade Schwangere selbst stark unter Druck. Statt sich zu schonen, sind viele Frauen in der Schwangerschaft besonders aktiv und wollen gerade beruflich alles möglichst gut erledigen, bevor sie in den Mutterschutz gehen. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, sich von Ihrem Arzt ein - bis zum gesetzlichen Mutterschutz andauerndes - individuelles Beschäftigungsverbot anordnen zu lassen, demzufolge Sie dann mit vollem Gehalt versetzt oder beurlaubt werden.

Tipps gegen Sodbrennen

  •  Setzen Sie sich zum Essen aufrecht hin
  • Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich
  • Vermeiden Sie hastiges, schnelles Essen
  • Verzichten Sie auf stark gewürzte, fetthaltige oder gebratene Speisen
  • Trinken Sie eine halbe Stunde nach dem Essen schluckweise Fenchel-, Melissen-, oder Kamillentee
  • Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die die Produktion der Magensäure fördern (Schokolade, Süßigkeiten, Kaffee,
    fettige Speisen,…)
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten
  • Gönnen Sie sich nach den Mahlzeiten eine Ruhepause
  • Nehmen Sie die letzte Mahlzeit mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen ein
    Lagern Sie Ihren Oberkörper nachts hoch

Welche vorbeugenden Massnahmen gibt es bezüglich einer Scheideninfektion?

Wundern Sie sich nicht über vermehrten Ausfluss während der Schwangerschaft – das ist völlig normal und harmlos solange dieser klar und geruchlos ist. Verwenden Sie Slipeinlagen oder Binden, jedoch keine Tampons, da diese die Scheidenwände noch zusätzlich reizen und austrocknen können. Achten Sie beim Toilettengang auf Hygiene und säubern Sie sich grundsätzlich von vorne nach hinten, um eine Keimverschleppung zu verhindern.
Bei Vorliegen einer Scheideninfektion sollte diese unverzüglich behandelt werden, da sie die häufigste Ursache für vorzeitige Wehen und Frühgeburten darstellt. In aller Regel kann sie durch eine Ansäuerung mit Hilfe von Laktobazillus-Scheidenzäpfchen erfolgreich therapiert werden. Das gilt allerdings nicht für Pilzinfektionen, da Wachstum und Vermehrung der Pilze nicht vom pH-Wert der Scheide abhängig sind. Keinesfalls sollten Sie während der Schwangerschaft Scheidenspülungen oder Intimsprays verwenden, da diese durch Zerstörung des natürlichen Scheidenmilieus die Entstehung einer Scheideninfektion begünstigen.

Kann eine Pilzinfektion der Scheide die Gesundheit meines Babys beeinträchtigen? 

Die Besiedelung unseres Körpers mit Pilzen ist physiologisch. Sie werden durch das körpereigene Immunsystem in ihrer Ausbreitung kontrolliert. Aufgrund einer Störung des Immunsystems bzw. Störung des physiologischen Milieus können sich Pilze unkontrolliert vermehren. Es kommt zu einer Pilzinfektion. Bei 30-40% der Schwangeren manifestiert sich diese im Genitalbereich. Dadurch, dass Pilzinfektionen den pH-Wert der Scheide nicht verändern, sind sie nicht durch eine pH-Messung erfassbar. Meist klagen die Schwangeren über Juckreiz und Brennen und es finden sich weißliche Beläge in der Scheide.
Beim Durchtritt durch den Geburtskanal können Pilzinfektionen der Scheide auf das Kind übertragen werden. Zu etwa 80 Prozent werden die Hefepilze auf die Haut des Neugeborenen übertragen und von dort können sie leicht die Mundhöhle und den Verdauungstrakt besiedeln. Dies spielt vor allem bei Frühgeborenen eine Rolle. Es  wird daher empfohlen, bei Schwangeren ab der 34. Schwangerschaftswoche, verstärkt auf eine Pilzinfektion zu achten und diese gegebenenfalls zu behandeln.

Warum müssen Blasenentzündungen in der Schwangerschaft immer behandelt werden? Wie kann ich mich schützen?

Blasenentzündungen entstehen durch eine bakterielle Infektion der Harnwege. Typische Anzeichen für eine Blaseninfektion sind häufiges Wasserlassen, Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen und manchmal auch etwas Blut im Urin. Sollten Sie den Verdacht einer Blasenentzündung haben, vereinbaren Sie direkt einen Termin beim Arzt, denn eine sofortige Behandlung ist wichtig, damit die Entzündung sich nicht ausweitet.
Prinzipiell werden bei jeder Vorsorgeuntersuchung während der Schwangerschaft die Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Eiweiß und Nitrit-Werte im Urin kontrolliert. Besonders im der zweiten Schwangerschaftsdrittel wird bei dieser Untersuchung häufig eine erhöhte Bakterienanzahl im Harn (Bakteriurie) diagnostiziert. Hierfür können mehrere Ursachen verantwortlich sein: Der veränderte Säuregrad (pH-Wert) des Urins während der Schwangerschaft sowie die Harnwegs-Einengung aufgrund der Größenzunahme der Gebärmutter, die eine ungehinderte Bakterienvermehrung zur Folge haben können.
Dies kann schließlich in frühzeitigen Wehen oder in einer schweren Nierenbeckenentzündung (Schwangerschaftspyelonephritis) mit weiteren Komplikationen münden – daher ist es sinnvoll, jeglichen Harnwegsinfekt mit Antibiotika zu therapieren.
Zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten ist es ratsam, ausreichend – am besten Wasser oder Sprudel - zu trinken!

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Geburtsvorbereitungskurs? 

In aller Regel beinhalten die meisten Kurse eine wöchentliche Doppelstunde für ca. sieben Wochen. Um diesen gesamten Kurszeitraum nutzen zu können ist es empfehlenswert, spätestens in der 30. SSW  damit zu beginnen. Die Kurse können an jedem Kurstermin für beide Elternteile oder auch nur für die Schwangere sein. Meist wird eine Kombination angeboten (bei einigen Themen kommt der Partner mit). Es ist von Vorteil, wenn Sie einen Geburtsvorbereitungskurs in der Klinik besuchen, in der Sie die Entbindung wünschen, dann  lernen Sie die Hebamme/n und die Räumlichkeiten schon kennen.

Wie kann ich bei vorliegen einer Muttermundschwäche eine Frühgeburt vermeiden? 

Eine Muttermundschwäche ( Zervixinsuffizienz ) kommt am häufigsten zwischen dem 4. und 6. Schwangerschaftsmonat vor. Es handelt sich um eine Verkürzung und ggf. vorzeitige Öffnung des Gebärmutterhalses. Meist findet sie sich bei Mehrlingsschwangerschaften, nach einer Gebärmutteroperation oder als Folge einer Scheideninfektion.
In aller Regel kann durch Schonung des Körpers, strikte Zigarettenabstinenz und gegebenenfalls Infektsanierung in der Scheide eine Frühgeburt vermieden werden.
Zu beachten gilt jedoch, dass der pH-Wert im Scheidenbereich regelmäßig mit Hilfe von Teststäbchen aus der Apotheke zu kontrollieren ist um Infektionen zu erkennen. Sollten Infektionen vorliegen, ist eine rasche sorgfältige Behandlung zwingend notwendig.
Wenn Sie eine ausgeprägte Muttermundschwäche haben, besteht die Möglichkeit eines Muttermundsverschlusses (Cerclage oder totaler Muttermundverschluss).
Bei der Cerclage wird etwa im 4.Schwangerschaftsmonat der Gebärmutterhals mit Hilfe eines Kunststoffbändchens umschlungen und wie ein Beutel zusammengezogen. Bei dem totalen Muttermundverschluss erfolgt zusätzlich noch ein Verschluss des Gebärmutterhalskanals um zu verhindern, dass Keime aus der Scheide in die Gebärmutter aufsteigen. Die Cerclage wird routinemäßig nach der vollendeten 37. SSW entfernt.

Warum müssen Blasenentzündungen in der Schwangerschaft immer behandelt werden? wie kann ich mich schützen?

Blasenentzündungen entstehen durch eine bakterielle Infektion der Harnwege. Typische Anzeichen für eine Blaseninfektion sind häufiges Wasserlassen, Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen und manchmal auch etwas Blut im Urin. Sollten Sie den Verdacht einer Blasenentzündung haben, vereinbaren Sie direkt einen Termin beim Arzt, denn eine sofortige Behandlung ist wichtig, damit die Entzündung sich nicht ausweitet.
Prinzipiell werden bei jeder Vorsorgeuntersuchung während der Schwangerschaft die Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Eiweiß und Nitrit-Werte im Urin kontrolliert. Besonders im der zweiten Schwangerschaftsdrittel wird bei dieser Untersuchung häufig eine erhöhte Bakterienanzahl im Harn (Bakteriurie) diagnostiziert. Hierfür können mehrere Ursachen verantwortlich sein: Der veränderte Säuregrad (pH-Wert) des Urins während der Schwangerschaft sowie die Harnwegs-Einengung aufgrund der Größenzunahme der Gebärmutter, die eine ungehinderte Bakterienvermehrung zur Folge haben können.
Dies kann schließlich in frühzeitigen Wehen oder in einer schweren Nierenbeckenentzündung (Schwangerschaftspyelonephritis) mit weiteren Komplikationen münden – daher ist es sinnvoll, jeglichen Harnwegsinfekt mit Antibiotika zu therapieren.Zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten ist es ratsam, ausreichend – am besten Wasser oder Sprudel - zu trinken!

Der ständige Juckreiz macht mich verrückt, wie kann ich darauf adäquat reagieren?

Der so genannte „Schwangerschaftsjuckreiz“ entsteht einerseits aufgrund des veränderten Hormonhaushaltes, der u.a. mit verstärktem Schwitzen einhergeht, andererseits bedingt durch die Hautdehnung. Diese Problematik wird zudem durch trockene Haut begünstigt. Manchmal hilft es hierbei, sich fettarm zu ernähren, keine Seife zu benutzen und harnsäurehaltige Cremes zu verwenden.

Seit ich schwanger bin neige ich zu Pickeln und Mitessern – meine schwangere Freundin hat aber besonders schöne haut - woran liegt das? 

Die Schwangerschaft geht mit einer veränderten Hormonsituation einher, die viele körperliche Veränderungen nach sich zieht. Haut, Haare und Ihr Stoffwechsel können davon betroffen sein und auch Ihr Körpergefühl kann sich in dieser Zeit verändern.
Auf die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft reagieren Frauen sehr unterschiedlich. Während sich bei der einen Frau die Hautbeschaffenheit verbessert, treten bei der anderen vermehr Unreinheiten auf. Unreinheiten und Akne können entweder aufgrund der erhöhten Durchblutung der Haut völlig verschwinden aber sich durch gesteigerte Talg - und Schweißdrüsenaktivität bei manchen Frauen auch verstärken. Trockene Hauttypen mögen während dieser Zeit zu fettigerer Beschaffenheit neigen. Das Schwangerschaftshormon Gestagen führt zu einer verstärkten Wassereinlagerung, wodurch die Haut elastischer, praller und glatter werden und kleine Falten „aufgepolstert“ werden können.

Tipps gegen Krampfadern

  • Aktivieren Sie Ihre Muskeln in den Unterschenkeln durch sporliche Betätigung wie Radfahren, Schwimmen oder Spazierengehen
  • Verzichten Sie auf heiße Bäder oder häufiges Saunieren
  • Regen Sie die Durchblutung Ihrer Beine durch kalt-warme Wechselduschen an
  • Fördern Die den venösen Rückstrom des Blutes durch häufigeres Hochlagern der Beine oder durch das Tragen von Thrombosestrümpfe
  • Vermeiden Sie enge bzw. hochhackige Schuhe und einschnürende Strümpfe
  • Tragen Sie Thrombosestrümpfe, wenn Sie lange stehen oder sitzen müssen z.B. auf Reisen

Wie sieht es mit Radfahren während der Schwangerschaft aus? 

Prinzipiell ist Radfahren eine äußerst günstige Sportart für die Zeit der Schwangerschaft. Durch die Bewegung Ihrer Beine werden die Muskeln angespannt und damit der Blutrückstrom zu Ihrem Herzen gefördert. Dies wirkt der Entstehung von Krampfadern aktiv entgegen. Wenn sich bereits an Gewicht zugenommen haben, nimmt Ihnen der Drahtesel einen Teil der Last ab. Deshalb ist Radfahren gerade auch bei Übergewicht in der Schwangerschaft besonders empfehlenswert, da Ihre Gelenke durch den reduzierten Gewichtsdruck geschont werden.
Neben Radfahren, Schwimmen und Aqua-Fitness sind Spazierengehen, Wandern bis 1300 m Höhe (trainierte Schwangere dürfen auch bis 2.000m aufsteigen), Walking, sanftes Joggen, Aerobic sowie mäßiges Kraft- oder Gerätetraining im Studio (lassen Sie sich von einem kompetenten Trainer beraten!) empfehlenswert. Oder versuchen Sie es mal mit leichtem Tanzen! Ihr Kleines wird sich über die wiegenden Bewegungen freuen!

In welchem Ausmass ist Lauftraining während der Schwangerschaft noch vertretbar? 

Leichter, regelmäßiger Sport ist für Sie als werdende Mutter sehr gut. Wenn Sie sich in einem guten Trainingszustand befinden, steht sportlicher Betätigung nichts im Wege. Allerdings ist es stets wichtig, dass Sie die Signale, die Ihnen Ihr Körper gibt, wahrnehmen und Ihr Training beenden, sobald es Ihr Wohlbefinden beeinträchtigt. Voraussetzung für Ihr Wohlbefinden ist, dass Sie im so genannten aeroben Bereich joggen, denn nur in diesem Bereich wird das Blut (und damit der Fetus) ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Sie sollten sich beim Laufen mit Leichtigkeit noch unterhalten können, dann haben Sie die richtige Geschwindigkeit. Noch besser ist, das Tempo mit einer Pulsuhr zu kontrollieren; dabei sollten Sie Werte von 130 bis 140 Schlägen / Minute nicht überschreiten.
Sinnvolle Alternativen zum Laufen sind Schwimmen, Gymnastik, Fahrradfahren, Wandern oder Nordic Walking. Nicht geeignet sind Leistungssport, Kraftsportarten und Sportarten mit kurzfristigen Erschütterungen und Belastungen (Reiten, Tennis, Squash). Übertriebenes Training ist während der Schwangerschaft äußerst kontraproduktiv. Studien belegten, dass durch die hauptsächliche Sauerstoffversorgung der Muskulatur eine Sauerstoffunterversorgung des Fetus induziert wird. Folge kann ein verringertes Geburtsgewicht sein!

Ich möchte während meiner Schwangerschaft noch einmal in den Urlaub fahren - muss ich dabei etwas bestimmtes bedenken? 

Die günstigste Phase zum Reisen ist das zweite Schwangerschaftsdrittel (2. Trimenon), d.h. zwischen der 14. und 28. SSW. In diesem Zeitraum haben Sie sich wahrscheinlich von den Beschwerden des Schwangerschaftsbeginns erholt und sind auch noch relativ beweglich.
Bei problemlosem Schwangerschaftsverlauf kann – je nach Fluggesellschaft - bis zur 34. bzw. 36. SSW geflogen werden. Die Flugdauer sollte aber im Normalfall nicht mehr als 4 Stunden betragen.
Bei allen längeren Reisen mit dem Auto oder Flugzeug sollten Sie am besten Kompressionsstrümpfe tragen und regelmäßig aufstehen bzw. Ihre Zehen bewegen, um die Durchblutung anregen. Vor Ort sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und nur gekochte Speisen und abgefülltes Mineralwasser zu sich nehmen.
Fragen Sie Ihre/n Frauenärztin/arzt bezüglich einer sinnvollen Ausstattung Ihrer Reiseapotheke und schließen Sie am besten auch eine Reiserücktritts- und eine Rücktransportversicherung ab!
Als passionierte und erfahrene Saunagängerin spricht natürlich auch nichts gegen Saunieren im Urlaub – als Maßstab gilt Ihr Wohlgefühl! Allerdings sollten Sie abrupte Temperaturwechsel wie z.B. die eiskalte Dusche nach Ihrem Saunagang vermeiden und die Anzahl der Saunagänge pro Besuch gering halten.Vorsichtig sollten Sie auch hinsichtlich einer möglichen Infektionsgefahr bei Whirlpools sein. In dem  beheizten Wasser können sich Bakterien in kurzer Zeit relativ stark vermehren und so leicht zu einer Infektionsquelle für Sie werden.

Schadet Sex bzw. der Orgasmus meinem Kind?

Wie sich Ihr Liebesleben in der Schwangerschaft verändert, lässt sich im Voraus nicht sagen. Prinzipiell gilt, dass alles, was Ihnen gut tut natürlich erlaubt ist!
Denn gerade während der Schwangerschaft erleben viele Frauen die Liebe sogar als besonders lustvoll, da Klitoris und Vagina besser durchblutet sind und die Scheide feuchter ist.
Als Reaktion auf das Ejakulat kann es nach dem Geschlechtsverkehr zu leichten wehenähnlichen Kontraktionen der Gebärmutter kommen, die aber nicht mit vorzeitigen, geburtseinleitenden Wehen zu verwechseln sind. Ursache ist das wehenfördernde Hormon Prostaglandin, das im Ejakulat enthalten ist (und auch im Krankenhaus in höherer Dosierung zum Einleiten genutzt wird). Und auch das Hartwerden Ihres Bauches beim Orgasmus ist völlig ungefährlich für Ihr Kleines – sehen Sie es als ein gutes Training für die Geburt!
Um den Geburtstermin herum, wenn die Gebärmutter schon wehenbereit ist, bietet sich Sex sogar als Mittel zur natürlichen Wehenstimulation an.
Es gibt nur wenige medizinische Indikationen – z.B. vorzeitige Öffnung des Muttermundes, Blutungen oder vorzeitige Wehen –, bei denen von Geschlechtsverkehr abzuraten ist. Sprechen Sie am besten offen mit Ihrer/m betreuenden Frauenärztin/arzt darüber.

Ist es schlimm, wenn ich nach dem Geschlechtsverkehr etwas Blut verloren habe?

Nach dem Geschlechtsverkehr, nach einer Untersuchung oder Überanstrengung können so genannte Kontaktblutungen auftreten. Die Blutungsquelle befindet sich in den meisten Fällen am äußeren Muttermund, der während der Schwangerschaft noch empfindlicher ist. Prinzipiell ist es sinnvoll, bei jeglicher stärkerer Blutung nach dem Geschlechtsverkehr Ihren Arzt zu konsultieren.

Ich bin so unglücklich über das nachfettende Verhalten meiner Haare in den ersten Schwangerschaftsmonaten. Was ist die Ursache und was kann ich dagegen tun? 

Auslöser ist der hohe Östrogenspiegel während der Schwangerschaft. Dieser bedingt eine gesteigerte Talgproduktion der Kopfhaut mit der Folge fettiger Haare. Sie können der gesteigerten Talgproduktion nur durch häufiges Haare waschen entgegenwirken.
Versuchen Sie es mit wenig mildem Shampoo, weil die Haare durch das ständige Haare waschen mit viel Shampoo schwerer werden.
Es kann sinnvoll sein, sich alle 4 Wochen die Spitzen schneiden zu lassen, weil diese in der Schwangerschaft zur Austrocknung neigen.
Möglicherweise werden Sie in der zweiten Schwangerschaftshälfte, wenn Ihr Körper sich an die veränderte hormonelle Situation angepasst hat, von der Schönheit Ihrer Haare überrascht sein.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Geburtsvorbereitungskurs? 

In aller Regel beinhalten die meisten Kurse eine wöchentliche Doppelstunde für ca. sieben Wochen. Um diesen gesamten Kurszeitraum nutzen zu können ist es empfehlenswert, spätestens in der 30. SSW  damit zu beginnen. Die Kurse können an jedem Kurstermin für beide Elternteile oder auch nur für die Schwangere sein. Es ist von Vorteil, wenn Sie einen Geburtsvorbereitungskurs in der Klinik besuchen, in der Sie die Entbindung wünschen. Sie lernen die Hebamme/n und die Räumlichkeiten dann schon kennen.

Wird die Gesundheit meines Babys durch laute Musik gefährdet? 

Welche Schwangere kennt das nicht - Sie genießen gerade ein Konzert und ihr Baby im Bauch scheint zu tanzen. Oder sie besuchen ein Rockkonzert und das Baby tobt – manchmal so wild, dass es sogar unangenehm wird.
Der Gehörsinn Ihres Babys ist ab der 20.SSW bereits gut entwickelt. So kann ihr Kleines nun schon zwischen väterlicher und mütterlicher Stimme unterscheiden.
Generell haben klassische Klänge eher beruhigende und Rockmusik eine eher aufregende Wirkung auf Ihr Kleines. Dennoch ist gegen einen gelegentlichen Konzertbesuch eines Rockmusikers nichts einzuwenden – solange Sie Ihr Kind nicht über längere Zeit einer ausgeprägten Lärmexposition (> 80dBA) aussetzen.

Ich würde gerne mehr als die drei vorgeschriebenen Ultraschalluntersuchungen machen lassen. Ist dies möglich?

Die Inhalte der Schwangerenvorsorge sind gesetzlich in den Mutterschaftsrichtlinien festgelegt. Von den Kassen werden die dort aufgeführten Untersuchungen gezahlt. Alle zusätzlichen Leistungen, wie etwa eine „Nackenfaltenmessung“, ein so genannter Fehlbildungsultraschall oder zusätzliche Ultraschalluntersuchungen werden ohne medizinischen Grund (Indikation) nicht von den Krankenkassen getragen. Innerhalb einer gesunden Schwangerschaft sind demnach zusätzliche Ultraschalluntersuchungen individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) Ihres Gynäkologen. Selbstverständlich ist Ihnen freigestellt, diese zusätzlichen Untersuchungen auf eigene Kosten durchführen zu lassen.

Sind Doppler-Ultraschalluntersuchungen nicht grundsätzlich sinnvoll?

Die Standard Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge sind ausreichend, um den Verlauf einer Schwangerschaft zu beurteilen.
Bei Mehrlingsschwangerschaften oder bei begründetem Verdacht auf eine Störung der Schwangerschaft z.B. durch einen Schwangerschaftsbluthochdruck, wird Ihr Frauenarzt/Ärztin eine Doppler-Ultraschalluntersuchung durchführen bzw. veranlassen.
Durch die Doppler-Ultraschalluntersuchung kann die Durchblutung mütterlicher und kindlicher Gefäße gemessen und damit die Funktionsfähigkeit einzelner Organe, als auch die Blutversorgung Ihres Kindes untersucht werden.
Eine dopplersonographische Untersuchung sollte wenn überhaupt erst in der zweiten Schwangerschaftshälfte durchgeführt werden.

Meine Plazenta sitzt vor dem inneren Muttermund – ist so überhaupt eine normale Geburt möglich?

Bei einer von 200 Schwangerschaften sitzt die Plazenta „vor dem Wege“ (= Plazenta praevia), d.h. in der unmittelbaren Nähe oder direkt vor dem inneren Muttermund.
Überdeckt der Mutterkuchen komplett den inneren Muttermund (Plazenta praevia totalis), ist einerseits aufgrund des versperrten Geburtsweges andererseits wegen einer möglicherweise lebensbedrohlichen Blutung bei Auftreten von Geburtswehen ein Kaiserschnitt notwendig.
Reicht die Plazenta nur an den Rand (Plazenta praevia marginalis) oder überdeckt den inneren Muttermund nur zum Teil (Plazenta praevia partialis), dann ist die Gefahr einer.lebensbedrohlichen Blutung bei Wehentätigkeit deutlich geringer. Dennoch kann auch hier eine Schnittentbindung nicht ausgeschlossen werden. In jedem Fall ist eine konsequente Überwachung des Verlaufs der Spätschwangerschaft  äußerst wichtig und eine Vorstellung bei Ihrem Frauenarzt bei jeder Blutung indiziert.

Wird mein Kind sich aus seiner momentanen Lage mit  Kopf nach oben noch drehen?

Die Beckenendlage (Steißlage) ist im Verlauf der Schwangerschaft eine ganz normale Lage, die der Embryo immer wieder mal einnimmt und immer wieder mal gegen andere Positionen eintauscht. Allerdings: Je größer das ungeborene Kind wird, desto weniger Platz bleibt im Mutterleib für turbulente Drehungen und Wendungen.
So wird eine Beckenendlage bei der 2. Ultraschalluntersuchung noch in ca. 50% beobachtet.
Ungefähr ab der 32. Woche haben 90 Prozent der Kinder ihre endgültige Geburtsposition eingenommen. Nur 3-5% aller Babys liegen um den errechneten Termin tatsächlich noch in Beckenendlage - d.h. die anderen 5-7% ändern tatsächlich noch kurz vor der Geburt ihre Lage.
Es gibt verschiedene Methoden, das Kind in Schädellage zu bringen. Die Akupunktur und homöopathische Mittel werden erfolgreich zur Wendung von Beckenendlagen verwendet. Bleiben diese Methoden erfolglos, bestehen noch die Möglichkeiten einer Drehung durch das geburtshilfliche Team unter Gabe von wehenhemmenden Mitteln. Generell wird bei Beckenendlagen heute meist ein Kaiserschnitt durchgeführt, aber auch eine normale Geburt aus Beckenendlage ist möglich.

Ich bin eine regelmässige Saunagängerin. Darf ich die in der Schwangerschaft so beibehalten?

Wenn Sie schon bisher eine passionierte Saunagängerin waren, spricht auch weiterhin nichts gegen regelmäßige Saunabesuche. Wenn Sie allerdings selten bzw. noch nie sauniert haben, sollten Sie nicht zu Beginn der Schwangerschaft damit anfangen. Warten Sie die ersten 12-16 Schwangerschaftswochen ab, dann hat Ihr Körper sich an die neue Situation Schwangerschaft angepasst und verträgt kurze Saunabesuche mit Temperaturen im niedrigen Bereich. Vermeiden Sie abrupte Temperaturwechsel wie z.B. die eiskalte Dusche nach Ihrem Saunagang und versuchen Sie die Anzahl der Saunagänge pro Besuch gering zu halten. Dann spricht nichts gegen weitere Saunabesuche!

Gibt es eine empfohlene Höchsttemperatur für das Badewasser in der Schwangerschaft?

In aller Regel ist daher ein warmes Entspannungsbad unbedenklich. Um Ihren Kreislauf durch einen zu starken Blutdruckabfall jedoch nicht zu sehr zu strapazieren, sollten Sie aber nicht zu heiß baden. Die Wassertemperatur sollte keinesfalls 39°C überschreiten, da die Körperkerntemperatur die Körpertemperatur des Fetus beeinflusst, der zu einer selbstständigen Temperaturregulation noch nicht fähig ist.

Ich verwende gerne eine Wärmflasche. Spricht in der Schwangerschaft was dagegen?

Das kommt auf die Temperatur an. Auch wenn Ihnen eine Wärmflasche während der Schwangerschaft gut tut, so kann diese, bei zu hohen Temperaturen gesundheitsgefährlich für das ungeborene Kind sein. Aus diesem Grund darf das Wasser der Wärmflasche nie die 40 °C Grenze überschreiten, denn nur dann können Sie sicher gehen, dass die Körperkerntemperatur nicht in extremem Ausmaß ansteigt. Eine empfehlenswerte Alternative ist das Kirschkernkissen.

Schadet Sex bzw. der Orgasmus meinem kind?

Wie sich Ihr Liebesleben in der Schwangerschaft verändert, lässt sich im Voraus nicht sagen. Prinzipiell gilt, dass alles, was Ihnen gut tut natürlich erlaubt ist!
Denn gerade während der Schwangerschaft erleben viele Frauen die Liebe sogar als besonders lustvoll, da Klitoris und Vagina besser durchblutet sind und die Scheide feuchter ist.
Als Reaktion auf das Ejakulat kann es nach dem Geschlechtsverkehr zu leichten wehenähnlichen Kontraktionen der Gebärmutter kommen, die aber nicht mit vorzeitigen, geburtseinleitenden Wehen zu verwechseln sind. Ursache ist das wehenfördernde Hormon Prostaglandin, das im Ejakulat enthalten ist (und auch im Krankenhaus in höherer Dosierung zum Einleiten genutzt wird). Und auch das Hartwerden Ihres Bauches beim Orgasmus ist völlig ungefährlich für Ihr Kleines – sehen Sie es als ein gutes Training für die Geburt!
Um den Geburtstermin herum, wenn die Gebärmutter schon wehenbereit ist, bietet sich Sex sogar als Mittel zur natürlichen Wehenstimulation an.
Es gibt nur wenige medizinische Indikationen – z.B. vorzeitige Öffnung des Muttermundes, Blutungen oder vorzeitige Wehen –, bei denen von Geschlechtsverkehr abzuraten ist. Sprechen Sie am besten offen mit Ihrer/m betreuenden Frauenärztin/arzt darüber.

Ist es schlimm, wenn ich nach dem Geschlechtsverkehr etwas Blut verloren habe?

Nach dem Geschlechtsverkehr, nach einer Untersuchung oder Überanstrengung können so genannte Kontaktblutungen auftreten. Die Blutungsquelle befindet sich in den meisten Fällen am äußeren Muttermund, der während der Schwangerschaft noch empfindlicher ist. Prinzipiell ist es sinnvoll, bei jeglicher stärkerer Blutung nach dem Geschlechtsverkehr Ihren Arzt zu konsultieren.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Geburtsvorbereitungskurs?

In aller Regel beinhalten die meisten Kurse eine wöchentliche Doppelstunde für ca. sieben Wochen. Um diesen gesamten Kurszeitraum nutzen zu können ist es empfehlenswert, spätestens in der 30. SSW  damit zu beginnen. Die Kurse können an jedem Kurstermin für beide Elternteile oder auch nur für die Schwangere sein. Es ist von Vorteil, wenn Sie einen Geburtsvorbereitungskurs in der Klinik besuchen, in der Sie die Entbindung wünschen. Sie lernen die Hebamme/n und die Räumlichkeiten dann schon kennen.

Stellt der Verzehr von Sushi während der Schwangerschaft ein Problem dar?

Erfahrungsgemäß ist es äußerst sinnvoll, sich in der Schwangerschaft fischreich zu ernähren. Seefische versorgen den Körper mit wertvollem Eiweiß, dem lebensnotwendigen Mineralstoff Jod sowie wichtigen Omega-3-Fettsäuren.Äußerst zurückhaltend sollten Sie jedoch bezüglich rohen sowie geräucherten Fischprodukten und Muscheln sein. Beispiele hierfür sind Sushi, Matjes, Hering, Räucherlachs und Austern. Diese weisen ein deutlich erhöhtes Risiko für Listerien-Befall auf. Erhitzen Sie deshalb alle Fische, Fischprodukte und Meeresfrüchte, um diese dann unbesorgt genießen zu können.

Birgt der Anschnallgurt oder der Airbag im Auto eine Gefahr für Schwangere?

Seitdem viele Autos mit Airbags ausgerüstet sind, vertrauen viele schwangere Frauen allein auf den Airbag und gurten sich nicht mehr an. Eine gefährliche Fehleinschätzung! Denn gerade durch Gurt und Airbag sind Mutter und Kind optimal geschützt. Durch die Luftfüllung des Airbags im Kopf- und Brustbereich schützt dieser vor einem harten Aufprall und verringert das Quetschen durch den Sicherheitsgurt. Beide Schutzmaßnahmen sind daher für Schwangere eine äußerst sinnvolle Sicherheitsmaßnahme.

Ich bin passionierte Motorradfahrerin – wie sollte ich mich in der Schwangerschaft verhalten?

Welche Risiken Sie eingehen wollen, sollten Sie selber entscheiden. Vertretbar ist Motorradfahren ausschließlich unter folgenden Voraussetzungen: Ihre Schwangerschaft muss bisher komplikationslos verlaufen sein, Sie sind Beifahrerin und Sie fahren auf möglichst erschütterungsfreien Straßen. Tatsächlich können sich die Vibrationen beim Motorradfahren (vor allem bei Einzylindern und Choppern) negativ auf eine Schwangerschaft auswirken. Dies gilt insbesondere in den ersten Monaten und am Ende der Schwangerschaft.
Als Fahrerin werden Sie durch das Gewicht zu sehr belastet und Ihr veränderter Gleichgewichtssinn stellt eine zu große Gefahr dar. Grundsätzlich sollten Sie das enorme Unfallrisiko nicht unterschätzen.

Ich leide unter Sodbrennen und Magenschmerzen.

Die wachsende Gebärmutter drückt zunehmend auch auf den Magen, so dass immer häufiger die Magensäure in die Speiseröhre hoch steigt und zu Sodbrennen führen kann. So leidet etwa jede zweite Frau im Laufe der Schwangerschaft unter Sodbrennen.
Möglicherweise zwingen Sie die Beschwerden zu einer Umstellung Ihres Essverhaltens. Versuchen Sie herauszufinden was Ihnen Sodbrennen bereitet und meiden Sie diese Nahrungsmittel. Setzen Sie sich beim Essen möglichst aufrecht und essen bewusst und langsam. Nehmen Sie weniger säurebildende Speisen wie Kaffee, Zitrusfrüchte und Fettes wie Schokolade und andere Süßigkeiten zu sich oder versuchen sie zumindest diese Nahrungsmittel nur gelegentlich zu sich zu nehmen. Legen Sie den Schwerpunkt auf Nahrungsmittel, die die Magensäure neutralisieren, wie z.B. Joghurt, Milch, Tomaten, Kartoffeln etc. oder trinken Sie eine halbe Stunde nach dem Essen schluckweise Fenchel- oder Kamillentee. Zu kurzfristiger Milderung der Beschwerden verhelfen auch langsam zerkaute Haselnüsse. Versuchen sie auch nachts mit leicht erhöhtem Oberkörper zu schlafen – so kann die Magensäure nicht in Ihre Speiseröhre übertreten.

Tipps gegen Sodbrennen
  • Setzen Sie sich zum Essen aufrecht hin
  • Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich
  • Vermeiden Sie hastiges, schnelles Essen
  • Verzichten Sie auf stark gewürzte, fetthaltige oder gebratene Speisen
  • Trinken Sie eine halbe Stunde nach dem Essen schluckweise Fenchel-, Melissen-, oder Kamillentee
  • Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die die Produktion der Magensäure fördern (Schokolade, Süßigkeiten, Kaffee, fettige Speisen,…)
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten
  • Gönnen Sie sich nach den Mahlzeiten eine Ruhepause
  • Nehmen Sie die letzte Mahlzeit mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen ein
  • Lagern Sie Ihren Oberkörper nachts hoch
Schadet Sex bzw. der Orgasmus meinem Kind?

Wie sich Ihr Liebesleben in der Schwangerschaft verändert, lässt sich im Voraus nicht sagen. Prinzipiell gilt, dass alles, was Ihnen gut tut natürlich erlaubt ist! Denn gerade während der Schwangerschaft erleben viele Frauen die Liebe sogar als besonders lustvoll, da Klitoris und Vagina besser durchblutet sind und die Scheide feuchter ist. Als Reaktion auf das Ejakulat kann es nach dem Geschlechtsverkehr zu leichten wehenähnlichen Kontraktionen der Gebärmutter kommen, die aber nicht mit vorzeitigen, geburtseinleitenden Wehen zu verwechseln sind. Und auch das Hartwerden Ihres Bauches beim Orgasmus ist völlig ungefährlich für Ihr Kleines – sehen Sie es als ein gutes Training für die Geburt! Um den Geburtstermin herum, wenn die Gebärmutter schon wehenbereit ist, bietet sich Sex sogar als Mittel zur natürlichen Wehenstimulation an. Es gibt nur wenige medizinische Indikationen – z.B. vorzeitige Öffnung des Muttermundes, Blutungen oder vorzeitige Wehen –, bei denen von Geschlechtsverkehr abzuraten ist. Sprechen Sie am besten offen mit Ihrer/m betreuenden Frauenärztin/arzt darüber.

Meine Gebärmutter hat sich seit meiner letzten Geburt leicht gesenkt. Sollte ich nun etwas bestimmtes beachten?

Die Gebärmuttersenkung geht häufig mit einer Senkung der Blase und des umgebenden Gewebes einher. Dies kann unter Umständen zu einer Blasenschwäche und eventuell sogar zu leichter Harninkontinenz (unwillkürlichem Urinabgang) führen. Zudem können sich ein Druckgefühl und ein „Ziehen“ nach unten im Unterleib einstellen. Unter Umständen entstehen dabei Schwierigkeiten, den Enddarm zu entleeren.
Bei der Geburt selbst ist eine Gebärmutter- oder Beckenbodensenkung eher von Vorteil, denn ein entspannter, lockerer Beckenboden erleichtert den Geburtsvorgang enorm. Auf alle Fälle ist es äußerst wichtig, an einem Vorbereitungskurs für die Geburtteilzunehmen um Beckenbodenübungen sowie Übungen zur Förderung des Körperbewusstseins zu erlernen. Jegliche Form von Beckenbodentraining kann das tragende Gewebe soweit stärken, dass sich die Beschwerden bessern oder sogar ganz verschwinden. Das Training kann durch östrogenhaltige Vaginalzäpfchen oder Tabletten unterstützt werden.

Wie kann ich eine Gebärmuttersenkung bzw. Inkontinenz vorbeugen?

Um einer Beckenbodensenkung oder Inkontinenz nach der Geburt vorzubeugen, können Sie schon jetzt mit speziellen Übungen Ihren Beckenboden trainieren.
Die folgenden Übungen sollen Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen.
Versuchen Sie beim Einatmen in den Bauch den Beckenboden zu entspannen und ihn beim Ausatmen anzuspannen. Halten Sie bei jeder Übung die Beckenbodenmuskulatur für 10 Sekunden angespannt und denken dabei an einen imaginären Urinstrahl, denSie unterbrechen oder ein Reiskorn, das Sie in sich aufsaugen möchten. Anschließend entspannen Sie wieder für 10-15 Sekunden und wiederholen jede Übung am besten 10 Mal.

  • Übung 1:
    (Vorbereitungsübung – damit Sie wissen, wo sich der Beckenboden überhaupt befindet):
    Ziehen Sie sich bequeme Kleidung an und machen es sich dann auf der Seite bequem. Am besten Sie unterstützen Ihren Kopf mit einem Kissen. Tasten Sie nun die knöchernen Begrenzungen (Schambein, Steißbein, rechter und linker Sitzbeinhöcker).
    Legen Sie einen Finger auf den Damm und spannen nun die Beckenbodenmuskulatur an. Zur Kontrolle legen Sie Ihre andere Hand ans Gesäß: Hier sollten Sie keine Spannung verspüren! Versuchen Sie nun, Schambein und Steißbein einander zu nähern.
  • Übung 2:
    Setzen Sie sich aufrecht auf einen harten Stuhl und spannen dann den Beckenboden an. Legen Sie Ihre Hand zur Kontrolle ans Gesäß – hier spüren Sie keine Spannung! Ziehen Sie bei der Ausatmung gleichzeitig den Bauch ein. Dabei entsteht eine Spannung in der Bauchmuskulatur, diese Spannung halten und weiteratmen. Machen Sie nach 3 Atemzügen eine kurze Pause, nach 6 Atemzügen können Sie den Beckenboden locker lassen.
  • Übung 3: Diese Übung fördert die Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Beckens.
    Nehmen Sie den Vierfüßlerstand ein, d.h. die Hände stehen unter den Schultern, die Knie unter den Hüften. Die Fußrücken liegen auf der Unterlage. Beim Ausatmen spannen Sie den Beckenboden leicht an bzw. ziehen das Schambein zur Wirbelsäule, so dass sich das Becken aufrichtet. Beim Einatmen entspannen Sie und lassen die Wirbelsäule nach unten durchhängen.

Ist extrem starkes Strampeln meines Babys in irgendeiner Hinsicht gefährlich?

Nein. Durch das Fruchtwasser wird Ihr Baby äußerst gut geschützt. Und auch Ihre Organe können durch die kindlichen Tritte und Stöße nicht geschädigt werden, da die Gebärmutterwand und das Fruchtwasser als schützendes Polster zwischen Ihren Organen und Ihrem Baby liegen. Wenn Sie allerdings oft unter starken Schmerzen leiden, sollten Sie sicherheitshalber Ihren Frauenarzt informieren.

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen?

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

Tipps gegen Krampfadern

  • Aktivieren Sie Ihre Muskeln in den Unterschenkeln durch sporliche Betätigung wie Radfahren, Schwimmen oder Spazierengehen
  • Verzichten Sie auf heiße Bäder oder häufiges Saunieren
  • Regen Sie die Durchblutung Ihrer Beine durch kalt-warme Wechselduschen an
  • Fördern Die den venösen Rückstrom des Blutes durch häufigeres Hochlagern der Beine oder durch das Tragen von Thrombosestrümpfe
  • Vermeiden Sie enge bzw. hochhackige Schuhe und einschnürende Strümpfe
  • Tragen Sie Thrombosestrümpfe, wenn Sie lange stehen oder sitzen müssen z.B. auf Reisen

Bei mir hat sich ein Schwangerschaftsdiabetes entwickelt. Was passiert nach der Geburt?

Die meisten Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes zeigen nach der Entbindung sofort wieder normale Blutzuckerwerte. Dennoch sollte Sie bei Ihrem Frauen- oder Hausarzt einen Zucker-Belastungstest etwa 6 Wochen nach der Entbindung durchführen lassen.
Bei einer weiteren Schwangerschaft ist erneut mit einem Schwangerschaftsdiabetes zu rechnen. 20-40% der Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes entwickeln in den folgenden 20 Jahren einen Typ-II-Diabetes, allerdings kann der Ausbruch der Erkrankung  durch eine Ernährungsumstellung und Änderung der Lebensgewohnheiten häufig verzögert werden. Sinnvoll ist eine weitere Betreuung und ggf. Anbindung an eine diabetologische Ambulanz auch nach der Schwangerschaft.

Meine Plazenta sitzt vor dem inneren Muttermund – ist so überhaupt eine normale Geburt möglich?

Bei einer von 200 Schwangerschaften sitzt die Plazenta „vor dem Wege“ (= Plazenta praevia), d.h. in der unmittelbaren Nähe oder direkt vor dem inneren Muttermund.
Überdeckt der Mutterkuchen komplett den inneren Muttermund (Plazenta praevia totalis), ist einerseits aufgrund des versperrten Geburtsweges andererseits wegen einer möglicherweise lebensbedrohlichen Blutung bei Auftreten von Geburtswehen ein Kaiserschnitt notwendig.
Reicht die Plazenta nur an den Rand (Plazenta praevia marginalis) oder überdeckt den inneren Muttermund nur zum Teil (Plazenta praevia partialis), dann ist die Gefahr einer.lebensbedrohlichen Blutung bei Wehentätigkeit deutlich geringer. Dennoch kann auch hier eine Schnittentbindung nicht ausgeschlossen werden. In jedem Fall ist eine konsequente Überwachung des Verlaufs der Spätschwangerschaft  äußerst wichtig und eine Vorstellung bei Ihrem Frauenarzt bei jeder Blutung indiziert.

Welche Folgen hat eine Verkürzung des Gebärmutterhalses für die Geburt?

Der Gebärmutterhals hat außerhalb der Schwangerschaft eine Länge von rund zwei Zentimetern und mündet in den Muttermund. Der äußere Muttermund ist der Regel bis zur Geburt fest verschlossen. Im Verlauf der Schwangerschaft verlängert sich der Gebärmutterhals bis zu einer Länge von etwa vier Zentimetern.
Der Frauenarzt kann anhand der Ultraschalldiagnostik die Zervixlänge äußerst genau abmessen. Bei einer Verkürzung der Zervixlänge unter 2,5cm kann ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt vorliegen. Dann sind Bettruhe und regelmäßige Kontrolluntersuchungen angesagt bzw. ein Krankenhausaufenthalt nötig um wehenhemmende Substanzen zu applizieren.
Nach der 34. Schwangerschaftswoche werden die Länge des Gebärmutterhalses nicht mehr gemessen und auch vorzeitige Wehen nicht mehr gehemmt. Dann darf Ihr Kind – wenn es schon will – auf die Welt kommen. 

Warum müssen Blasenentzündungen in der Schwangerschaft immer behandelt werden? Wie kann ich mich schützen?

Blasenentzündungen entstehen durch eine bakterielle Infektion der Harnwege. Typische Anzeichen für eine Blaseninfektion sind häufiges Wasserlassen, Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen und manchmal auch etwas Blut im Urin. Sollten Sie den Verdacht einer Blasenentzündung haben, vereinbaren Sie direkt einen Termin beim Arzt, denn eine sofortige Behandlung ist wichtig, damit die Entzündung sich nicht ausweitet.
Prinzipiell werden bei jeder Vorsorgeuntersuchung während der Schwangerschaft die Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Eiweiß und Nitrit-Werte im Urin kontrolliert. Besonders im der zweiten Schwangerschaftsdrittel wird bei dieser Untersuchung häufig eine erhöhte Bakterienanzahl im Harn (Bakteriurie) diagnostiziert. Hierfür können mehrere Ursachen verantwortlich sein: Der veränderte Säuregrad (pH-Wert) des Urins während der Schwangerschaft sowie die Harnwegs-Einengung aufgrund der Größenzunahme der Gebärmutter, die eine ungehinderte Bakterienvermehrung zur Folge haben können.
Dies kann schließlich in frühzeitigen Wehen oder in einer schweren Nierenbeckenentzündung (Schwangerschaftspyelonephritis) mit weiteren Komplikationen münden – daher ist es sinnvoll, jeglichen Harnwegsinfekt mit Antibiotika zu therapieren.
Zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten ist es ratsam, ausreichend – am besten Wasser oder Sprudel - zu trinken

Drittes Trimenon

Ist das Färben von Haaren in den letzten Kalenderwochen der Schwangerschaft problematisch?

Bisher gibt es keine ausreichenden Belege dafür, ob die Verwendung chemischer Haarfarbe während der Schwangerschaft ungefährlich ist oder nicht. Viele Frauen verzichten daher vorsichtshalber auf das Färben der Haare.
Sollten Sie aufs Färben Ihrer Haare nicht verzichten wollen, dann haben Sie die Möglichkeit, durch einige Vorsichtsmaßnahmen selbst dafür zu sorgen, dass Sie mit den Chemikalien so wenig wie möglich in Berührung kommen. Benutzen Sie Handschuhe, lassen Sie die Farbe nicht zu lange einwirken und sorgen Sie für eine ausreichende Lüftung des Raumes.
Eine gute Alternative und in der Schwangerschaft auch unbedenklicher, ist das ausschließliche Färben von Strähnen, da die Kopfhaut hierbei mit dem Färbemittel kaum in Berührung kommt.

Darf ich mir in der Schwangerschaft eine Dauerwelle machen lassen?

Bedenken Sie, dass Ihre Haare während der Schwangerschaft eventuell eine unerwartete Reaktion auf die Dauerwellenflüssigkeit an den Tag legen. Sie müssen sich aber keine Sorgen machen, dass für das ungeborene Kind dadurch ein Risiko entsteht.

Meine Plazenta sitzt vor dem inneren Muttermund – ist so überhaupt eine normale Geburt möglich?

Bei einer von 200 Schwangerschaften sitzt die Plazenta „vor dem Wege“ (= Plazenta praevia), d.h. in der unmittelbaren Nähe oder direkt vor dem inneren Muttermund.
Überdeckt der Mutterkuchen komplett den inneren Muttermund (Plazenta praevia totalis), ist einerseits aufgrund des versperrten Geburtsweges andererseits wegen einer möglicherweise lebensbedrohlichen Blutung bei Auftreten von Geburtswehen ein Kaiserschnitt notwendig.
Reicht die Plazenta nur an den Rand (Plazenta praevia marginalis) oder überdeckt den inneren Muttermund nur zum Teil (Plazenta praevia partialis), dann ist die Gefahr einer.lebensbedrohlichen Blutung bei Wehentätigkeit deutlich geringer. Dennoch kann auch hier eine Schnittentbindung nicht ausgeschlossen werden. In jedem Fall ist eine konsequente Überwachung des Verlaufs der Spätschwangerschaft  äußerst wichtig und eine Vorstellung bei Ihrem Frauenarzt bei jeder Blutung indiziert.

Welche Folgen hat eine Verkürzung des Gebärmutterhalses für die Geburt?

Der Gebärmutterhals hat außerhalb der Schwangerschaft eine Länge von rund zwei Zentimetern und mündet in den Muttermund. Der äußere Muttermund ist der Regel bis zur Geburt fest verschlossen. Im Verlauf der Schwangerschaft verlängert sich der Gebärmutterhals bis zu einer Länge von etwa vier Zentimetern.
Der Frauenarzt kann anhand der Ultraschalldiagnostik die Zervixlänge äußerst genau abmessen. Bei einer Verkürzung der Zervixlänge unter 2,5cm kann ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt vorliegen. Dann sind Bettruhe und regelmäßige Kontrolluntersuchungen angesagt bzw. ein Krankenhausaufenthalt nötig um wehenhemmende Substanzen zu applizieren.
Nach der 34. Schwangerschaftswoche werden die Länge des Gebärmutterhalses nicht mehr gemessen und auch vorzeitige Wehen nicht mehr gehemmt. Dann darf Ihr Kind – wenn es schon will – auf die Welt kommen.

Sind Hitzewallungen während der Schwangerschaft normal und was kann ich dagegen tun?

Die Ursachen für Hitzewallungen liegen einerseits in dem erhöhten Blutvolumen, andererseits in der gesteigerten Stoffwechselaktivität des Körpers, der die Körperwärme nach außen abgeben möchte.
Empfehlenswert ist es, sich nach dem Zwiebelschalensystem zu kleiden, d.h. mehrere dünne Kleidungsschichten übereinander tragen, die sie je nach Temperaturempfinden ausziehen können. Kalte Duschen und Fußbäder wirken zudem kühlend und erfrischend und sind insbesondere vor dem Zubettgehen neben einem kühlen, gut gelüfteten Schlafzimmer sehr ratsam.

Tipps gegen Krampfadern

  • Aktivieren Sie Ihre Muskeln in den Unterschenkeln durch sporliche Betätigung wie Radfahren, Schwimmen oder Spazierengehen
  • Verzichten Sie auf heiße Bäder oder häufiges Saunieren
  • Regen Sie die Durchblutung Ihrer Beine durch kalt-warme Wechselduschen an
  • Fördern Die den venösen Rückstrom des Blutes durch häufigeres Hochlagern der Beine oder durch das Tragen von Thrombosestrümpfe
  • Vermeiden Sie enge bzw. hochhackige Schuhe und einschnürende Strümpfe
  • Tragen Sie Thrombosestrümpfe, wenn Sie lange stehen oder sitzen müssen z.B. auf Reisen

Tipps gegen Sodbrennen

  • Setzen Sie sich zum Essen aufrecht hin
  • Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich
  • Vermeiden Sie hastiges, schnelles Essen
  • Verzichten Sie auf stark gewürzte, fetthaltige oder gebratene Speisen
  • Trinken Sie eine halbe Stunde nach dem Essen schluckweise Fenchel-, Melissen-, oder Kamillentee
  • Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die die Produktion der Magensäure fördern (Schokolade, Süßigkeiten, Kaffee, fettige Speisen,…)
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten
  • Gönnen Sie sich nach den Mahlzeiten eine Ruhepause
  • Nehmen Sie die letzte Mahlzeit mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen ein
  • Lagern Sie Ihren Oberkörper nachts hoch

Wie sieht es mit Radfahren während der Schwangerschaft aus?

Prinzipiell ist Radfahren eine äußerst günstige Sportart für die Zeit der Schwangerschaft. Durch die Bewegung Ihrer Beine werden die Muskeln angespannt und damit der Blutrückstrom zu Ihrem Herzen gefördert. Dies wirkt der Entstehung von Krampfadern aktiv entgegen. Wenn sich bereits an Gewicht zugenommen haben, nimmt Ihnen der Drahtesel einen Teil der Last ab. Deshalb ist Radfahren gerade auch bei Übergewicht in der Schwangerschaft besonders empfehlenswert, da Ihre Gelenke durch den reduzierten Gewichtsdruck geschont werden.
Neben Radfahren, Schwimmen und Aqua-Fitness sind Spazierengehen, Wandern bis 1300 m Höhe (trainierte Schwangere dürfen auch bis 2.000m aufsteigen), Walking, sanftes Joggen, Aerobic sowie mäßiges Kraft- oder Gerätetraining im Studio (lassen Sie sich von einem kompetenten Trainer beraten!) empfehlenswert. Oder versuchen Sie es mal mit leichtem Tanzen! Ihr Kleines wird sich über die wiegenden Bewegungen freuen!

Wie kann ich eine Gebärmuttersenkung bzw. Inkontinenz vorbeugen? 

Um einer Beckenbodensenkung oder Inkontinenz nach der Geburt vorzubeugen, können Sie schon jetzt mit speziellen Übungen Ihren Beckenboden trainieren.
Die folgenden Übungen sollen Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen.
Versuchen Sie beim Einatmen in den Bauch den Beckenboden zu entspannen und ihn beim Ausatmen anzuspannen. Halten Sie bei jeder Übung die Beckenbodenmuskulatur für 10 Sekunden angespannt und denken dabei an einen imaginären Urinstrahl, denSie unterbrechen oder ein Reiskorn, das Sie in sich aufsaugen möchten. Anschließend entspannen Sie wieder für 10-15 Sekunden und wiederholen jede Übung am besten 10 Mal.

  • Übung 1:
    (Vorbereitungsübung – damit Sie wissen, wo sich der Beckenboden überhaupt befindet):
    Ziehen Sie sich bequeme Kleidung an und machen es sich dann auf der Seite bequem. Am besten Sie unterstützen Ihren Kopf mit einem Kissen. Tasten Sie nun die knöchernen Begrenzungen (Schambein, Steißbein, rechter und linker Sitzbeinhöcker).
    Legen Sie einen Finger auf den Damm und spannen nun die Beckenbodenmuskulatur an. Zur Kontrolle legen Sie Ihre andere Hand ans Gesäß: Hier sollten Sie keine Spannung verspüren! Versuchen Sie nun, Schambein und Steißbein einander zu nähern.
  • Übung 2:
    Setzen Sie sich aufrecht auf einen harten Stuhl und spannen dann den Beckenboden an. Legen Sie Ihre Hand zur Kontrolle ans Gesäß – hier spüren Sie keine Spannung! Ziehen Sie bei der Ausatmung gleichzeitig den Bauch ein. Dabei entsteht eine Spannung in der Bauchmuskulatur, diese Spannung halten und weiteratmen. Machen Sie nach 3 Atemzügen eine kurze Pause, nach 6 Atemzügen können Sie den Beckenboden locker lassen.
  • Übung 3: Diese Übung fördert die Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Beckens.Nehmen Sie den Vierfüßlerstand ein, d.h. die Hände stehen unter den Schultern, die Knie unter den Hüften. Die Fußrücken liegen auf der Unterlage. Beim Ausatmen spannen Sie den Beckenboden leicht an bzw. ziehen das Schambein zur Wirbelsäule, so dass sich das Becken aufrichtet. Beim Einatmen entspannen Sie und lassen die Wirbelsäule nach unten durchhängen.

Warum leide ich während der Schwangerschaft so enorm unter Wadenkrämpfen, vor allem in der Nacht? 

Während der Schwangerschaft leiden viele Frauen verstärkt unter Krämpfen. Am häufigsten sind Oberschenkel, Waden oder die Füße betroffen. Meist wird ein Mangel an Magnesium dafür verantwortlich gemacht. Heißes Wetter, Blutarmut sowie Krampfadern fördern zusätzlich die Entstehung von Wadenkrämpfen.  Aufgrund des erhöhten Magnesiumsbedarfs während der Schwangerschaft und der erhöhten Ausscheidung durch verstärktes Schwitzen, ist die Einnahme eines Magnesiumpräparates während der Schwangerschaft empfehlenswert. Diesbezüglich sind keine negativen Nebenwirkungen bekannt und auch eine versehentliche Überdosierung hat in aller Regel keine gravierenden Folgen. Zu beachten gilt, dass Wadenkrämpfe die nur auf einer Seite vorkommen unddie mit Rötung  und Schwellung einhergehen möglicherweise auf eine Venenentzündung hinweisen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren.

Schadet Sex bzw. der Orgasmus meinem Kind? 

Wie sich Ihr Liebesleben in der Schwangerschaft verändert, lässt sich im Voraus nicht sagen. Prinzipiell gilt, dass alles, was Ihnen gut tut natürlich erlaubt ist!
Denn gerade während der Schwangerschaft erleben viele Frauen die Liebe sogar als besonders lustvoll, da Klitoris und Vagina besser durchblutet sind und die Scheide feuchter ist.
Als Reaktion auf das Ejakulat kann es nach dem Geschlechtsverkehr zu leichten wehenähnlichen Kontraktionen der Gebärmutter kommen, die aber nicht mit vorzeitigen, geburtseinleitenden Wehen zu verwechseln sind. Ursache ist das wehenfördernde Hormon Prostaglandin, das im Ejakulat enthalten ist (und auch im Krankenhaus in höherer Dosierung zum Einleiten genutzt wird). Und auch das Hartwerden Ihres Bauches beim Orgasmus ist völlig ungefährlich für Ihr Kleines – sehen Sie es als ein gutes Training für die Geburt!
Um den Geburtstermin herum, wenn die Gebärmutter schon wehenbereit ist, bietet sich Sex sogar als Mittel zur natürlichen Wehenstimulation an.
Es gibt nur wenige medizinische Indikationen – z.B. vorzeitige Öffnung des Muttermundes, Blutungen oder vorzeitige Wehen –, bei denen von Geschlechtsverkehr abzuraten ist. Sprechen Sie am besten offen mit Ihrer/m betreuenden Frauenärztin/arzt darüber.

Sind Hitzewallungen während der Schwangerschaft normal und was kann ich dagegen tun? 

Die Ursachen für Hitzewallungen liegen einerseits in dem erhöhten Blutvolumen, andererseits in der gesteigerten Stoffwechselaktivität des Körpers, der die Körperwärme nach außen abgeben möchte.
Empfehlenswert ist es, sich nach dem Zwiebelschalensystem zu kleiden, d.h. mehrere dünne Kleidungsschichten übereinander tragen, die sie je nach Temperaturempfinden ausziehen können. Kalte Duschen und Fußbäder wirken zudem kühlend und erfrischend und sind insbesondere vor dem Zubettgehen neben einem kühlen, gut gelüfteten Schlafzimmer sehr ratsam.

Schadet Sex bzw. der Orgasmus meinem Kind? 

Wie sich Ihr Liebesleben in der Schwangerschaft verändert, lässt sich im Voraus nicht sagen. Prinzipiell gilt, dass alles, was Ihnen gut tut natürlich erlaubt ist!
Denn gerade während der Schwangerschaft erleben viele Frauen die Liebe sogar als besonders lustvoll, da Klitoris und Vagina besser durchblutet sind und die Scheide feuchter ist.
Als Reaktion auf das Ejakulat kann es nach dem Geschlechtsverkehr zu leichten wehenähnlichen Kontraktionen der Gebärmutter kommen, die aber nicht mit vorzeitigen, geburtseinleitenden Wehen zu verwechseln sind. Ursache ist das wehenfördernde Hormon Prostaglandin, das im Ejakulat enthalten ist (und auch im Krankenhaus in höherer Dosierung zum Einleiten genutzt wird). Und auch das Hartwerden Ihres Bauches beim Orgasmus ist völlig ungefährlich für Ihr Kleines – sehen Sie es als ein gutes Training für die Geburt!
Um den Geburtstermin herum, wenn die Gebärmutter schon wehenbereit ist, bietet sich Sex sogar als Mittel zur natürlichen Wehenstimulation an.
Es gibt nur wenige medizinische Indikationen – z.B. vorzeitige Öffnung des Muttermundes, Blutungen oder vorzeitige Wehen –, bei denen von Geschlechtsverkehr abzuraten ist. Sprechen Sie am besten offen mit Ihrer/m betreuenden Frauenärztin/arzt darüber.

Wie kann ich eine Gebärmuttersenkung bzw. Inkontinenz vorbeugen? 

Um einer Beckenbodensenkung oder Inkontinenz nach der Geburt vorzubeugen, können Sie schon jetzt mit speziellen Übungen Ihren Beckenboden trainieren.
Die folgenden Übungen sollen Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen.
Versuchen Sie beim Einatmen in den Bauch den Beckenboden zu entspannen und ihn beim Ausatmen anzuspannen. Halten Sie bei jeder Übung die Beckenbodenmuskulatur für 10 Sekunden angespannt und denken dabei an einen imaginären Urinstrahl, denSie unterbrechen oder ein Reiskorn, das Sie in sich aufsaugen möchten. Anschließend entspannen Sie wieder für 10-15 Sekunden und wiederholen jede Übung am besten 10 Mal.

  • Übung 1:
    (Vorbereitungsübung – damit Sie wissen, wo sich der Beckenboden überhaupt befindet):
    Ziehen Sie sich bequeme Kleidung an und machen es sich dann auf der Seite bequem. Am besten Sie unterstützen Ihren Kopf mit einem Kissen. Tasten Sie nun die knöchernen Begrenzungen (Schambein, Steißbein, rechter und linker Sitzbeinhöcker).
    Legen Sie einen Finger auf den Damm und spannen nun die Beckenbodenmuskulatur an. Zur Kontrolle legen Sie Ihre andere Hand ans Gesäß: Hier sollten Sie keine Spannung verspüren! Versuchen Sie nun, Schambein und Steißbein einander zu nähern.
  • Übung 2:
    Setzen Sie sich aufrecht auf einen harten Stuhl und spannen dann den Beckenboden an. Legen Sie Ihre Hand zur Kontrolle ans Gesäß – hier spüren Sie keine Spannung! Ziehen Sie bei der Ausatmung gleichzeitig den Bauch ein. Dabei entsteht eine Spannung in der Bauchmuskulatur, diese Spannung halten und weiteratmen. Machen Sie nach 3 Atemzügen eine kurze Pause, nach 6 Atemzügen können Sie den Beckenboden locker lassen.
  • Übung 3: Diese Übung fördert die Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Beckens.Nehmen Sie den Vierfüßlerstand ein, d.h. die Hände stehen unter den Schultern, die Knie unter den Hüften. Die Fußrücken liegen auf der Unterlage. Beim Ausatmen spannen Sie den Beckenboden leicht an bzw. ziehen das Schambein zur Wirbelsäule, so dass sich das Becken aufrichtet. Beim Einatmen entspannen Sie und lassen die Wirbelsäule nach unten durchhängen.

Ich würde gerne mal als die drei vorgeschriebenen Ultraschalluntersuchungen machen lassen. Ist dies möglich? 

Die Inhalte der Schwangerenvorsorge sind gesetzlich in den Mutterschaftsrichtlinien festgelegt. Von den Kassen werden die dort aufgeführten Untersuchungen gezahlt. Alle zusätzlichen Leistungen, wie etwa eine „Nackenfaltenmessung“, ein so genannter Fehlbildungsultraschall oder zusätzliche Ultraschalluntersuchungen werden ohne medizinischen Grund (Indikation) nicht von den Krankenkassen getragen. Innerhalb einer gesunden Schwangerschaft sind demnach zusätzliche Ultraschalluntersuchungen individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) Ihres Gynäkologen. Selbstverständlich ist Ihnen freigestellt, diese zusätzlichen Untersuchungen auf eigene Kosten durchführen zu lassen.

Sind Doppler-Ultraschalluntersuchungen nicht grundsätzlich sinnvoll? 

Die Standard Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge sind ausreichend, um den Verlauf einer Schwangerschaft zu beurteilen.
Bei Mehrlingsschwangerschaften oder bei begründetem Verdacht auf eine Störung der Schwangerschaft z.B. durch einen Schwangerschaftsbluthochdruck, wird Ihr Frauenarzt/Ärztin eine Doppler-Ultraschalluntersuchung durchführen bzw. veranlassen.

Durch die Doppler-Ultraschalluntersuchung kann die Durchblutung mütterlicher und kindlicher Gefäße gemessen und damit die Funktionsfähigkeit einzelner Organe, als auch die Blutversorgung Ihres Kindes untersucht werden.

Warum leide ich während der Schwangerschaft so enorm unter Wadenkrämpfen, vor allem in der Nacht? 

Während der Schwangerschaft und besonders im dritten Trimenon leiden viele Frauen verstärkt unter Krämpfen. Am häufigsten sind Oberschenkel, Waden oder die Füße betroffen. Meist wird ein Mangel an Magnesium dafür verantwortlich gemacht. Heißes Wetter, Blutarmut sowie Krampfadern fördern zusätzlich die Entstehung von Wadenkrämpfen.  Aufgrund des erhöhten Magnesiumsbedarfs während der Schwangerschaft und der erhöhten Ausscheidung durch verstärktes Schwitzen, ist die Einnahme eines Magnesiumpräparates während der Schwangerschaft empfehlenswert. Diesbezüglich sind keine negativen Nebenwirkungen bekannt und auch eine versehentliche Überdosierung hat in aller Regel keine gravierenden Folgen. Zu beachten gilt, dass Wadenkrämpfe die nur auf einer Seite vorkommen unddie mit Rötung  und Schwellung einhergehen möglicherweise auf eine Venenentzündung hinweisen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren.

Tipps gegen Krampfadern

  • Aktivieren Sie Ihre Muskeln in den Unterschenkeln durch sporliche Betätigung wie Radfahren, Schwimmen oder Spazierengehen
  • Verzichten Sie auf heiße Bäder oder häufiges Saunieren
  • Regen Sie die Durchblutung Ihrer Beine durch kalt-warme Wechselduschen an
  • Fördern Die den venösen Rückstrom des Blutes durch häufigeres Hochlagern der Beine oder durch das Tragen von Thrombosestrümpfe
  • Vermeiden Sie enge bzw. hochhackige Schuhe und einschnürende Strümpfe
  • Tragen Sie Thrombosestrümpfe, wenn Sie lange stehen oder sitzen müssen z.B. auf Reisen

Tipps gegen Sodbrennen

  •  Setzen Sie sich zum Essen aufrecht hin
  • Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich
  •  Vermeiden Sie hastiges, schnelles Essen
  • Verzichten Sie auf stark gewürzte, fetthaltige oder gebratene Speisen
  • Trinken Sie eine halbe Stunde nach dem Essen schluckweise Fenchel-, Melissen-, oder Kamillentee
  • Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die die Produktion der Magensäure fördern (Schokolade, Süßigkeiten, Kaffee, fettige Speisen,…)
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten
  • Gönnen Sie sich nach den Mahlzeiten eine Ruhepause
  • Nehmen Sie die letzte Mahlzeit mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen ein
    Lagern Sie Ihren Oberkörper nachts hoch

Meine Plazenta sitzt vor dem inneren Muttermund – ist so überhaupt eine normale Geburt möglich?

Bei einer von 200 Schwangerschaften sitzt die Plazenta „vor dem Wege“ (= Plazenta praevia), d.h. in der unmittelbaren Nähe oder direkt vor dem inneren Muttermund.
Überdeckt der Mutterkuchen komplett den inneren Muttermund (Plazenta praevia totalis), ist einerseits aufgrund des versperrten Geburtsweges andererseits wegen einer möglicherweise lebensbedrohlichen Blutung bei Auftreten von Geburtswehen ein Kaiserschnitt notwendig.
Reicht die Plazenta nur an den Rand (Plazenta praevia marginalis) oder überdeckt den inneren Muttermund nur zum Teil (Plazenta praevia partialis), dann ist die Gefahr einer.lebensbedrohlichen Blutung bei Wehentätigkeit deutlich geringer. Dennoch kann auch hier eine Schnittentbindung nicht ausgeschlossen werden. In jedem Fall ist eine konsequente Überwachung des Verlaufs der Spätschwangerschaft  äußerst wichtig und eine Vorstellung bei Ihrem Frauenarzt bei jeder Blutung indiziert.

Welche Folgen hat eine Verkürzung des Gebärmutterhalses für die Geburt?

Der Gebärmutterhals hat außerhalb der Schwangerschaft eine Länge von rund zwei Zentimetern und mündet in den Muttermund. Der äußere Muttermund ist der Regel bis zur Geburt fest verschlossen. Im Verlauf der Schwangerschaft verlängert sich der Gebärmutterhals bis zu einer Länge von etwa vier Zentimetern.
Der Frauenarzt kann anhand der Ultraschalldiagnostik die Zervixlänge äußerst genau abmessen. Bei einer Verkürzung der Zervixlänge unter 2,5cm kann ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt vorliegen. Dann sind Bettruhe und regelmäßige Kontrolluntersuchungen angesagt bzw. ein Krankenhausaufenthalt nötig um wehenhemmende Substanzen zu applizieren.
Nach der 34. Schwangerschaftswoche werden die Länge des Gebärmutterhalses nicht mehr gemessen und auch vorzeitige Wehen nicht mehr gehemmt. Dann darf Ihr Kind – wenn es schon will – auf die Welt kommen.

Wie sieht es mit Radfahren während der Schwangerschaft aus?

Prinzipiell ist Radfahren eine äußerst günstige Sportart für die Zeit der Schwangerschaft. Durch die Bewegung Ihrer Beine werden die Muskeln angespannt und damit der Blutrückstrom zu Ihrem Herzen gefördert. Dies wirkt der Entstehung von Krampfadern aktiv entgegen. Wenn sich bereits an Gewicht zugenommen haben, nimmt Ihnen der Drahtesel einen Teil der Last ab. Deshalb ist Radfahren gerade auch bei Übergewicht in der Schwangerschaft besonders empfehlenswert, da Ihre Gelenke durch den reduzierten Gewichtsdruck geschont werden.
Neben Radfahren, Schwimmen und Aqua-Fitness sind Spazierengehen, Wandern bis 1300 m Höhe (trainierte Schwangere dürfen auch bis 2.000m aufsteigen), Walking, sanftes Joggen, Aerobic sowie mäßiges Kraft- oder Gerätetraining im Studio (lassen Sie sich von einem kompetenten Trainer beraten!) empfehlenswert. Oder versuchen Sie es mal mit leichtem Tanzen! Ihr Kleines wird sich über die wiegenden Bewegungen freuen!

Wie kann ich eine Gebärmuttersenkung bzw. Inkontinenz vorbeugen? 

Um einer Beckenbodensenkung oder Inkontinenz nach der Geburt vorzubeugen, können Sie schon jetzt mit speziellen Übungen Ihren Beckenboden trainieren.
Die folgenden Übungen sollen Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen.
Versuchen Sie beim Einatmen in den Bauch den Beckenboden zu entspannen und ihn beim Ausatmen anzuspannen. Halten Sie bei jeder Übung die Beckenbodenmuskulatur für 10 Sekunden angespannt und denken dabei an einen imaginären Urinstrahl, denSie unterbrechen oder ein Reiskorn, das Sie in sich aufsaugen möchten. Anschließend entspannen Sie wieder für 10-15 Sekunden und wiederholen jede Übung am besten 10 Mal.

  • Übung 1: (Vorbereitungsübung – damit Sie wissen, wo sich der Beckenboden überhaupt befindet):
    Ziehen Sie sich bequeme Kleidung an und machen es sich dann auf der Seite bequem. Am besten Sie unterstützen Ihren Kopf mit einem Kissen. Tasten Sie nun die knöchernen Begrenzungen (Schambein, Steißbein, rechter und linker Sitzbeinhöcker).
    Legen Sie einen Finger auf den Damm und spannen nun die Beckenbodenmuskulatur an. Zur Kontrolle legen Sie Ihre andere Hand ans Gesäß: Hier sollten Sie keine Spannung verspüren! Versuchen Sie nun, Schambein und Steißbein einander zu nähern.
  • Übung 2: Setzen Sie sich aufrecht auf einen harten Stuhl und spannen dann den Beckenboden an. Legen Sie Ihre Hand zur Kontrolle ans Gesäß – hier spüren Sie keine Spannung! Ziehen Sie bei der Ausatmung gleichzeitig den Bauch ein. Dabei entsteht eine Spannung in der Bauchmuskulatur, diese Spannung halten und weiteratmen. Machen Sie nach 3 Atemzügen eine kurze Pause, nach 6 Atemzügen können Sie den Beckenboden locker lassen.
  • Übung 3: Diese Übung fördert die Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Beckens.Nehmen Sie den Vierfüßlerstand ein, d.h. die Hände stehen unter den Schultern, die Knie unter den Hüften. Die Fußrücken liegen auf der Unterlage. Beim Ausatmen spannen Sie den Beckenboden leicht an bzw. ziehen das Schambein zur Wirbelsäule, so dass sich das Becken aufrichtet. Beim Einatmen entspannen Sie und lassen die Wirbelsäule nach unten durchhängen.

Warum leide ich während der Schwangerschaft so enorm unter Wadenkrämpfen, vor allem in der Nacht? 

Während der Schwangerschaft und besonders im dritten Trimenon leiden viele Frauen verstärkt unter Krämpfen. Am häufigsten sind Oberschenkel, Waden oder die Füße betroffen. Meist wird ein Mangel an Magnesium dafür verantwortlich gemacht. Heißes Wetter, Blutarmut sowie Krampfadern fördern zusätzlich die Entstehung von Wadenkrämpfen.  Aufgrund des erhöhten Magnesiumsbedarfs während der Schwangerschaft und der erhöhten Ausscheidung durch verstärktes Schwitzen, ist die Einnahme eines Magnesiumpräparates während der Schwangerschaft empfehlenswert. Diesbezüglich sind keine negativen Nebenwirkungen bekannt und auch eine versehentliche Überdosierung hat in aller Regel keine gravierenden Folgen. Zu beachten gilt, dass Wadenkrämpfe die nur auf einer Seite vorkommen unddie mit Rötung  und Schwellung einhergehen möglicherweise auf eine Venenentzündung hinweisen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren.

Wird mein Kind sich aus seiner momentanen Lage mit Kopf nach oben noch drehen? 

Die Beckenendlage (Steißlage) ist im Verlauf der Schwangerschaft eine ganz normale Lage, die der Embryo immer wieder mal einnimmt und immer wieder mal gegen andere Positionen eintauscht. Allerdings: Je größer das ungeborene Kind wird, desto weniger Platz bleibt im Mutterleib für turbulente Drehungen und Wendungen.
So wird eine Beckenendlage bei der 2. Ultraschalluntersuchung noch in ca. 50% beobachtet.
Ungefähr ab der 32. Woche haben 90 Prozent der Kinder ihre endgültige Geburtsposition eingenommen. Nur 3-5% aller Babys liegen um den errechneten Termin tatsächlich noch in Beckenendlage - d.h. die anderen 5-7% ändern tatsächlich noch kurz vor der Geburt ihre Lage.
Es gibt verschiedene Methoden, das Kind in Schädellage zu bringen. Die Akupunktur und homöopathische Mittel werden erfolgreich zur Wendung von Beckenendlagen verwendet. Bleiben diese Methoden erfolglos, bestehen noch die Möglichkeiten einer Drehung durch das geburtshilfliche Team unter Gabe von wehenhemmenden Mitteln. Generell wird bei Beckenendlagen heute meist ein Kaiserschnitt durchgeführt, aber auch eine normale Geburt aus Beckenendlage ist möglich.

Ist die Verwendung von abschwellend wirkendem Nasenspray während der Schwangerschaft gefährlich? 

Sie sollten auf alle Fälle bevorzugt Meerwasser- oder Kochsalzsprays verwenden. Bei starkem Schnupfen können Sie auf ein niedrig konzentriertes abschwellend wirkendes Nasenspray zurückgreifen. Voraussetzung ist jedoch eine zurückhaltende Dosierung und eine zeitlich begrenzte Verwendung. In aller Regel reichen schon geringe Konzentrationen zur Linderung der Symptome aus ohne den Körper in Mitleidenschaft zu ziehen. Nasensprays haben nicht nur lokal, sondern im gesamten Körper leicht gefäßverengende Auswirkung. Dies betrifft auch die Blutgefäße der Plazenta. Problematisch wird dies jedoch erst bei langfristiger Verwendung.Alternativen sind Erkältungsbäder oder  erkältungslindernde Salben. Die natürlichen Wirkstoffe der Nasensalben und Inhalierstifte sind unbedenklich. Ihre abschwellende und kühlende Wirkung fördert die Sauerstoffaufnahme durch die in ihrer Funktion beeinträchtigte Nasenschleimhaut.

Wie sieht es mit dem Radfahren während der Schwangerschaft aus? 

Prinzipiell ist Radfahren eine äußerst günstige Sportart für die Zeit der Schwangerschaft. Durch die Bewegung Ihrer Beine werden die Muskeln angespannt und damit der Blutrückstrom zu Ihrem Herzen gefördert. Dies wirkt der Entstehung von Krampfadern aktiv entgegen. Wenn sich bereits an Gewicht zugenommen haben, nimmt Ihnen der Drahtesel einen Teil der Last ab. Deshalb ist Radfahren gerade auch bei Übergewicht in der Schwangerschaft besonders empfehlenswert, da Ihre Gelenke durch den reduzierten Gewichtsdruck geschont werden.
Neben Radfahren, Schwimmen und Aqua-Fitness sind Spazierengehen, Wandern bis 1300 m Höhe (trainierte Schwangere dürfen auch bis 2.000m aufsteigen), Walking, sanftes Joggen, Aerobic sowie mäßiges Kraft- oder Gerätetraining im Studio (lassen Sie sich von einem kompetenten Trainer beraten!) empfehlenswert. Oder versuchen Sie es mal mit leichtem Tanzen! Ihr Kleines wird sich über die wiegenden Bewegungen freuen!

Trotz Müdigkeit leide ich unter enormen Schlafstörungen, was kann ich dagegen tun? 

Schlafstörungen in der Schwangerschaft können sehr belastend sein. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, umso größer und störender wird der Bauchumfang und umso schwieriger kann es sein, eine angenehme Position zum Liegen bzw. Schlafen zu finden. Wenn Sie bisher gerne in Bauchlage geschlafen haben, müssen Sie nun neue Schlafpositionen ausprobieren. Außerdem kann der Schlaf durch Sodbrennen, Schweißausbrüche, Wadenkrämpfe und verstärkten Harndrang sowie Bewegungen des Kindes gestört werden.
Versuchen Sie Einschlafrituale zu entwickeln - etwa einen beruhigenden Gute-Nacht-Tee mit Baldrian, Lavendelduft im Schlafzimmer oder entspannende Meditationsmusik. Die Einnahme von Schlaf- oder Beruhigungsmitteln, Drogen und Alkohol ist während der Schwangerschaft absolut verboten.

Tipps gegen Krampfadern

  • Aktivieren Sie Ihre Muskeln in den Unterschenkeln durch sporliche Betätigung wie Radfahren, Schwimmen oder Spazierengehen
  • Verzichten Sie auf heiße Bäder oder häufiges Saunieren
  • Regen Sie die Durchblutung Ihrer Beine durch kalt-warme Wechselduschen an
  • Fördern Die den venösen Rückstrom des Blutes durch häufigeres Hochlagern der Beine oder durch das Tragen von Thrombosestrümpfe
  • Vermeiden Sie enge bzw. hochhackige Schuhe und einschnürende Strümpfe
  • Tragen Sie Thrombosestrümpfe, wenn Sie lange stehen oder sitzen müssen z.B. auf Reisen

Tipps gegen Sodbrennen

  • Setzen Sie sich zum Essen aufrecht hin
  • Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich
  • Vermeiden Sie hastiges, schnelles Essen
  • Verzichten Sie auf stark gewürzte, fetthaltige oder gebratene Speisen
  • Trinken Sie eine halbe Stunde nach dem Essen schluckweise Fenchel-, Melissen-, oder Kamillentee
  • Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die die Produktion der Magensäure fördern (Schokolade, Süßigkeiten, Kaffee, fettige Speisen,…)
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten
  • Gönnen Sie sich nach den Mahlzeiten eine Ruhepause
  • Nehmen Sie die letzte Mahlzeit mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen ein
  • Lagern Sie Ihren Oberkörper nachts hoch

Warum leide ich während der Schwangerschaft so enorm unter Wadenkrämpfen, vor allem in der Nacht? 

Während der Schwangerschaft leiden viele Frauen verstärkt unter Krämpfen. Am häufigsten sind Oberschenkel, Waden oder die Füße betroffen. Meist wird ein Mangel an Magnesium dafür verantwortlich gemacht. Heißes Wetter, Blutarmut sowie Krampfadern fördern zusätzlich die Entstehung von Wadenkrämpfen.  Aufgrund des erhöhten Magnesiumsbedarfs während der Schwangerschaft und der erhöhten Ausscheidung durch verstärktes Schwitzen, ist die Einnahme eines Magnesiumpräparates während der Schwangerschaft empfehlenswert. Diesbezüglich sind keine negativen Nebenwirkungen bekannt und auch eine versehentliche Überdosierung hat in aller Regel keine gravierenden Folgen. Zu beachten gilt, dass Wadenkrämpfe die nur auf einer Seite vorkommen unddie mit Rötung  und Schwellung einhergehen möglicherweise auf eine Venenentzündung hinweisen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren.

Inwiefern wirken sich Feigwarzen auf die Gesundheit meines Babys aus?

Während der Schwangerschaft können Feigwarzen vermehrt wachsen. Nur sehr selten wachsen sie zu einer Größe an, die eine normale Geburt unmöglich machen. Häufig bilden sich die Warzen nach der Entbindung wieder zurück, so dass auf eine weitere Behandlung verzichtet werden kann.  Das Kind kann sich bei der Geburt mit dem in den Warzen befindlichen Papilloma-Virus (HP-Virus) anstecken, da dieser Virus hochinfektiös ist. Als Folge einer Infektion kann es beim Kind im Kehlkopfbereich zu einer - an sich harmlosen - Bildung von Warzen kommen, die meistens chirurgisch entfernt werden müssen. Die Übertragung ist allerdings so selten, dass bei Vorliegen von Feigwarzen nicht zu einem Kaiserschnitt geraten werden muss, solange diese den Geburtsweg nicht blockieren.
Eine Behandlung der Feigwarzen um die 34. SSW ist sinnvoll. Zu diesem Zeitpunkt kann eine vollständige Abheilung vor der Geburt gewährleistet und ein Auftreten neuer Warzen möglichst ausgeschlossen werden.
Auch Ihr Partner muss sich untersuchen lassen. Männer, die das Virus tragen, haben oft keine Beschwerden. Sie können aber die Partnerin beim Geschlechtsverkehr anstecken.
Die erfolgreichste Therapie liegt in einer Entfernung der Warzen per Laser bzw. Elektokoalgulation. Sie können auch durch Verätzung oder Kälteanwendung behandelt werden.

Meine Plazenta sitzt vor dem inneren Muttermund – ist so überhaupt eine normale Geburt möglich?

Bei einer von 200 Schwangerschaften sitzt die Plazenta „vor dem Wege“ (= Plazenta praevia), d.h. in der unmittelbaren Nähe oder direkt vor dem inneren Muttermund.
Überdeckt der Mutterkuchen komplett den inneren Muttermund (Plazenta praevia totalis), ist einerseits aufgrund des versperrten Geburtsweges andererseits wegen einer möglicherweise lebensbedrohlichen Blutung bei Auftreten von Geburtswehen ein Kaiserschnitt notwendig.
Reicht die Plazenta nur an den Rand (Plazenta praevia marginalis) oder überdeckt den inneren Muttermund nur zum Teil (Plazenta praevia partialis), dann ist die Gefahr einer.lebensbedrohlichen Blutung bei Wehentätigkeit deutlich geringer. Dennoch kann auch hier eine Schnittentbindung nicht ausgeschlossen werden. In jedem Fall ist eine konsequente Überwachung des Verlaufs der Spätschwangerschaft  äußerst wichtig und eine Vorstellung bei Ihrem Frauenarzt bei jeder Blutung indiziert.

Wie sieht es mit Radfahren während der Schwangerschaft aus? 

Prinzipiell ist Radfahren eine äußerst günstige Sportart für die Zeit der Schwangerschaft. Durch die Bewegung Ihrer Beine werden die Muskeln angespannt und damit der Blutrückstrom zu Ihrem Herzen gefördert. Dies wirkt der Entstehung von Krampfadern aktiv entgegen. Wenn sich bereits an Gewicht zugenommen haben, nimmt Ihnen der Drahtesel einen Teil der Last ab. Deshalb ist Radfahren gerade auch bei Übergewicht in der Schwangerschaft besonders empfehlenswert, da Ihre Gelenke durch den reduzierten Gewichtsdruck geschont werden.
Neben Radfahren, Schwimmen und Aqua-Fitness sind Spazierengehen, Wandern bis 1300 m Höhe (trainierte Schwangere dürfen auch bis 2.000m aufsteigen), Walking, sanftes Joggen, Aerobic sowie mäßiges Kraft- oder Gerätetraining im Studio (lassen Sie sich von einem kompetenten Trainer beraten!) empfehlenswert. Oder versuchen Sie es mal mit leichtem Tanzen! Ihr Kleines wird sich über die wiegenden Bewegungen freuen!


 

Kann eine Pilzinfektion der Scheide die Gesundheit meines Babys beeinträchtigen? 

Die Besiedelung unseres Körpers mit Pilzen ist physiologisch. Sie werden durch das körpereigene Immunsystem in ihrer Ausbreitung kontrolliert. Aufgrund einer Störung des Immunsystems bzw. Störung des physiologischen Milieus können sich Pilze unkontrolliert vermehren. Es kommt zu einer Pilzinfektion. Bei 30-40% der Schwangeren manifestiert sich diese im Genitalbereich. Dadurch, dass Pilzinfektionen den pH-Wert der Scheide nicht verändern, sind sie nicht durch eine pH-Messung erfassbar. Meist klagen die Schwangeren über Juckreiz und Brennen und es finden sich weißliche Beläge in der Scheide.
Beim Durchtritt durch den Geburtskanal können Pilzinfektionen der Scheide auf das Kind übertragen werden. Zu etwa 80 Prozent werden die Hefepilze auf die Haut des Neugeborenen übertragen und von dort können sie leicht die Mundhöhle und den Verdauungstrakt besiedeln. Dies spielt vor allem bei Frühgeborenen eine Rolle. Es  wird daher empfohlen, bei Schwangeren ab der 34. Schwangerschaftswoche, verstärkt auf eine Pilzinfektion zu achten und diese gegebenenfalls zu behandeln.

Werde ich einen Blasensprung auf jeden Fall bemerken? 

Nein, nicht zwangsläufig wird ein Blasensprung auch als solcher erkannt.
Bei einem Blasenriss kann nur ein sehr kleiner, weit oberhalb vom inneren Muttermund lokalisierter (hoher Blasensprung) Riss in der Fruchtblase vorliegen. Dieser kann sich mitunter auch von selbst wieder schließen, ohne das Fruchtwasser austritt und daher unbemerkt bleiben. Es kann auch sein, dass das austretende Fruchtwasser für Ausfluss gehalten und der Verlust aufgrund ausreichender Nachproduktion von Fruchtwasser im Ultraschallbild nicht erkannt wird. Aufgrund der undichten Fruchtblase ist jedoch das Infektionsrisiko enorm erhöht. Daher ist bei der geringsten Vermutung eines Fruchtwasserverlustes eine Untersuchung auf Vorhandensein von Fruchtwasser in der Scheide notwendig. Dies kann entweder mittels eines geeigneten Tests aus der Apotheke (Lackmuspapier) oder durch Ihren Frauenarzt vorgenommen werden.

Meine Plazenta sitzt vor dem inneren Muttermund – ist so überhaupt eine normale Geburt möglich?

Bei einer von 200 Schwangerschaften sitzt die Plazenta „vor dem Wege“ (= Plazenta praevia), d.h. in der unmittelbaren Nähe oder direkt vor dem inneren Muttermund.
Überdeckt der Mutterkuchen komplett den inneren Muttermund (Plazenta praevia totalis), ist einerseits aufgrund des versperrten Geburtsweges andererseits wegen einer möglicherweise lebensbedrohlichen Blutung bei Auftreten von Geburtswehen ein Kaiserschnitt notwendig.
Reicht die Plazenta nur an den Rand (Plazenta praevia marginalis) oder überdeckt den inneren Muttermund nur zum Teil (Plazenta praevia partialis), dann ist die Gefahr einer.lebensbedrohlichen Blutung bei Wehentätigkeit deutlich geringer. Dennoch kann auch hier eine Schnittentbindung nicht ausgeschlossen werden. In jedem Fall ist eine konsequente Überwachung des Verlaufs der Spätschwangerschaft  äußerst wichtig und eine Vorstellung bei Ihrem Frauenarzt bei jeder Blutung indiziert.

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen?

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

Wird mein Kind sich aus seiner momentanen Lage mit  Kopf nach oben noch drehen?

Die Beckenendlage (Steißlage) ist im Verlauf der Schwangerschaft eine ganz normale Lage, die der Embryo immer wieder mal einnimmt und immer wieder mal gegen andere Positionen eintauscht. Allerdings: Je größer das ungeborene Kind wird, desto weniger Platz bleibt im Mutterleib für turbulente Drehungen und Wendungen.
So wird eine Beckenendlage bei der 2. Ultraschalluntersuchung noch in ca. 50% beobachtet.
Ungefähr ab der 32. Woche haben 90 Prozent der Kinder ihre endgültige Geburtsposition eingenommen. Nur 3-5% aller Babys liegen um den errechneten Termin tatsächlich noch in Beckenendlage - d.h. die anderen 5-7% ändern tatsächlich noch kurz vor der Geburt ihre Lage.
Es gibt verschiedene Methoden, das Kind in Schädellage zu bringen. Die Akupunktur und homöopathische Mittel werden erfolgreich zur Wendung von Beckenendlagen verwendet. Bleiben diese Methoden erfolglos, bestehen noch die Möglichkeiten einer Drehung durch das geburtshilfliche Team unter Gabe von wehenhemmenden Mitteln. Generell wird bei Beckenendlagen heute meist ein Kaiserschnitt durchgeführt, aber auch eine normale Geburt aus Beckenendlage ist möglich.

Ich hatte bereits einen Kaiserschnitt. Habe ich die Option, diesmal normal zu entbinden? 

Natürlich ist hierbei der Grund für die damalige Schnittentbindung (Sectio) von Bedeutung. Sollte sich daran nichts geändert haben, etwa weil ein zu enger mütterlicher Beckenbau vorliegt, wird auch für weitere Entbindungen ein Kaiserschnitt die Geburtsmethode der Wahl bleiben. War der Grund alleine an die erste Schwangerschaft geknüpft, beispielsweise aufgrund einer Beckenendlage des Kindes oder eines Geburtsstillstandes, gibt es in aller Regel keine Einwände gegen eine vaginale Entbindung. Das Risiko für einen Riss der alten Gebärmutternaht ist äußerst gering.
Nach bisherigem Stand sind die Erfolgschancen für eine Spontangeburt nach einer Kaiserschnittgeburt 60-80%.

Habe ich auch ohne medizinische Notwendigkeit das Recht auf einen Kaiserschnitt? 

Prinzipiell dürfen Sie sich für einen „Wunsch-Kaiserschnitt“, d.h. einen Kaiserschnitt ohne medizinische Notwendigkeit, entscheiden. Da dieser jedoch aus rechtlicher  Sicht eine Körperverletzung darstellt, kann der Arzt die Durchführung des Eingriffs ablehnen, wenn seines Erachtens keine medizinische Berechtigung dafür vorliegt. Besprechen Sie dies mit Ihrem Frauenarzt und informieren Sie Ihn über Ihre Bedenken und Ängste bezüglich der Geburt.

Wird mein Kind sich aus seiner momentanen Lage mit Kopf nach oben noch drehen? 

Die Beckenendlage (Steißlage) ist im Verlauf der Schwangerschaft eine ganz normale Lage, die der Embryo immer wieder mal einnimmt und immer wieder mal gegen andere Positionen eintauscht. Allerdings: Je größer das ungeborene Kind wird, desto weniger Platz bleibt im Mutterleib für turbulente Drehungen und Wendungen.
So wird eine Beckenendlage bei der 2. Ultraschalluntersuchung noch in ca. 50% beobachtet.
Ungefähr ab der 32. Woche haben 90 Prozent der Kinder ihre endgültige Geburtsposition eingenommen. Nur 3-5% aller Babys liegen um den errechneten Termin tatsächlich noch in Beckenendlage - d.h. die anderen 5-7% ändern tatsächlich noch kurz vor der Geburt ihre Lage.
Es gibt verschiedene Methoden, das Kind in Schädellage zu bringen. Die Akupunktur und homöopathische Mittel werden erfolgreich zur Wendung von Beckenendlagen verwendet. Bleiben diese Methoden erfolglos, bestehen noch die Möglichkeiten einer Drehung durch das geburtshilfliche Team unter Gabe von wehenhemmenden Mitteln. Generell wird bei Beckenendlagen heute meist ein Kaiserschnitt durchgeführt, aber auch eine normale Geburt aus Beckenendlage ist möglich.

Wird die Gesundheit meines Babys durch eine Windpocken-Infektion in den letzten Schwangerschaftswochen gefährdet? 

den Mutterkuchen (diaplazentar) möglich. Die Art einer möglichen Schädigung hängt dabei vom Zeitpunkt der Infektion ab. Mögliche Auswirkungen gehen von einer symptomlose Infektion bis hin zur Fehlgeburt. Da bei einer Infektion nur in etwa 20-25% mit einer Übertragung auf das Ungeborene gerechnet werden muss und von diesen Kindern wiederum nur ein Bruchteil Schädigungen davonträgt, wird eine gesundheitliche Schädigung nur in 1-2% aller Windpockenerkrankungen in der Schwangerschaft gefunden.
Eine deutlich erhöhte Gefährdung besteht bei Kindern, deren Mutter fünf Tage vor bis zwei Tage nach Entbindung erkennbar an Windpocken erkranken. Daher versucht man im Falle einer Erkrankung der Mutter die Entbindung durch Wehenhemmung möglichst weit nach hinten zu verschieben. Sollte die Geburt aber unaufhaltsam sein, wird in diesem Fall unverzüglich nach der Geburt eine passive Immunisierung mit Immunglobulinen durchgeführt und eine antivirale Therapie begonnen.

Ist ein oftmals harter Bauch in der späten Schwangerschaft ein Hinweis darauf, dass mein Baby jetzt früher zur Welt kommt? 

unangenehmes Ziehen wahrgenommen, gehen mit häufigem Gang zur Toilette einher und sind in aller Regel noch etwas ausgeprägter als Vorwehen. Sie weisen darauf hin, dass der Kopf des Fetus tiefer in das kleine Becken der Mutter rutscht und damit eine günstige Geburtslage einnimmt. Wann genau ihr Baby zur Welt kommen wird, lässt sich jedoch anhand der Senkwehen (leider) nicht vorhersagen.

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen?

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

Kann eine Pilzinfektion der Scheide die Gesundheit meines Babys beeinträchtigen? 

Die Besiedelung unseres Körpers mit Pilzen ist physiologisch. Sie werden durch das körpereigene Immunsystem in ihrer Ausbreitung kontrolliert. Aufgrund einer Störung des Immunsystems bzw. Störung des physiologischen Milieus können sich Pilze unkontrolliert vermehren. Es kommt zu einer Pilzinfektion. Bei 30-40% der Schwangeren manifestiert sich diese im Genitalbereich. Dadurch, dass Pilzinfektionen den pH-Wert der Scheide nicht verändern, sind sie nicht durch eine pH-Messung erfassbar. Meist klagen die Schwangeren über Juckreiz und Brennen und es finden sich weißliche Beläge in der Scheide.
Beim Durchtritt durch den Geburtskanal können Pilzinfektionen der Scheide auf das Kind übertragen werden. Zu etwa 80 Prozent werden die Hefepilze auf die Haut des Neugeborenen übertragen und von dort können sie leicht die Mundhöhle und den Verdauungstrakt besiedeln. Dies spielt vor allem bei Frühgeborenen eine Rolle. Es  wird daher empfohlen, bei Schwangeren ab der 34. Schwangerschaftswoche, verstärkt auf eine Pilzinfektion zu achten und diese gegebenenfalls zu behandeln.

Werde ich einen Blasensprung auf jeden Fall bemerken? 

Nein, nicht zwangsläufig wird ein Blasensprung auch als solcher erkannt.
Bei einem Blasenriss kann nur ein sehr kleiner, weit oberhalb vom inneren Muttermund lokalisierter (hoher Blasensprung) Riss in der Fruchtblase vorliegen. Dieser kann sich mitunter auch von selbst wieder schließen, ohne das Fruchtwasser austritt und daher unbemerkt bleiben. Es kann auch sein, dass das austretende Fruchtwasser für Ausfluss gehalten und der Verlust aufgrund ausreichender Nachproduktion von Fruchtwasser im Ultraschallbild nicht erkannt wird. Aufgrund der undichten Fruchtblase ist jedoch das Infektionsrisiko enorm erhöht. Daher ist bei der geringsten Vermutung eines Fruchtwasserverlustes eine Untersuchung auf Vorhandensein von Fruchtwasser in der Scheide notwendig. Dies kann entweder mittels eines geeigneten Tests aus der Apotheke (Lackmuspapier) oder durch Ihren Frauenarzt vorgenommen werden.

Während der Schwangerschaft habe ich enorm mit Hämorrhoiden zu kämpfen. Bilden diese sich nach der Geburt zurück? 

Immobilität den Blutrückfluss in den Gefäßen zum Herzen verzögern. Der Druck auf die Blutgefäße des Enddarms, bedingt durch die Gebärmutter und den Kopf des Fetus sowie ein extrem gesteigertes Blutvolumen, führen zu sichtbaren, teilweise blutenden Krampfadern im Bereich des AftersDiese Faktoren sowie extreme Verstopfung begünstigen die Entstehung von Hämorrhoiden. Um Hämorrhoiden vorzubeugen, helfen oftmals eine ballaststoffreiche Ernährung und reichlich Flüssigkeit. Auch Sitzbäder mit Kamille können die Symptome abklingen lassen. In aller Regel ist mit einem Rückgang der Hämorrhoiden nach der Schwangerschaft bzw. der Geburt zu rechnen.

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen?

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

Kann eine Pilzinfektion der Scheide die Gesundheit meines Babys beeinträchtigen? 

Die Besiedelung unseres Körpers mit Pilzen ist physiologisch. Sie werden durch das körpereigene Immunsystem in ihrer Ausbreitung kontrolliert. Aufgrund einer Störung des Immunsystems bzw. Störung des physiologischen Milieus können sich Pilze unkontrolliert vermehren. Es kommt zu einer Pilzinfektion. Bei 30-40% der Schwangeren manifestiert sich diese im Genitalbereich. Dadurch, dass Pilzinfektionen den pH-Wert der Scheide nicht verändern, sind sie nicht durch eine pH-Messung erfassbar. Meist klagen die Schwangeren über Juckreiz und Brennen und es finden sich weißliche Beläge in der Scheide.
Beim Durchtritt durch den Geburtskanal können Pilzinfektionen der Scheide auf das Kind übertragen werden. Zu etwa 80 Prozent werden die Hefepilze auf die Haut des Neugeborenen übertragen und von dort können sie leicht die Mundhöhle und den Verdauungstrakt besiedeln. Dies spielt vor allem bei Frühgeborenen eine Rolle. Es  wird daher empfohlen, bei Schwangeren ab der 34. Schwangerschaftswoche, verstärkt auf eine Pilzinfektion zu achten und diese gegebenenfalls zu behandeln.

Werde ich einen Blasensprung auf jeden Fall bemerken? 

Nein, nicht zwangsläufig wird ein Blasensprung auch als solcher erkannt.
Bei einem Blasenriss kann nur ein sehr kleiner, weit oberhalb vom inneren Muttermund lokalisierter (hoher Blasensprung) Riss in der Fruchtblase vorliegen. Dieser kann sich mitunter auch von selbst wieder schließen, ohne das Fruchtwasser austritt und daher unbemerkt bleiben. Es kann auch sein, dass das austretende Fruchtwasser für Ausfluss gehalten und der Verlust aufgrund ausreichender Nachproduktion von Fruchtwasser im Ultraschallbild nicht erkannt wird. Aufgrund der undichten Fruchtblase ist jedoch das Infektionsrisiko enorm erhöht. Daher ist bei der geringsten Vermutung eines Fruchtwasserverlustes eine Untersuchung auf Vorhandensein von Fruchtwasser in der Scheide notwendig. Dies kann entweder mittels eines geeigneten Tests aus der Apotheke (Lackmuspapier) oder durch Ihren Frauenarzt vorgenommen werden.

Wird mein Kind sich aus seiner momentanen Lage mit Kopf nach oben noch drehen? 

Die Beckenendlage (Steißlage) ist im Verlauf der Schwangerschaft eine ganz normale Lage, die der Embryo immer wieder mal einnimmt und immer wieder mal gegen andere Positionen eintauscht. Allerdings: Je größer das ungeborene Kind wird, desto weniger Platz bleibt im Mutterleib für turbulente Drehungen und Wendungen.
So wird eine Beckenendlage bei der 2. Ultraschalluntersuchung noch in ca. 50% beobachtet.
Ungefähr ab der 32. Woche haben 90 Prozent der Kinder ihre endgültige Geburtsposition eingenommen. Nur 3-5% aller Babys liegen um den errechneten Termin tatsächlich noch in Beckenendlage - d.h. die anderen 5-7% ändern tatsächlich noch kurz vor der Geburt ihre Lage.
Es gibt verschiedene Methoden, das Kind in Schädellage zu bringen. Die Akupunktur und homöopathische Mittel werden erfolgreich zur Wendung von Beckenendlagen verwendet. Bleiben diese Methoden erfolglos, bestehen noch die Möglichkeiten einer Drehung durch das geburtshilfliche Team unter Gabe von wehenhemmenden Mitteln. Generell wird bei Beckenendlagen heute meist ein Kaiserschnitt durchgeführt, aber auch eine normale Geburt aus Beckenendlage ist möglich.



Kann baden zu Wehen führen? 

Warmes Wasser kann zwar tatsächlich schon vorhandene echte Wehen verstärken, allerdings nur, wenn bei Ihnen Hinweise auf einen vorzeitigen Blasensprung oder vorzeitige Wehen bestehen. Daher bietet sich ein Vollbad um den Entbindungstermin herum als so genannter Wehentest an, da Vorwehen, d.h. unechte Wehen, durch die Entspannung im warmen Wasser abgeschwächte werden.
Um Ihren Kreislauf durch einen zu starken Blutdruckabfall nicht zu sehr zu strapazieren, sollten Sie aber nicht zu heiß baden.

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen?

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

Kann eine Pilzinfektion der Scheide die Gesundheit meines Babys beeinträchtigen? 

Die Besiedelung unseres Körpers mit Pilzen ist physiologisch. Sie werden durch das körpereigene Immunsystem in ihrer Ausbreitung kontrolliert. Aufgrund einer Störung des Immunsystems bzw. Störung des physiologischen Milieus können sich Pilze unkontrolliert vermehren. Es kommt zu einer Pilzinfektion. Bei 30-40% der Schwangeren manifestiert sich diese im Genitalbereich. Dadurch, dass Pilzinfektionen den pH-Wert der Scheide nicht verändern, sind sie nicht durch eine pH-Messung erfassbar. Meist klagen die Schwangeren über Juckreiz und Brennen und es finden sich weißliche Beläge in der Scheide.
Beim Durchtritt durch den Geburtskanal können Pilzinfektionen der Scheide auf das Kind übertragen werden. Zu etwa 80 Prozent werden die Hefepilze auf die Haut des Neugeborenen übertragen und von dort können sie leicht die Mundhöhle und den Verdauungstrakt besiedeln. Dies spielt vor allem bei Frühgeborenen eine Rolle. Es  wird daher empfohlen, bei Schwangeren ab der 34. Schwangerschaftswoche, verstärkt auf eine Pilzinfektion zu achten und diese gegebenenfalls zu behandeln.

Werde ich einen Blasensprung auf jeden Fall bemerken? 

Nein, nicht zwangsläufig wird ein Blasensprung auch als solcher erkannt.
Bei einem Blasenriss kann nur ein sehr kleiner, weit oberhalb vom inneren Muttermund lokalisierter (hoher Blasensprung) Riss in der Fruchtblase vorliegen. Dieser kann sich mitunter auch von selbst wieder schließen, ohne das Fruchtwasser austritt und daher unbemerkt bleiben. Es kann auch sein, dass das austretende Fruchtwasser für Ausfluss gehalten und der Verlust aufgrund ausreichender Nachproduktion von Fruchtwasser im Ultraschallbild nicht erkannt wird. Aufgrund der undichten Fruchtblase ist jedoch das Infektionsrisiko enorm erhöht. Daher ist bei der geringsten Vermutung eines Fruchtwasserverlustes eine Untersuchung auf Vorhandensein von Fruchtwasser in der Scheide notwendig. Dies kann entweder mittels eines geeigneten Tests aus der Apotheke (Lackmuspapier) oder durch Ihren Frauenarzt vorgenommen werden.

Ist ein oftmals harter Bauch in der späten Schwangerschaft ein Hinweis darauf, dass mein Baby jetzt früher zur Welt kommt? 

unangenehmes Ziehen wahrgenommen, gehen mit häufigem Gang zur Toilette einher und sind in aller Regel noch etwas ausgeprägter als Vorwehen. Sie weisen darauf hin, dass der Kopf des Fetus tiefer in das kleine Becken der Mutter rutscht und damit eine günstige Geburtslage einnimmt. Wann genau ihr Baby zur Welt kommen wird, lässt sich jedoch anhand der Senkwehen (leider) nicht vorhersagen.

Wird die Gesundheit meines Babys durch eine Windpocken-Infektion in den letzten Schwangerschaftswochen gefährdet? 

den Mutterkuchen (diaplazentar) möglich. Die Art einer möglichen Schädigung hängt dabei vom Zeitpunkt der Infektion ab. Mögliche Auswirkungen gehen von einer symptomlose Infektion bis hin zur Fehlgeburt. Da bei einer Infektion nur in etwa 20-25% mit einer Übertragung auf das Ungeborene gerechnet werden muss und von diesen Kindern wiederum nur ein Bruchteil Schädigungen davonträgt, wird eine gesundheitliche Schädigung nur in 1-2% aller Windpockenerkrankungen in der Schwangerschaft gefunden.
Eine deutlich erhöhte Gefährdung besteht bei Kindern, deren Mutter fünf Tage vor bis zwei Tage nach Entbindung erkennbar an Windpocken erkranken. Daher versucht man im Falle einer Erkrankung der Mutter die Entbindung durch Wehenhemmung möglichst weit nach hinten zu verschieben. Sollte die Geburt aber unaufhaltsam sein, wird in diesem Fall unverzüglich nach der Geburt eine passive Immunisierung mit Immunglobulinen durchgeführt und eine antivirale Therapie begonnen.

Welche Methoden gibt es um Wehen auszulösen? 

Ob nun das Kind oder die Mutter den Zeitpunkt der Geburt bestimmt, ist eine noch ungelöste Frage der Wissenschaft. Beide haben am Wehenbeginn Teil. Glücklich wähnen sich alle Schwangeren, bei denen geburtswirksame Wehen einige Tage vor dem Termin einsetzen. Sie entgehen der gut gemeinten Anteilnahme von Familie und Freunden, die täglich hinterfragen, ob denn noch alles in Ordnung sein kann, wenn sich das Kind scheinbar etwas verspätet. Bewiesen sind in ihrer Wirksamkeit nur wenige der im folgenden genannten „Hausmittel“, jedoch dürfen wir den Nutzen einer suggestiven Wirkung nicht unterschätzen, oder mit einfacheren Worten: „Der Glaube kann Berge versetzen – und vielleicht auch Wehen anschubsen...“,  „ Mit Liebe gezeugt - mit Liebe geboren“ ist eine aktive und vielfach praktizierte Strategie zur Wehenanregung. Diskutiert wird dabei die Wirkung der in der Samenflüssigkeit angereicherten Prostaglandine des Mannes, die nach dem Geschlechtsverkehr am Muttermund der Frau ihre Wirkung entfalten sollen. Additiv soll das durch die Stimulation der Brustwarzen ausgeschüttet Hormon „Oxytocin“ Kontraktionen auslösen. Das Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung zur Wirksamkeit der Methode, wollen wir Ihnen hier bewusst vorenthalten und erwähnen, dass Paare, die kurz vor der Entbindung keine Lust auf Geschlechtsverkehr haben, wissenschaftlich gesehen kein Versäumnis provozieren. Manche Paare versuchen es pragmatisch mit gemeinsamem Treppensteigen, andere nehmen lieber Substanzen, wie Kaffee, schwarzer Tee, Cola, chininhaltige Getränke (Bitter Lemon, Tonic Water), Tee aus Himbeer- und Brombeerblättern, Schafgarbe, Eisen- oder Wermutkraut; spezielle Aromaöle aus Ingwer, Zimt, Rosmarin oder Nelke ein. Ein sogenannter „Wehencocktail“ (er enthält Rizinusöl, Orangen- oder Aprikosensaft, Mandelmus, Eisenkraut und ggf. Sekt) sind, wie auch der in unserer Zeit unpopuläre Einlauf,  durchaus valide Instrumente eine Wehenbereitschaft in muttermundswirksame Wehen zu wandeln. Aber Vorsicht: Eine Geburtseinleitung bedarf einer ärztlichen Indikation und sollte – wenn überhaupt – unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, um die Wirkung der angeregten Wehen auf das Kind zu beurteilen.

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen?

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

Wird die Gesundheit meines Babys durch eine Windpocken-Infektion in den letzten Schwangerschaftswochen gefährdet? 

den Mutterkuchen (diaplazentar) möglich. Die Art einer möglichen Schädigung hängt dabei vom Zeitpunkt der Infektion ab. Mögliche Auswirkungen gehen von einer symptomlose Infektion bis hin zur Fehlgeburt. Da bei einer Infektion nur in etwa 20-25% mit einer Übertragung auf das Ungeborene gerechnet werden muss und von diesen Kindern wiederum nur ein Bruchteil Schädigungen davonträgt, wird eine gesundheitliche Schädigung nur in 1-2% aller Windpockenerkrankungen in der Schwangerschaft gefunden.
Eine deutlich erhöhte Gefährdung besteht bei Kindern, deren Mutter fünf Tage vor bis zwei Tage nach Entbindung erkennbar an Windpocken erkranken. Daher versucht man im Falle einer Erkrankung der Mutter die Entbindung durch Wehenhemmung möglichst weit nach hinten zu verschieben. Sollte die Geburt aber unaufhaltsam sein, wird in diesem Fall unverzüglich nach der Geburt eine passive Immunisierung mit Immunglobulinen durchgeführt und eine antivirale Therapie begonnen.

Welche Methoden gibt es um Wehen auszulösen? 

Ob nun das Kind oder die Mutter den Zeitpunkt der Geburt bestimmt, ist eine noch ungelöste Frage der Wissenschaft. Beide haben am Wehenbeginn Teil. Glücklich wähnen sich alle Schwangeren, bei denen geburtswirksame Wehen einige Tage vor dem Termin einsetzen. Sie entgehen der gut gemeinten Anteilnahme von Familie und Freunden, die täglich hinterfragen, ob denn noch alles in Ordnung sein kann, wenn sich das Kind scheinbar etwas verspätet. Bewiesen sind in ihrer Wirksamkeit nur wenige der im folgenden genannten „Hausmittel“, jedoch dürfen wir den Nutzen einer suggestiven Wirkung nicht unterschätzen, oder mit einfacheren Worten: „Der Glaube kann Berge versetzen – und vielleicht auch Wehen anschubsen... „

„Mit Liebe gezeugt - mit Liebe geboren“ ist eine aktive und vielfach praktizierte Strategie zur Wehenanregung. Diskutiert wird dabei die Wirkung der in der Samenflüssigkeit angereicherten Prostaglandine des Mannes, die nach dem Geschlechtsverkehr am Muttermund der Frau ihre Wirkung entfalten sollen. Additiv soll das durch die Stimulation der Brustwarzen ausgeschüttet Hormon „Oxytocin“ Kontraktionen auslösen. Das Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung zur Wirksamkeit der Methode, wollen wir Ihnen hier bewusst vorenthalten und erwähnen, dass Paare, die kurz vor der Entbindung keine Lust auf Geschlechtsverkehr haben, wissenschaftlich gesehen kein Versäumnis provozieren. Manche Paare versuchen es pragmatisch mit gemeinsamem Treppensteigen, andere nehmen lieber Substanzen, wie Kaffee, schwarzer Tee, Cola, chininhaltige Getränke (Bitter Lemon, Tonic Water), Himbeer- oder Brombeertee , Eisen- oder Wermutkraut; spezielle Aromaöle aus Ingwer, Zimt, Rosmarin oder Nelke ein. Ein sogenannter „Wehencocktail“ (er enthält Rizinusöl, Orangen- oder Aprikosensaft, Mandelmus, Eisenkraut und ggf. Sekt) sind, wie auch der in unserer Zeit unpopuläre Einlauf,  durchaus valide Instrumente eine Wehenbereitschaft in muttermundswirksame Wehen zu wandeln. Aber Vorsicht: Eine Geburtseinleitung bedarf einer ärztlichen Indikation und sollte – wenn überhaupt – unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, um die Wirkung der angeregten Wehen auf das Kind zu beurteilen.

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen?

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.


Welche Methoden gibt es um Wehen auszulösen? 

Ob nun das Kind oder die Mutter den Zeitpunkt der Geburt bestimmt, ist eine noch ungelöste Frage der Wissenschaft. Beide haben am Wehenbeginn Teil. Glücklich wähnen sich alle Schwangeren, bei denen geburtswirksame Wehen einige Tage vor dem Termin einsetzen. Sie entgehen der gut gemeinten Anteilnahme von Familie und Freunden, die täglich hinterfragen, ob denn noch alles in Ordnung sein kann, wenn sich das Kind scheinbar etwas verspätet. Bewiesen sind in ihrer Wirksamkeit nur wenige der im folgenden genannten „Hausmittel“, jedoch dürfen wir den Nutzen einer suggestiven Wirkung nicht unterschätzen, oder mit einfacheren Worten: „Der Glaube kann Berge versetzen – und vielleicht auch Wehen anschubsen... „
„Mit Liebe gezeugt - mit Liebe geboren“ ist eine aktive und vielfach praktizierte Strategie zur Wehenanregung. Diskutiert wird dabei die Wirkung der in der Samenflüssigkeit angereicherten Prostaglandine des Mannes, die nach dem Geschlechtsverkehr am Muttermund der Frau ihre Wirkung entfalten sollen. Additiv soll das durch die Stimulation der Brustwarzen ausgeschüttet Hormon „Oxytocin“ Kontraktionen auslösen. Das Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung zur Wirksamkeit der Methode, wollen wir Ihnen hier bewusst vorenthalten und erwähnen, dass Paare, die kurz vor der Entbindung keine Lust auf Geschlechtsverkehr haben, wissenschaftlich gesehen kein Versäumnis provozieren. Manche Paare versuchen es pragmatisch mit gemeinsamem Treppensteigen, andere nehmen lieber Substanzen, wie Kaffee, schwarzer Tee, Cola, chininhaltige Getränke (Bitter Lemon, Tonic Water), Himbeer- oder Brombeertee , Eisen- oder Wermutkraut; spezielle Aromaöle aus Ingwer, Zimt, Rosmarin oder Nelke ein. Ein sogenannter „Wehencocktail“ (er enthält Rizinusöl, Orangen- oder Aprikosensaft, Mandelmus, Eisenkraut und ggf. Sekt) sind, wie auch der in unserer Zeit unpopuläre Einlauf, durchaus valide Instrumente eine Wehenbereitschaft in muttermundswirksame Wehen zu wandeln. Aber Vorsicht: Eine Geburtseinleitung bedarf einer ärztlichen Indikation und sollte – wenn überhaupt – unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, um die Wirkung der angeregten Wehen auf das Kind zu beurteilen.

Wie kann ich Haarausfall nach der Geburt entgegenwirken? 

Je nachdem wie der erhöhte Östrogenspiegel während der Schwangerschaft Ihren Haaren mehr Glanz und Dicke verliehen hat, kann der starke Östrogenabfall nach der Geburt einen gesteigerten Haarausfall bewirken. Dies ist eine gewöhnliche Reaktion und kein Grund zur Sorge. Ihre Haare werden letztendlich wieder ihren ursprünglichen Zustand erreichen.
Bei manchen Frauen kommt es auch als Reaktion auf den physiologischen Stress nach der Geburt zu einem mehr oder weniger starken Haarausfall. Dieser Haarausfall kann sich über einige Monate hinziehen, hört dann aber von alleine wieder auf. Schon während dieser Zeit beginnt das Haar neu zu wachsen. Da auch die Art der Ernährung den Haarausfall zu beeinflussen scheint, ist hier – wie überhaupt – eine möglichst abwechslungsreiche, qualitativ gute Kost grundsätzlich empfehlenswert.
Wenn der Haarverlust so stark oder anhaltend ist, dass „Schwangerschaft und Geburt” als Erklärung nicht ausreichen, sollten Sie dies abklären lassen. Ob Sie stillen oder nicht hat keinen Einfluss auf Haarausfall


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