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AG Epigenetik

Die DNA jeder Zelle in unserem Körper enthält die von unseren Eltern vererbten Gene und spielt eine entscheide Rolle für die Entwicklung und Funktion des Organismus im gesunden Zustand als auch beim Auftreten von Krankheiten. 

Viele zunehmend in den Fokus unserer Gesellschaft rückenden Krankheiten – unter ihnen Krebs und neurodegenerative Erkrankungen – lassen sich jedoch nicht allein genetisch erklären. Die fehlenden Puzzleteile zum Verständnis dieser Krankheiten werden „überhalb” der DNA vermutet – auf der Ebene der Epigenetik, abgeleitet vom Griechischen epi-, das über- bedeutet.

Das Forschungsgebiet der Epigenetik hat über die letzten Jahre gezeigt, dass die molekularen Strukturen, die die DNA im Zellkern verpacken, ebenfalls regulatorischen Einfluss auf die Gene ausüben. Diese Verpackungsstruktur der DNA, das so genannte Chromatin, kann auf vielfältige Weise molekular verändert werden und damit hoch dynamisch auf Gene und somit auf zelluläre Funktionen einwirken. Mehr noch zeigt sich, dass manche diese Modifikationen der Chromatinstruktur durch Umweltfaktoren beeinflusst werden und sie teilweise sogar vererbbar oder auch reversibel sind.

Chromatin präsentiert sich mit diesen Erkenntnissen als eine zentrale Schnittstelle zwischen Genen und Umwelt, und Entstehung und Verlauf von Krankheiten könnten entscheidend von epigenetischen Veränderungen mitbestimmen sein. Daher steht die Epigenetik im Fokus unserer Forschungsgruppe, in der wir untersuchen, welche epigenetischen Modifikationen mit neurodegenerativen Krankheiten – insbesondere Morbus Parkinson und Chorea Huntington – einhergehen und wie Umweltfaktoren modulierend auf sie einwirken.

Für unsere Arbeit nutzen wir ein breites Spektrum an Modellen, die uns erlauben von Maus, über Ratte, bis hin zum Menschen die Epigenetik neurodegenerativer Krankheiten zu untersuchen. Erkenntnisse unserer Arbeitsgruppe tragen dazu bei ein besseres molekulares Verständnis dieser Krankheiten zu entwickeln und eröffnen darüber hinaus potentiell neue therapeutische Ansätze.

Leitung

AG-Leitung

frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: Dr. Julia Schulze-Hentrich


frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: 07071 29-72276


E-Mail-Adresse: julia.schulze-hentrich@med.uni-tuebingen.de


Mehr zur Person

Dr. Julia Schulze-Hentrich (Dipl-Biologin, Ph.D. in Genetik) leitet seit September 2011 die Arbeitsgruppe „Epigenetik neurodegenerativer Erkrankungen” am Institut für Medizinische Genetik. Sie studierte Biologie an den Universitäten Göttingen und Jena und verbrachte ein Forschungsjahr an der University of California, Berkeley. Anschließend promovierte sie im Genetics Graduate Program der University of British Columbia, Vancouver, und untersuchte epigenetische Modifikationen am Centre for Molecular Medicine and Therapeutics im Labor von Dr. Michael Kobor. Im Rahmen des HELP (Human Early Learning Partnership) arbeitete Dr. Julia Schulze-Hentrich 2011 als Post-Doctoral Fellow und erforschte DNA-Methylierungsmuster in humanen Zellen.

Zertifikate und Verbände

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