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Verhaltensmaßnahmen bei einer Bauchspiegelung

Verhaltensmaßnahmen bei einer Bauchspiegelung

Bei Ihnen wurde eine Spiegelung der Bauchhöhle durchgeführt. Im Anschluss an eine solche Operation gibt es natürlich viele Fragen. Hier wollen wir kurz auf die zu beachtenden Verhaltensweisen eingehen. Alle weiteren Fragen können Sie gerne im Entlassgespräch mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt ausführlich besprechen.

Worauf muss in nächster Zeit geachtet werden?

Sie sollen sich über die nächsten Tage hinweg schonen. Alleine aufgrund der Narkose, die Sie erhalten haben, sollten Sie mindestens 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen, keine schweren Maschinen bedienen und keine wichtigen Entscheidungen treffen. Da Sie nicht Auto fahren sollten, lassen Sie sich nach der Operation bitte abholen. 

Auch in den nächsten zwei Wochen sollten Sie alles ruhiger angehen. Bitte verzichten Sie auf schweres Heben und Tragen sowie körperliche Anstrengung oder Sport. Sollten Sie alleine wohnen, kann es ratsam sein, für ausreichend Lebensmittel auf Vorrat zu sorgen, sodass Sie einige Tage nicht einkaufen gehen müssen. In der ersten Woche nach der Operation sollten Sie auf regelmäßigen Stuhlgang achten. 

Wann sollte ich mich wieder bei meiner Frauenärztin oder meinem Frauenarzt beziehungsweise in der Klinik vorstellen?
Bei Fieber über 38 °C, plötzlichen starken Schmerzen oder Problemen beim Wasserlassen. Sollten die Wundränder nicht heilen oder die Wunde gerötet und infiziert aussehen, können Sie jederzeit direkt unsere Klinik aufsuchen.

Bei Gebärmutter- und Myomentfernung
Nach der Entfernung eines Myoms (gutartiger Muskelknoten der Gebärmutter) bitten wir Sie je nach Empfehlung der entlassenden Ärztin oder des entlassenden Arztes auf eine sichere Verhütung für bis zu sechs Monate zu achten. Ihre Gebärmutter braucht diese Zeit zur Heilung, um in Zukunft eine Schwangerschaft auszutragen zu können. Ggf. kann die Dauer variieren. Sprechen Sie die Dauer der Verhütung gezielt bei der Entlassung an.
Wenn bei Ihnen die Gebärmutter entfernt wurde, verzichten Sie bitte sechs bis acht Wochen auf Geschlechtsverkehr.

Bei Kinderwunsch

Sollten Sie sich aufgrund eines bestehenden Kinderwunsches operiert worden sein, kann es sinnvoll sein einen Termin in einem Kinderwunschzentrum zur Besprechung der Befunde und des weiteren Vorgehens zu vereinbaren. 

Bei Verdacht auf Endometriose

Sollte bei Ihnen der dringende Verdacht auf eine Endometriose bestehen, kann es ggf. sinnvoll sein einen Termin zur weiteren Therapieplanung in unserem Endometriosezentrum zu vereinbaren.

Häufig gestellte Fragen

Es spricht nichts dagegen, dass Sie am ersten Tag nach der Operation wieder duschen. Nach einer Bauchspiegelung sollten Sie den Bauch nur mit klarem Wasser abduschen, bis die selbstauflösenden Fäden abgefallen sind. Auf Baden oder Schwimmen sollten Sie in den nächsten zwei Wochen verzichten.

Das Pflaster über Ihrem Nabel kann direkt am ersten Tag nach der Operation entfernt werden. Im Bauchnabel liegt meist ein kleiner Wattetupfer, diesen dürfen Sie ebenfalls am ersten Tag nach der Operation herausnehmen. Sollten sich auf Wunden sehr fest klebende Streifenpflaster, sogenannte „Steristrips“, befinden, so fallen diese nach einigen Tagen von selbst ab. Um die Langlebigkeit dieser Steristrips zu erhöhen, können Sie diese nach dem Duschen trocken tupfen. Spätestens nach einer Woche können die Steristrips aber auch beispielsweise beim Duschen entfernt werden. Das verwendete Nahtmaterial ist selbstauflösend. Die Fadenenden können Sie nach sieben Tagen bis auf Hautniveau kürzen lassen.

Sollte während Ihrer Operation ein Instrument durch die Scheide eingeführt worden sein, ist eine leichte vaginale Blutung normal. Diese vaginale Blutung sollte nicht stärker als Ihre Regelblutung sein. Sollte es deutlich stärker bluten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Bitte verzichten Sie auf Tampons! Ihre Gebärmutter und Scheide sind in den nächsten Tagen sehr empfänglich für Infektionen. Sie können stattdessen gerne Vorlagen verwenden.

Bitte kontaktieren Sie uns, sollten Sie eine Blutung haben, die stärker als ihre Periode ist.

Bitte nehmen Sie alle Ihre Medikamente weiter ein, die Sie bereits vor der Operation eingenommen haben. Sollten Sie Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen (beispielsweise Marcumar, Eliquis) besprechen wir individuell mit Ihnen, wann Sie diese wieder einnehmen dürfen, und ob Sie zwischenzeitlich Heparin spritzen müssen („Anti-Thrombose-Spritze“).

Bei Schmerzen dürfen Sie gerne Ibuprofen, Paracetamol oder Metamizol einnehmen. In niedrigen Dosierungen erhalten Sie diese Medikamente ohne Rezept in der Apotheke.

Wir empfehlen, 10-14 Tage nach der Operation einen Termin zur Nachsorge bei Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt zu vereinbaren.

Wenn Sie eine Krankschreibung benötigen, sprechen Sie uns bitte frühzeitig an. Wir können Ihnen für den Zeitraum Ihrer ambulanten Termine und Ihres stationären Aufenthalts eine Aufenthaltsbescheinigung ausstellen. Je nach Schwere der Operation ist eine Krankschreibung ab dem Zeitpunkt der Entlassung für bis zu sieben Tage möglich. Anschließend ist Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt zuständig.

Bis wir das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung erhalten, kann es ungefähr 10-14 Werktage dauern. Sobald uns die Ergebnisse vorliegen, werden wir diese im Arztbrief per Post an Sie persönlich und an Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt schicken. Gerne können Sie das Ergebnis mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt bei der Kontrolluntersuchung 10-14 Tage nach der Operation besprechen. Sollten wir einen besonderen Befund erheben, werden wir Sie telefonisch kontaktieren.

 Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und hoffen, dass Sie sich stets wohl bei uns gefühlt haben.

 Herzlichst grüßt Sie die Frauenklinik Tübingen.

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