Die Therapieempfehlung und der Heilungsverlauf sind unmittelbar abhängig von:
- der Tiefe der thermischen Verletzung
- dem Ausmaß der betroffenen Körperoberfläche
Gradeinteilung
Das Ausmaß der betroffenen Körperoberfläche wird in Prozent angegeben. Je tiefer die Verbrennung und/oder je größer das Ausmaß der betroffenen Körperoberfläche umso wahrscheinlicher ist eine stationäre Behandlung Ihres Kindes erforderlich.
Die initiale Wundversorgung und weitere Verbandwechsel erfolgen je nach Tiefe und Ausmaß zumeist in Analgosedierung (leichter, schmerzfreier Rausch) oder in Narkose, um eine weitere Traumatisierung zu vermeiden. Spezielle Wundauflagen fördern in Abhängigkeit von der Tiefe die Wundheilung; bei Verbrennungen ab Grad IIb kann es erforderlich sein, dünne Hautschichten von anderen Körperregionen auf den verletzten Bereich zu transplantieren (=Spalthauttransplantation).
Bei Überschreiten einer gewissen Größe und oder sehr tiefen Verletzung steht auf der interdisziplinären Intensivstation eine separate Behandlungseinheit z ur Verfügung. Hier wird, neben der notwendigen chirurgischen Versorgung, u.U. mit Hauttransplantationen eine intensivmedizinische Überwachung und Schmerztherapie gewährleistet.
Während der Versorgung eines betroffenen Kindes ist oft für einen langen Zeitraum eine intensive Betreuung der Patienten sowie der Familie erforderlich. Dazu steht in der Universitätsklinik Tübingen ein fachübergreifendes Team zur Verfügung. Dazu gehören Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Kinderpsychologen, Sozialarbeiter und Seelsorger.
Die ambulante Nachbetreuung findet in unserer Verbrennungssprechstunde statt. Im Akutfall melden Sie sich bitte in unserer Kinderchirurgischen Notaufnahme.