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Klinische Forschung

Die klinische Forschung dient der steten Verbesserung der praktisch-medizinischen Versorgung. Diagnostische Prozeduren, Operationen und therapeutische Strategien werden stetig überprüft und verbessert. Wir führen selbst Untersuchungen zu verschiedensten Fragestellungen durch, nehmen an multizentrischen und internationalen Studien teil und kooperieren mit der Industrie zur Prüfung und Verbesserung von Medizinprodukten. Dies jederzeit mit größter Transparenz und maximaler Sicherheit. Damit wir Ihnen zukünftig eine noch bessere und sicherere Versorgung anbieten können.

Auswahl unserer aktuellen klinischen Forschungsprojekte

Leitung: Prof. Dr. Aron-Frederik Popov (THG), Fr. PD Dr. Karin Müller (Kardiologie)

Leitung: Prof. Dr. Aron-Frederik Popov

Leitung: Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Schlensak, Prof. Dr. Aron-Frederik Popov

Leitung: Prof. Dr. Aron-Frederik Popov, Dr. Nemeth, Dr. Berger

Leitung: Prof. Dr. Aron-Frederik Popov, Dr. Christoph Salewski, Prof. Dr. Meltem Avci-Adali

Leitung: Dr. Nemeth / Prof. Dr. Aron-Frederik Popov

Leiter: Dr. med. Krüger

Dissektionen der Hauptschlagader (Aorta) stellen ausgesprochen kritische Notfälle der Herzmedizin dar. Folgen können ein Herzinfarkt, Schlaganfall, und damit Behinderung sein, in einzelnen Fällen führen Aortendissektionen trotz sofortig durchgeführter Notoperationen zum Tode. Die Erkrankung entsteht plötzlich und unvorhersehbar, eine wirkungsvolle Prophylaxe und Erkennung von Risikopatienten ist zum heutigen Tage nicht möglich. In einem groß angelegten Forschungsprojekt analysierten wir Computertomographien unserer Patienten der letzten 10 Jahre um Merkmale zu finden welche die Vorhersage einer Aortendissektion ermöglichen. Hierbei konnten wir die Längenparameter der aufsteigenden Aorta und des Aortenbogens als Prädiktoren für Aortendissektionen identifizieren. Wir entwickelten einen Algorithmus zur Risikovorhersage von Aortendissektionen.

Wir können zwischenzeitlich all jenen Patienten die wir in unserer Aortensprechstude [LINK] versorgen eine Diagnostik entsprechend dem genannten Algorithmus anbieten. Wir arbeiten auch weiter an der Verbesserung der Diagnostik, der Früherkennung und Prophylaxe gefährlicher Aortenerkrankungen.

Hans-Borst-Preis
2017 erhielten wir für diese Studie den Hans-Borst-Preis der EACTS.

  • Kruger T, Oikonomou A, Schibilsky D, Lescan M, Bregel K, Vohringer L et al. Aortic elongation and the risk for dissection: the Tubingen Aortic Pathoanatomy (TAIPAN) projectdagger. European journal of cardio-thoracic surgery : official journal of the European Association for Cardio-thoracic Surgery 2017;51:1119-26.
  • Lescan M, Veseli K, Oikonomou A, Walker T, Lausberg H, Blumenstock G et al. Aortic Elongation and Stanford B Dissection: The Tubingen Aortic Pathoanatomy (TAIPAN) Project. European journal of vascular and endovascular surgery : the official journal of the European Society for Vascular Surgery 2017
  • Kruger T, Forkavets O, Veseli K, Lausberg H, Vohringer L, Schneider W et al. Ascending aortic elongation and the risk of dissectiondagger. European journal of cardio-thoracic surgery : official journal of the European Association for Cardio-thoracic Surgery 2016.
  • Kruger T, Sandoval Boburg R, Lescan M, Oikonomou A, Schneider W, Vohringer L et al. Aortic elongation in aortic aneurysm and dissection: the Tubingen Aortic Pathoanatomy (TAIPAN) project. European journal of cardio-thoracic surgery : official journal of the European Association for Cardio-thoracic Surgery 2018

Leiter: Dr. med. Krüger

PAWEL – Patientensicherheit, Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität: Reduktion von Delirrisiko und postoperativer kognitiver Dysfunktion (POCD) nach Elektivoperationen im Alter

Patienten die sich großen operativen Eingriffen unterziehen, insbesondere Senioren, haben ein Risiko in den ersten Tagen nach der Operation einen Verwirrtheitszustand, ein sogenanntes Delir zu erleiden.  Dieser Verwirrtheitszustand kann über mehrere Tage, teilweise über Wochen anhalten und ist oft ausgesprochen beunruhigend für den Patienten und seine Angehörigen. Ein Delir führt zu längeren Aufenthalten auf der Intensivstation und im Krankenhaus und beinhaltet nicht zuletzt auch die Gefahr von vermehrten Wundheilungsstörungen und ähnlichen Komplikationen. In einem großen multizentrisch angelegten Forschungsprojekt, an dem weitere Kliniken in der Umgebung teilnehmen, widmen wir uns der Erforschung des postoperativen Delirs. Wir entwickeln Strategien den perioperativen Aufenthalt in der Herzchirurgie besonders seniorengerecht zu gestaltet, wir versuchen komplexe Krankenhausabläufe speziell auf die Bedürfnisse älterer Mitmenschen anzupassen.

PAWEL-Projekt
Das PAWEL Projekt wird federführend durchgeführt und geleitet von der Klinik für Psychiatrie, Prof. Dr. Eschweiler, und wird mit Fördermitteln des Innovationsausschusses, Gemeinsamer Bundesausschuss finanziell unterstützt.

Leiter: Dr. med. Krüger

Aortenaneurysmen im Bereich des Brustkorbes und Bauchraumes stellen gefährliche Diagnosen dar. Aufgrund fehlender Symptome bleiben sie oft lange Zeit unentdeckt. Komplikationen wie Ruptur und Dissektion sind grundsätzlich lebensbedrohlich und bedürfen einer sofortigen Notfalloperation. Der Früherkennung von Aneurysmen kommt somit eine ausgesprochen große Bedeutung zu.

Gemeinsam mit der Hochschule Pforzheim, Fakultät für Technik, Prof. Dr. rer. nat. S. Bernhard führen wir die klinische Erprobung eines Gerätes durch, welches Aortenaneurysmen nicht invasiv und nebenwirkungsfrei aufgrund von Pulswellenveränderungen zu erkennen vermag. Eine schonende, nebenwirkungsfreie und sichere Methode zur Früherkennung von Aortenaneurysmen zu entwickeln und zu etablieren wäre ein großer Fortschritt.

Leiter: Dr. med. Krüger

Trotz aller Prophylaxe und Diagnostik treten weiterhin Herzinfarkte auf. Wenn Patienten mit ausgeprägten Verkalkungen der Herzkranzgefäße Herzinfarkte erleiden dann ist oft eine dringende oder notfallmäßige Bypassoperation notwendig. Patienten die sich in unserer Klinik einer notfallmäßigen Bypassoperation unterziehen müssen, werden, ihr Einverständnis vorausgesetzt, nach der Operation verlaufskontrolliert. Dies geschieht mit dem Ziel die chirurgische Versorgung von Patienten mit Herzinfarkt in Zukunft weiter zu verbessern.

Die GerminSurg Studie ist ein multizentrisches Projekt unter der Leitung der Herzchirurgie in Gießen und unter Förderung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz und Gefäßchirurgie (DGTHG). Mehr als 10 Herzchirurgien in Deutschland nehmen an diesem beispielhaften Projekt teil. Wir hoffen aufgrund der gewonnenen Ergebnisse die Versorgung von Herzinfarktpatienten auch zukünftig weiter verbessern zu können.

Leiter: Dr. med. Krüger

Sogenannte Driveline-Infekte und Wundheilungsstörungen stellen einen wesentlichen Risikofaktor im Langzeitverlauf bei Patienten mit implantierbaren Herzunterstützungssystemen (LVAD) dar. 

Wir erproben das PACT®System der Firma Hahn-Medical-Systems zur phothoaktiven Therapie bei diesen hartnäckigen Infekten und hoffen hierdurch zukünftig eine wenig belastende, nebenwirkungsarme und hoch wirksame Therapie anbieten zu können.

Leiter: Dr. med. Lausberg

(TTVI, Trancatheter Tricuspid Valve Implantation)

Der katheterbasierte Aortenklappenersatz (TAVI) gehört mittlerweile zu den Standardprozeduren der Herzmedizin und auch für die Mitralklappe sind interventionelle Therapien verfügbar (MitraClip). Für die Tricuspidalklappe hingegen sind interventionelle Prozeduren bislang noch kein Standard. Operationen an der Trikuspidalklappe können insbesondere bei langjährig bestehenden Vitien mit bereits eingetretenen Folgeschäden (Leberfunktionsstörung) zu Risikoprozeduren werden. Gemeinsam mit der Firma NVT GmbH (Hechingen, Germany) wurde eine Stentgraft-basierte Trikuspidalklappenprothese entwickelt, diese kann über eine Katheterprozedur in den rechten Vorhof eingebracht und dort verankert werden. Die Prothese befindet sich zurzeit im Entwicklungsstadium und wird im Großtierversucht erprobt. Wir hoffen auf diesem Wege in den nächsten Jahren auch schwer erkrankten, konventionell nicht operablen Patienten eine minimalinvasive Therapiestrategie für die Trikuspidalklappeninsuffizienz anbieten zu können.

Innovation Award
2016 erhielten wir für dieses gänzlich neue Therapiekonzept EACTS Liva Nova Cardiac Surgery & Perfusion Innovation Award 2016 sowie den Techno College Innovation
Award 2016.

Lausberg HF, Gryszkiewicz R, Kuetting M, Baumgaertner M, Centola M, Wendel HP et al. Catheter-based tricuspid valve replacement: first experimental data of a newly designed bileaflet stent graft prosthesis. European journal of cardio-thoracic surgery : official journal of the European Association for Cardio-thoracic Surgery 2017;52:189-96.

Leiter: Dr. med. Lescan

Klassische chirurgische Therapieansätze bei Aneurysmen des Aortenbogens erfordern den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine und häufig einen Kreislaufstillstand in der Hypothermie. Moderne Verfahren kombinieren chirurgische- und katheterbasierte interventionelle Methoden um Aortenbogenaneurysmen zu therapieren. Häufig sind damit kleinere, schonendere Eingriffe möglich.

In Kooperationen mit den Unikliniken Bern und Freiburg erforschen wir die Möglichkeiten- und die technischen Details dieser Therapiestrategie weiter um Ihnen zukünftig wirkungsvolle, sichere und möglichst schonende Therapiestrategien der Aneurysma-Erkrankung anbieten zu können.

Leiter: Dr. med. Lescan

Patienten die sich Bypassoperationen des Herzens unterziehen müssen leiden nicht selten auch an Engstellen der Hals- und Hirnschlagadern. Auch wenn diese Engstellen bislang ohne Symptome geblieben sind resultiert aus ihnen ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall im Zusammenhang mit einer Herzoperation. Aus diesem Grund untersuchen wir alle Patienten die Sich einer Herzoperation unterziehen müssen systematisch auf das Vorhandensein einer Karotisstenose Wir suchen konsequent das beste Verfahren ob- und wann z.B. eine OP der Halsschlagader vor einer notwendigen Herzoperation durchzuführen ist. Wann immer möglich führen wir Halsschlagader Operationen gerade beim Herzkranken in schonender Weise in lokaler Betäubung durch Hiermit erreichen wir aktuell schon eine sehr niedrige Rate perioperativer Schlaganfälle- und wir versuchen das Risiko noch weiter zu senken.

Leiter: PD Dr. med. Steger

In unserer Klinik besteht eine jahrelange Erfahrung hinsichtlich der RNA-Transkription bei Bronchialkarzinomen. Insbesondere für den therapeutischen Ansatz suchen wir moderne Wege auch chemotherapieresistente Bronchialkarzinome zu behandeln.  Ansätze beim malignen Pleuromesotheliom mit seiner ungünstigen Prognose sind hier ebenso Gegenstand der Forschung. Aktuell befinden sich unsere Studien in der präklinischen Phase. Für unsere Ansätze hat unser Team 2011 den Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Throaxchirurgie erhalten, der uns motiviert hat, unseren Benhandlungsansatz weiter zu entwickeln.

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