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Pränatale Diagnostik und Medizin Gynäkologische Sonographie

Pränatale Diagnostik und Medizin 

Gynäkologische Sonographie

Die Schwangerschaft ist eine ganz besondere, einzigartige Zeit freudiger Erwartung, die aber auch von der Hoffnung geprägt ist, dass das Kind gesund sein wird.
In der Abteilung für pränatale Diagnostik und Medizin begleiten wir Sie auf diesem Weg, insbesondere wenn tatsächlich Auffälligkeiten zu finden sind.

Prof. Dr. Karl Oliver Kagan

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Prof. Dr. Markus Hoopmann

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Kontakt

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E-Mail-Adresse: kontakt@uni-frauenklinik-tuebingen.de


Leistungssprektrum

Beurteilung von Fetalen Fehlbildungen

In diesem Leistungsspektrum der Pränataldiagnostik werden nach einer eingehenden Untersuchung der Schwangerschaft die Befunde mit Ihnen eingehend besprochen, um das weitere Management während und nach der Schwangerschaft zu optimieren.

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Ersttrimester-Screening und NIPT

Bei dieser Untersuchung im Rahmen der Pränataldiagnostik, welche zwischen der 12. und 14. SSW durchgeführt wird, steht die frühzeitige Organbeurteilung, die Risikobeurteilung für Chromosomenstörungen, insbesondere für Trisomie 21 und die Einordnung des persönlichen Präeklampsie- und Frühgeburtsrisikos im Mittelpunkt.

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Zweites Screening

Bei dieser Untersuchung im Rahmen der Pränataldiagnostik, welche wir um die 20.SSW durchführen, beurteilen wir die kindliche Entwicklung. Dazu untersuchen wir das Wachstum des Kindes, die Organe, der Plazentasitz, die Muttermundslänge und die mütterliche Durchblutung der Gebärmutterarterien.

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Drittes Screening

Bei dieser Untersuchung, welche wir um die 30. SSW durchgeführen, steht die Beurteilung des Wachstums im Mittelpunkt. Dazu vermessen wir die Größe des Kopfes, des Bauches und des Oberschenkels vermessen und schätzen daraus das derzeitige Kindsgewicht. Zudem beurteilen wir auch die Fruchtwassermenge und den Blutfluss im kindlichen Gefäßsystem. Natürlich werden auch bei dieser Untersuchung die Organe des Kindes und die Muttermundslänge erneut untersucht.

Invasive Diagnostik und Therapie

Sollte eine Fruchtwasseruntersuchung, eine Chorionzottenbiospie oder eine Nabelschnurpunktion notwendig sein, stehen wir Ihnen gerne - auch über die eigentliche Punktion hinaus - zur Verfügung.

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Gynäkologische Sonographie

Bei gynäkologischen Beschwerden oder Verdachtsbefunden im Rahmen der Vorsorge ist in vielen Fällen der einfache Blick mittels Ultraschall wegweisend. Diese Untersuchung ist schmerzfrei und ohne großen Aufwand schnell verfügbar. Entweder kann bereits beruhigend Einfluss genommen werden oder eine gezielte weitere Diagnostik und Therapie eingeleitet werden. Diese Diagnostik wird in der Regel bereits in der bewährten Betreuung durch ihren Frauenarzt angeboten.

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Anmeldung

Bitte melden Sie sich am Tag der Untersuchung 15 Minuten vor dem eigentlichen Termin in der Pränatalambulanz an der Anmeldung am Eingang.

Zum Ultraschalltermin müssen Sie nicht nüchtern sein. Gehen Sie vor dem Termin wie gewohnt zur Toilette, die Harnblase muss nicht gefüllt sein.
Bitte cremen Sie Ihren Bauch am Vortag und am Tag der Untersuchung nicht mit Schwangerschaftscreme ein, da dies die Ultraschallqualität erheblich verschlechtert.

Partner und Kinder sind immer willkommen.

Sollten Sie den Termin nicht wahrnehmen können, geben Sie bitte anderen Patientinnen die Chance einen zeitnahen Termin zu bekommen und sagen Sie den Termin rechtzeitig ab.

Anamnesebogen

Aufklärungsbogen

Sprechstunden

Allgemeine Sprechstunden

Montags bis Donnerstags
7:30 - 16:00 Uhr
Freitag
7:30 - 14:00 Uhr


Privatsprechstunden
Prof. Dr. Kagan, Prof. Dr. Abele

Mittwoch
12:00 – 21:00 Uhr


Gute Gründe zu uns zu kommen

Wir bieten das gesamte Spektrum pränataler Diagnostik und Therapie auf höchstem Niveau an. Zwei Ärzte sind DEGUM III zertifiziert (höchste Kompetenzstufe für Ultraschalldiagnostik in Deutschland) und sowohl national als auch international renommiert.
Neben der klinischen Versorgung liegen uns die Aus- und Weiterbildung und die wissenschaftliche Weiterentwicklung unseres Fachs am Herzen. Wir sind in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften aktiv und sind Mitherausgeber zweier internationaler Journale.

Das Perinatalzentrum Tübingen stellt ein Netzwerk von Experten unterschiedlicher Fachbereiche dar. Dies ermöglicht sowohl vor- als auch nachgeburtlich eine interdisziplinäre Beratung und Betreuung zum Wohl von Ihnen und Ihrem Kind.

Unsere Klinik lebt vor allem von der hohen menschlichen und fachlichen Kompetenz, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich in ihre Arbeit einbringen und Sie auf Ihrem Weg durch die Schwangerschaft, über die Entbindung ins Wochenbett begleiten. Unser oberstes Ziel ist die Gesundheit von Mutter und Kind.

Im Bereich Pränataldiagnostik stehen in 4 Untersuchungszimmern modernste High-End-Ultraschallgeräte jeweils in Vollausstattung zur Untersuchung ungeborener Kinder bereit. In jedem Zimmer ist ein zusätzlicher Monitor angebracht, damit Sie der Ultraschalluntersuchung folgen können.

Aus- und Fortbildungstermine

15. – 17. Februar
A 5.1 Dopplersonografie-Grundkurs

20. – 22. September 20
A 5.2 Dopplersonografie-Aufbaukurs

22. – 23. November 20
A 5.3 Dopplersonografie-Abschlusskurs

22. – 24. März 2019
B 3.1 Ultraschalldiagnostik Modul I

27. – 29. September 2019
B 3.2 Ultraschalldiagnostik Modul II

11. Mai 2019
B 4 NT-Zertifizierungskurs  

24. Nov. 2019
B 5 IOTA-Zertifizierungskurs

fMEG = fetale Magnetoenzephalographie

"Sehen wie ihr Kind denkt": Untersuchung der Hirnfunktion des ungeborenen Kindes.

Seit September 2008 ist an der Universität Tübingen das weltweit zweite, speziell für fetale Messungen konzipierte Magnetographiegerät im Bereich der Pränataldiagnostik in Betrieb. Mit dem Gerät ist es erstmalig möglich fetale Hirnaktivität (fMEG = fetale Magnetoenzephalographie) nicht-invasiv zu registrieren. Außerdem kann das Gerät die kindliche Herzaktivität in sehr guter zeitlicher Auflösung erfassen (fMKG = fetale Magnetokardiographie). Die Untersuchung ist dabei völlig unschädlich für Mutter und Kind. Das fMEG-Gerät birgt viele neue und hoffnungsvolle Möglichkeiten für die Schwangerenbetreuung.

Was ist Magnetenzephalographie?

Magnetenzephalographie ist eine nicht-invasive Methode bei der Pränataldiagnostik, um mit speziellen, hochsensiblen Sensoren sehr kleine Magnetfelder elektrischer Aktivität zu messen, wie sie zum Beispiel bei Hirnaktivität in der Hirnrinde entstehen. Die Technologie des MEG existiert seit 30 Jahren und wurde seither zur Untersuchung Erwachsener genutzt. Zur Messung der Hirnaktivität werden Magnetfelder über der Körperoberfläche abgeleitet ohne dabei selbst Signale, Ströme oder Strahlen auszusenden. D.h sie Messung ist völlig passiv und ohne Belastung für die untersuchten Personen. Zur Magnetfeldregistrierung werden hochsensible Sensoren verwendet. Diese erlauben es, kleinste Magnetfelder bis zu femtoTesla (femto = 10-15, Tesla = Einheit für Magnetfelder) zu registrieren (Beispiele: Erdmagnetfeld rund 10-4 Tesla, Hirnaktivität 10-13 Tesla).

Das neue fetale MEG (fMEG) an der Universität Tübingen

Im September 2008 wurde das neue fMEG an der Universitätsklinik Tübingen in Betrieb genommen. Es ist das weltweit zweite Gerät seiner Art und wurde von Wissenschaftlern der Universitäten in Tübingen entwickelt in Kooperation mit der Universität in Little Rock (Arkansas, USA), die über den fMEG-Prototypen verfügt.

Die neue Methode des fetalen Magnetenzephalogramm (fMEG) bietet, basierend auf dem bereits bekannten Verfahren des MEGs, die Möglichkeit, erstmals eine nicht invasive Zustands- und Funktionsbeschreibung der fetalen Hirnleistung (im Mutterleib) vorzunehmen. Wie beim EEG oder EKG kann die fetale Hirnaktivität sowie auch die Herzaktivität sehr exakt gemessen werden. Die EEG- oder EKG- Ableitung erfolgt jedoch über Elektroden, die direkt auf den Fetus angebracht werden. Dies ist erst nach Blasensprung möglich. Die Ableitung fetaler Magnetfelder per fMEG erfolgt nicht-invasiv über die mütterliche Bauchwand und ist bereits in früheren Schwangerschaftswochen möglich.

Ein wesentlicher Vorteil des Systems ist es, dass die Mutter bequem sitzend und nicht auf dem Rücken liegend untersucht wird, da die Rückenposition bei Schwangeren zu Übelkeit und Kreislaufbeschwerden führen kann. Ausserdem kann der Gerätesitz individuell an Körpergröße und Sitzkomfort angepasst werden.

Da das gesamte System völlig passiv und nicht-invasiv ist, werden keine Ströme, Strahlungen oder Felder an der Mutter oder ihrem Ungeborenen angelegt. Das fMEG „sendet“ nichts aus – es ist ein purer „Signalempfänger“. Deshalb ist die Benutzung des Systems ohne Risiken für Mutter oder Kind. Die Ableitung fetaler Magnetfelder per fMEG erfolgt über die mütterliche Bauchwand und ist in früheren Schwangerschaftswochen bereits möglich.

Die hoch sensiblen Sensoren befinden sich in einer Schale, in die sich die Mutter zur fMEG-Messung mit dem Bauch hineinlehnt.
Quelle: SARAResearchCenter, Universitiy of Arkansas for Medical Sciences, USA)

Wir suchen schwangere Frauen für folgende Studien

Oraler Glucose Toleranztest (OGTT) ab 28SSW - Schwangerschaftsdiabetes (diätetisch eingestellt) und normale Schwangerschaft. Dauer 3-4 Stunden, OGTT- Durchführung, plus Vergütung.

Consciousness-Studie ab 25SSW untersucht erstmalig, ob Kinder im Mutterleib eine Gehirnaktivität zeigen,von der man annimmt, dass sie mit der bewussten Verarbeitung von Reizen zusammenhängt. Messungen in der Schwangerschaft und Neugeborenenphase. Plus Vergütung. 

Lernen im Mutterleib-Studie ab 32SSW oder 2-8 Wochen nach der Geburt untersucht, ob Lernprozesse, die es erlauben, Regelmäßigkeiten in der Umgebung zu erkennen und die grundlegend für den Spracherwerb sind, schon im Mutterleib oder kurz nach der Geburt vorhanden sind. Plus Vergütung.

Emkie-Studie ab 28SSW - untersucht erstmalig, wie sich eine Essstörung der Mutter auf die kindliche Gehirnentwicklung auswirkt. Mütterliche frühere oder aktuelle Essstörung, für die Kontrollgruppe keine Essstörung. Messung in der Schwangerschaft. Plus Vergütung. 

Pilot-Studie "Entspannung in der Schwangerschaft" ab 30SSW In unserer Studie wollen wir bestimmen, welche von zwei weit verbreiteten Entspannungstechniken (Musik und eine speziell für Schwangere entwickelte Gedankenreise) einen höheren Effekt hat. Plus Vergütung.

SLE-Studie (Systemischer Lupus Erythematodes)
 ab 16SSW.Schwangere mit Rheuma & Nachweis von SSA-AK oder SSB-AK. Kleines Geschenk

Am Anfang findet ein kurzes Aufnahmegespräch statt. Dabei befragen wir Sie zu ihrem Schwangerschaftsverlauf und Ihrer Gesundheit. Fragen beantworten wir hierbei gerne. Unsere Hebamme steht Ihnen gerne zur Verfügung für Ihre Fragen an uns oder im Rahmen der Schwangerschaft. Die erhobenen Daten sind natürlich vertraulich und werden gemäß dem Datenschutz behandelt.

Ein CTG folgt, um das aktuelle Wohlbefinden des Kindes zu beurteilen. Danach wird ein Ultraschall gemacht, um die kindliche Position, die Kopf- und Herzlokalistaion zur Signalerfassung zu bestimmen und mithilfe des Ultraschalls die Gröβe des Kindes zu schätzen.

Metallische Gegenstände wie Schmuck, Uhren und bestimmte Kleidungsverschlüsse stören die sehr sensiblen Sensoren des Gerätes bei der Aufzeichnung. Deshalb bitten wir Sie, diese vor der Aufzeichnung abzulegen. Bequeme, metallfreie Kleidung steht für die Messung zur Verfügung.

Auf Grund der geringen Feldstärke der biomagnetischen Signale ist das MEG System in einer magnetischen Abschirmkammer installiert. Während der Untersuchung sind Sie in der Kammer und können zum Entspannen Musik hören (Bringen Sie dafür gerne Ihre Lieblings-CD mit). Über eine Videokamera und eine Gegensprechanlage haben Sie stets Kontakt zu dem betreuenden Team, das Sie und ihr Wohlbefinden während der Messung begleitet.

Bevor die fMEG-Aufnahme der Pränataldiagnostik beginnt, wird die Sitzhöhe individuell für Sie eingestellt und durch Kissen und einen Gurt die Stabilität und der Komfort an ihr Befinden angepasst. An zwei elastischen Bauchgurten befinden sich Marker (sogenannte Coils), die zur Markierung des fetalen Kopfes und der mütterliche Position dienen.

Vor und nach der fMEG-Aufzeichnung wird mittels Ultraschall die kindliche Kopfposition und die Distanz zwischen mütterlicher Bauchwand kontrolliert.

Dann beginnt die Messung, während der Sie sich bestmöglichst ruhig liegen und entspannen. Je weniger Bewegung, umso besser können die Signale empfangen werden. Je nach Studie dauert eine Aufzeichnung im Durchschnitt 30 Minuten. Sollten Sie sich schon vorher nicht mehr wohl fühlen auf dem Gerät, kann die Messung zu jeder Zeit beendet werden. Das Befinden der Probandinnen hat immer Vorrang! Entsprechend des Studienprotokolls werden dem Kind Ton- oder Lichtsignale gegeben, die zur Stimulierung der kindlichen Hirnrinde dienen. Dazu werden entweder über einen weichen Ballon vor ihrem Bauch tiefe Töne in Umgebungslautstärke erschallen oder über einen Lichtsensor, der an einem Bauchgurt befestigt ist, kurze Lichtsignale ausgestrahlt. Das dazu verwendete Rotlicht ist von geringer Intensität - es ist elfmal schwächer als Tageslicht und gibt keine Wärme ab.

Eine Schwangere zur Untersuchung auf dem fMEG-Gerät.

Wenn Sie an der Studie teilnehmen möchten oder Fragen haben, rufen Sie uns an oder schicken Sie uns einfach eine Mail,
einen Brief oder ein Fax.

Eine Vorlage für Ihre Kontaktdaten finden Sie hier
FAX-Formular

Wir rufen Sie gerne zurück. Für dasTelefonat wäre es schön, wenn Sie Ihren Mutterpass verfügbar hätten.


So erreichen Sie uns

07071 29-87658
(Sekretariat des fMEG)

 07071 29-4573
(Sekretariat des fMEG)

UFK.FMEG@med.uni-tuebingen.de

Anreise und Routenplaner

Häufige Fragen zum Thema Pränataldiagnostik

Ultraschall beruht wie der hörbare Schall auf Schwallwellen, allerdings in einem bis zu 50mal höheren Frequenzbereich (5-10 Megahertz). Im Gegensatz zu Fledermäusen oder Delphinen ist das menschliche Gehör ist nicht dazu in der Lage Schallwellen in diesem Frequenzbereich wahrzunehmen. Allerdings wird der Ultraschall in rasch aufeinanderfolgenden Impulsen (Pulswiederholung) ausgesandt. Dies kann theoretisch zu akustischen Phänomenen führen. Bisher dazu vorliegende Untersuchungen zeigten, dass der überwiegende Ablauf der Untersuchung ohne akustische Belastung erfolgt und nur für die wenigen möglichen Augenblicke, in denen der Schall direkt auf das kindliche Ohr trifft, eine akustische Wahrnehmung zu erwarten wäre. Eine hierdurch hervorgerufene Schädigung ist nicht zu befürchten.

Es muss berücksichtigt werden, dass eine Schallwelle, die mechanische Wirkungen und Temperaturerhöhungen in den von ihr durchlaufenen Geweben hervorrufen kann. Bei Routineuntersuchungen besteht kein Risiko, dass es durch die vorgeburtliche Ultraschalluntersuchung zu einer gefährlichen Erwärmung des Feten kommt. Lediglich bei einer längeren, fokussierten, über mehrere Minuten dauernden, gepulsten Doppleruntersuchung konnte in tierexperimentellen Untersuchungen ein Temperaturanstieg von bis zu vier Grad Celsius festgestellt werden. Solche Blutflussuntersuchungen können im Rahmen der weiterführenden Pränataldiagnostik zum Einsatz kommen (z.B. zur Untersuchung des kindlichen Herzens). Hierbei dauert der Einsatz dieser Dopplertechniken nur wenige Sekunden, so dass die tierexperimentellen Beobachtungen nicht übertragbar sind und eine relevante lokale Temperaturerwärmung als sehr unwahrscheinlich eingestuft werden muss. Aus diesen theoretischen Überlegungen werden in der Pränataldiagnostik jedoch praktische Konsequenzen gezogen. Zum einen sollte die Dopplertechnik nicht in den ersten Schwangerschaftswochen eingesetzt werden. Zum anderen sollte die Technik rational angewandt werden. Hier gilt das ALARA-prinzip („as low as reasonably achievable“): so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Dies impliziert auch das diese Techniken nur in entsprechend ausgebildeten Händen zum Einsatz kommen sollten.

Nur in frühen Schwangerschaftswochen kann man das Kind mit einem einzigen Ultraschallbild erfassen. In späteren Wochen kann der Untersucher verschiedene Bereiche des kindlichen Körpers vermessen. Hierbei werden routinemäßig die Kopfmaße, der Bauchumfang und die Länge des Oberschenkelknochens gemessen. Die Länge des Kindes lässt sich grob aus dem Maß des Oberschenkelknochens abschätzen, in dem man dieses Maß mit 7 multipliziert. Dies ist jedoch eine grobe Schätzung und für den Geburtshelfer meist auch ohne konkrete Relevanz.
Wichtiger ist das Schätzgewicht. Hierfür stehen eine Reihe von Formeln zur Verfügung, die aus den oben angegebenen Werten das aktuelle Gewicht ermitteln. Die Abweichung vom realen Gewicht liegt bei guter und zeitnaher Messung zwischen 5 und 10%, kann jedoch insbesondere bei Kinder, die von der Norm abweichen, auch bei erfahrenen Untersuchern deutlich höher liegen. Wichtig ist daher, dass der Ultraschall nicht als exakte Waage missverstanden wird. Entscheidend ist die Entdeckung zu kleiner und zu großer Kinder und die Beurteilung ihres Wachstumsverlaufes.

Im Rahmen des 2. Ultraschalles, der zwischen der 19.-22. SSW durchgeführt wird, kann das Geschlecht des Kindes bestimmt werden. Eine solche Bestimmung ist jedoch nicht obligater Bestandteil der Routinediagnostik. Dies ist bis auf wenige Ausnahmefälle einer ungünstigen Kindslage oder sonst ungünstiger Ultraschallbedingungen zu diesem Zeitpunkt sicher möglich. Im Rahmen eines Ersttrimesterscreenings kann durch einen Spezialisten ab der abgeschlossenen 12. SSW eine Einschätzung mit über 90%iger Treffsicherheit erfolgen. Für Knaben liegt die Erkennungsrate in diesen frühen Wochen etwas höher als für Mädchen. Grundsätzlich gilt dann, dass je größer und älter das Kind ist, desto sicherer ist die Geschlechtsbestimmung. Allerdings muss unbedingt berücksichtigt werden, dass durch das Gendiagnostikgesetz eine Geschlechtsmitteilung erst nach Abschluss der 12. Schwangerschaftswoche erlaubt ist.

In der öffentlichen Diskussion stehen Chromosomenstörungen wie das Down-Syndrom häufig im Fokus. Es muss jedoch klargestellt werdem, dass diese nur 10% aller kindlichen Fehlbildungen ausmachen. Die häufigste Form der angeborenen Fehlbildung ist der kindliche Herzfehler, mit dem bei 8 von 1000 Neugeborenen gerechnet werden muss. In vielen Fällen kann das vorgeburtliche Wissen um einen kindlichen Herzfehler, das Management um die Geburt verbessern und den erschwerten Start ins Leben entscheidend zum Vorteil des Kindes bahnen.

Die häufigste Neugeborenenproblematik in Deutschland st die Frühgeburtlichkeit, die inzwischen 9% als Geburten in Deutschland betrifft und deren Prävention wie Management zu einer der vordringlichsten Aufgaben der Pränatalmedizin, Geburtshilfe und Neonatologie zählen.

Ein Risiko ist keine Diagnose! Weder beweist es eine Erkrankung noch schließt es eine aus. Worin liegt dann der Nutzen einer pränatalen Risikobewertung wie z.B. im Rahmen des Ersttrimesterscreenings. Das Ersttrimesterscreening erlaubt neben vielen weiteren diagnostischen Aussagen eine Risikoeinschätzung, dass in der vorliegenden Schwangerschaft eine Chromosomenstörung wie das Down-Syndrom vorliegt. Diese Risikoeinschätzung wird berechnet aus Bewertung des mütterlichen Alter, sonographischer Hinweiszeichen wie einer erweiterten Nackentransparenz und Blutwerten, welche vom Mutterkuchen produziert werden und an das mütterliche Blut abgegeben werden. Bei dieser Untersuchung würden über 90% der Kinder mit Chromosomenstörung auffällig. Eine Diagnosestellung einer Chromosomenstörung wäre nur durch Untersuchung von Zellen des Kindes möglich, welche durch Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) oder Chorionzottenbiopsie gewonnen werden müssten. Dies birgt allerdings ein Fehlgeburtsrisiko von 0,5%, d.h. auf 200 Punktionen muss mit einer ausgelösten Fehlgeburt gerechnet werden. Das Ersttrimesterscrenning soll der Schwangeren durch statistische Einordnung bei der Entscheidung helfen, ob sie das Eingriffsrisiko eine Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie in ihrer individuellen Schwangerschaft erwägen sollte oder nicht. Dieser komplexe Sachverhalt soll im Folgenden noch einmal durch Abbildungen verdeutlicht werden.

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