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Brustdiagnostik

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Mammographie Details
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Minimal-invasive Abklärung auffälliger Befunde Details
Was ist Mammographie?

Mammographie ist eine Röntgenaufnahme der Brust, mit der gutartige und bösartige Veränderungen dargestellt werden können. Diese Untersuchung ist die einzige anerkannte Untersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung.

 

Was bedeutet Mammographie-Screening?

Beim Mammographie-Screening werden alle gesunden Frauen einer definierten Altersgruppe mammographiert, um eine Brustkrebsfrüherkennung zu gewährleisten. Mammographie-Früherkennung bedeutet, dass ein bösartiger Brusttumor (=Krebs) so rechtzeitig entdeckt wird, dass er entfernt werden kann, bevor er Tochtergeschwülste (=Metastasen) im Körper ausstreut. In diesem Fall ist der Brustkrebs heilbar. Die im Rahmen der Mammographie-Früherkennung entdeckten Karzinome sind in der Regel nicht tastbar. Studien haben gezeigt, dass die regelmäßige Durchführung einer Mammographie als Screeninguntersuchung die brustkrebsbedingte Sterblichkeit um bis zu 30% senken kann. In Deutschland wird seit einigen Jahren ein flächendeckendes Mammographie-Screening aller Frauen im Alter von 50-69 Jahren durchgeführt.

 

Wer sollte zur Mammographie gehen?

Im Rahmen des Mammographie-Screenings werden alle Frauen im Alter von 50-69 Jahren alle     2 Jahre zur Mammographie eingeladen. In diesem Alter tritt Brustkrebs am häufigsten auf, daher ist eine Mammographie hier in jedem Fall empfehlenswert. Darüberhinaus gibt es Hinweise darauf, dass auch jüngere Frauen ab dem 40. Lebensjahr und ältere Frauen (70 Jahre und älter) von einer Mammographie profitieren. Allerdings ist die Früherkeunnungsmammographie dieser Frauen keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn bei der jährlichen Tastuntersuchung durch den Frauenarzt oder bei der Brustselbstuntersuchung (Tasten) auffällige Befunde erhoben werden, eine verdächtige Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze (blutig oder klar) besteht oder eine neu aufgetretene Hauteinziehung oder Rötung auftritt, ist die Mammographie bei Frauen jeden Alters die erste Methode, die zur Abklärung dieser Befunde eingesetzt werden sollte.

 

Ist eine Mammographie schädlich?

Da die Mammographie eine Röntgenuntersuchung ist, sollte sie nur durchgeführt werden, wenn die Untersuchung indiziert, d. h. medizinisch begründet ist (siehe oben: Wer sollte zur Mammographie gehen?), um eine unnötige Anwendung von Röntgenstrahlen zu vermeiden. Jüngere Frauen (vor dem 40. Lebensjahr) sollten nicht ohne eine entsprechende medizinische Begründung und insbesondere nicht zur Früherkennung ("Vorsorge") mammographiert werden, um mögliche Schäden zu vermeiden. Ab dem 50. Lebensjahr ist die Röntgenstrahlung, die bei der Mammographie eingesetzt wird, völlig unbedenklich.

 

Was ist eine digitale Mammographie?

Bei der Mammographie entsteht das Bild entweder durch Belichtung eines Röntgenfilms (Film-Folien-Mammographie) oder mit Hilfe eines digitalen Bilddetektors (digitale Mammographie). Beide Systeme erreichen eine ähnliche Bildqualität. Studien haben gezeigt, dass bestimmte Veränderungen (Mikrokalk) etwas besser mit der digitalen Technik dargestellt werden können. In der Universitätsklinik Tübingen sind zwei digitale Mammographiesysteme installiert, Film-Folien-Mammographien werden nicht mehr durchgeführt.

 

Bildbeispiel
Mammografie BeispielplatzhalterMammografie
Mammographie
Mammographie einer 55jährigen Patientin zur Brustkrebsfrüherkennung.

 

 

 


Abbildung (pdf, ca. 434 KB)
 

 

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Was ist Brustultraschall?

Mit dieser Methode können gutartige und bösartige Veränderungen der Brust dargestellt werden. Der Brustultraschall (= Sonographie) ist in der Regel eine Zusatzuntersuchung zur Mammographie und alleinig nicht für die Brustkrebsfrüherkennung (Screening) geeignet.

 

Wann sollte eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden?

Immer, wenn die Mammographie eingeschränkt beurteilbar ist (z. B. dichtes Gewebe) oder wenn unklare oder sogar auffällige Befunde bestehen (Tastbefunde oder mammographische Befunde) sollte eine ergänzende Sonographie durchgeführt werden. Bei jungen Frauen (jünger als 40 Jahre) ist der Brustultraschall die erste Methode zur Abklärung unklarer Tastbefunde. Da hier keine Röntgenstrahlung verwendet wird, ist die Methode gesundheitlich unbedenklich.

 

Bildbeispiele Ultraschall der Brust
Sonographie Zyste
Sonographie Fibroadenom
Sonographie Karzinom
 

 

Zur Vergrößerung bitte ins Bild klicken! 

 

Verschiedene Sonographiebefunde der Brust, von links nach rechts:
Zyste (guartig), Fibroadenom (gutartig), Karzinom (bösartig) 

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Was ist Kernspintomographie?

Bei der Kernspintomographie (= Magnetresonanztomographie oder MRT) der Brust werden mit Hilfe eines starken Magnetfeldes Schnittbilder beider Brüste erstellt. Die Untersuchung erfolgt ohne Röntgenstrahlen. Eine Kontrastmittelgabe ist erforderlich.

 

Wann wird die Kernspintomographie der Brust durchgeführt?

Die Kernspintomographie ist eine ergänzende Untersuchung, die bei speziellen Fragestellungen zusätzlich zu Sonographie und Mammographie durchgeführt wird. Bei Patientinnen mit Brustkrebs liefert sie oftmals wertvolle Zusatzinformationen zur Operationsplanung. Weiterhin findet sie bei speziellen Risikogruppen wie zum Beispiel Frauen, die bereits einmal wegen Brustkrebs operiert wurden oder jungen Frauen mit nachgewiesenem Brustkrebsgendefekt Anwendung.

Die Kernspinuntersuchung der Brust ist nicht generell für die alleinige Brustkrebsfrüherkennung geeignet und kann auch nicht die Mammographie oder die Sonographie ersetzen.

 

Wie wird die Kernspintomographie der Brust durchgeführt?

Die Patientin befindet sich für die Untersuchung der Brust etwa 20 Minuten in der "Röhre", dem Kernspintomographen. Sie liegt hierfür auf dem Bauch und erhält nach der Hälfte der Untersuchungszeit Kontrastmittel über eine Armvene injiziert. Zum Schutz vor dem während der Untersuchung entstehenden Lärm erhält sie Ohrenstöpsel.

 

Was muß vor einer Kernspintomographie der Brust beachtet werden?

Damit hormonelle Einflüsse auf das Drüsengewebe, die zu falschen Befunden führen können, reduziert werden, ist eine zyklusadaptierte Untersuchung zu empfehlen. Das bedeutet, dass bei Frauen mit regelmäßiger Zyklusblutung die Kernspintomographie zwischen dem 4. und dem 14. Zyklustag, gerechnet vom 1. Tag der letzten Periodenblutung, erfolgen sollte. Frauen die nach den Wechseljahren Geschlechtshormone einnehmen, sollten diese mindestens 4 Wochen vor der Untersuchung absetzen. Zur Kontrolle der Nierenfunktion sollte ein aktueller Kreatinin-Wert (nicht älter als 3 Monate) vorliegen. Diesen können Sie bei Ihrem Haus- oder Frauenarzt bestimmen lassen.

 

Ist die Kernspintomographie der Brust gefährlich?

Die Kernspintomographie der Brust (= Kernspinmammographie) ist eine schonende Untersuchungsmethode, da sie ohne Röntgenstrahlung auskommt. Bei bekannten Allergien gegen das verwendete Kontrastmittel, welches nicht jodhaltig ist, sollte allerdings die Notwendigkeit der Untersuchung überprüft werden. Ebenso sollte vor einer Kontrastmittelgabe die Nierenfunktion überprüft werden, da das Kontrastmittel bei unzureichender Nierenfunktion länger als üblich im Körper verbleibt und sich unwiederbringlich in Geweben und Organen einlagern und diese dadurch schädigen kann. Am einfachsten ist es, die Nierenfunktion mittels Kontrolle des Kreatinin-Wertes zu überprüfen. Bei nierengesunden Personen ist eine Kontrastmittelgabe diesbezüglich unbedenklich. Patientinnen mit eisenhaltigen Implantaten, insbesondere Herzschrittmachern oder Metall-Clips im Gehirn können aufgrund des Risikos nicht im Magnetfeld untersucht werden. Bei manchen Patientinnen kann die Kernspinmammographie aufgrund von Platzangst (Klaustrophobie) nicht durchgeführt werden.

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Minimal-invasive Abklärung auffälliger Befunde

In der Mammographie: Stereotaktische Vakuumbiopsie

Bei der stereotaktischen Vakuumbiopsie werden unter Röntgensicht Gewebeproben mit Hilfe einer Biopsienadel aus auffälligen Brustbereichen entnommen und anschließend durch einen Pathologen untersucht. Zumeist handelt es sich um auffällige Verkalkungen, da diese oftmals nicht im Ultraschall und in der Kernspintomographie dargestellt werden können. Durch die feingewebliche Untersuchung der Proben kann eine bösartige Veränderung festgestellt oder ausgeschlossen werden. Der Eingriff dauert meist etwa eine Stunde und wird ambulant mit örtlicher Betäubung durchgeführt.

 

Galaktografie (Milchgangdarstellung)

Auffällige Flüssigkeitsabsonderungen aus einem Milchgang (blutig oder klar) sollten mit Hilfe der Galaktografie abgeklärt werden. Dabei wird eine stumpfe Sonde in den sezernierenden Milchgang eingeführt. Dies ist in der Regel nicht schmerzhaft. Anschließend wird röntgendichtes Kontrastmittel in den sondierten Gang injiziert, welches sich dann in dem baumartig verzweigenden Milchgangsegment verteilt. In der anschließenden Mammographie können so die mit Kontrastmittel gefüllten Milchgänge sichtbar gemacht werden. Krankhafte Veränderungen der Milchgänge müssen operativ entfernt werden, um bösartige Veränderungen auszuschließen.

 

Ultraschall-geschützte Biopsie

Sonographisch (= im Ultraschall) auffällige Befunde werden unter Ultraschallsicht mittels Nadelbiopsie abgeklärt. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und wird ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Gewebeproben werden anschließend von einem Pathologen untersucht, um bösartige Veränderungen nachzuweisen oder auszuschließen.

 

Kernspintomographisch (MRT) gestützte Interventionen

Sind in der Kernspintomographie auffällige Befunde nachgewiesen worden, müssen diese feingeweblich untersucht werden. Falls diese weder mammographisch noch sonographisch aufzufinden sind, muss eine MRT-gesteuerte Nadelbiopsie in örtlicher Betäubung oder eine MRT-gesteuerte Befundmarkierung und anschließende operative Gewebsgewinnung in Narkose durchgeführt werden. Beide Verfahren diesen zum Nachweis oder Ausschluss bösartiger Brustveränderungen.

 

Bildbeispiel
Röntgenansicht vor Gewebeentnahme
Röntgenansicht nach Gewebeentnahme
 

 

Zur Vergrößerung bitte ins Bild klicken!

 

Stereotaktische Vakuumbiopsie von auffälligem Mikrokalk (Pfeil). Nach der unter Röntgensicht erfolgten Gewebsentnahme ist der Mikrokalk anteilig entfernt, die Biopsiehöhle wird durch einen Lufteinschluß (*) markiert. Feingeweblich entsprach das entnommene Gewebe einem invasiven duktalen Karzinom (Brustkrebs).

 

 






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