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Nikotinpflaster

 

Anwendungsbereich

Zur Unterstützung bei der Raucherentwöhnung unter ärztlicher Betreuung oder im Rahmen von Raucherentwöhnungsprogrammen.

Anwendungsmöglichkeiten und empfohlene Dosierung

Nikotinpflaster sind derzeit in zwei verschiedenen Anwendungsformen erhältlich, als 16 Stunden Pflaster umnd als 24 Stunden Pflaster. Zu jeder Anwendungsform gibt es jeweils drei verschiedene Dosierungsmöglichkeiten. Beim 16 Stunden Pflaster beinhaltet das stärkste Pflaster 24,9 mg, das mittlere 16,6 mg und das schwächste 8,3 mg Nikotin, welches über 16 Stunden hinweg, nicht ganz vollständig über die Haut aufgenommen wird. Das 24 Stunden Pflaster enthält entsprechend 52,5 mg, 35 mg und 17,5 mg Nikotin.

 

In der 1. Phase der Raucherentwöhnung (d.h. während der ersten 4-6 Wochen) wird täglich ein 16 oder 24 Stunden Pflaster mit der höchsten Dosierung verwendet. In der darauf folgenden Phase von 2-4 Wochen, sollte täglich ein Pflaster der mittleren Dosierung und in der letzten Phase, für weitere 2-4 Wochen, täglich ein Pflaster mit der geringsten Dosis Nikotin angewendet werden.

 

Täglich, am besten morgens unmittelbar nach dem Aufstehen, wird ein Pflaster nach Entfernen der Schutzfolie auf eine saubere, trockene und unverletzte Hautstelle an Rumpf, Oberarm oder Hüfte aufgeklebt und fest 10-20 Sek. auf die Haut gedrückt.

Gegenanzeigen

Nikotinpflaster sollten bei Krankheiten und Umständen, bei denen der allgemein zu erwartende Nutzen in keinem günstigen Verhältnis zu einem möglichen Schaden steht, nicht angewendet werden.

 

Bei der Anwendung von Nikotinpflaster gilt dies insbesondere für folgende Erkrankungen: frischer Herzinfarkt, schwere Herzrhythmusstörungen, vor kurzem aufgetretener Schlaganfall, sich verschlechternde Verengung der Herzkranzgefäße, Überempfindlichkeit der Haut gegen Nikotin, chronisch generalisierte Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, chronische Hautentzündungen und Nesselsucht.

Anwendungsbeschränkungen

Bei Vorliegen folgender Erkrankungen sollten Nikotinpflaster nur mit besonderer Vorsicht und in Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden: stabile Verengung der Herzkranzgefäße, stark erhöhter Blutdruck, Hirngefäßerkrankungen, Durchblutungsstörungen an Armen und Beinen, schwere Herzschwäche, Überfunktion der Schilddrüse, insulinpflichtige Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) , akute Magen- und Darmgeschwüre, schwere und anhaltende Hautirritationen.

Hinweis

Mit Beginn und während der Behandlung mit Nikotinpflastern ist das Rauchen völlig einzustellen sowie auch jede weitere Nikotinzufuhr (Schnupftabak, Kautabak) zu vermeiden, da es sonst vermehrt zu unerwünschten Wirkungen kommen kann. Unter anderem können schwere Herz-Kreislauf-Reaktionen bis hin zum Herzinfarkt auftreten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Rauchen ist für die Mutter und das ungeborene Kind gesundheitsschädigend. Die Folgen können sein: ein niedriges Geburtsgewicht, ein erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt sowie eine erhöhte Säuglingssterblichkeit. Nikotin geht auch in die Muttermilch über und wird vom Säugling aufgenommen. Generell sollte daher während der Schwangerschaft nicht geraucht und auf Nikotin verzichtet werden.

 

Schwangere Raucherinnen sollten deshalb unbedingt versuchen das Rauchen ohne Unterstützung durch nikotinhaltige Medikamente aufzugeben. Nur wenn das nicht gelingt und die Gefahr des Weiterrauchens besteht, sollte in Absprache mit dem Arzt eine Behandlung mit Nikotinersatzmitteln in Betracht gezogen werden.

Nebenwirkungen

Es können grundsätzlich ähnliche Nikotinnebenwirkungen wie beim Rauchen auftreten (Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Herzrasen, vorübergehende leichte Blutdrucksteigerung).

 

 

Über folgende unerwünschte Wirkungen wurde in klinischen Studien oder in Nebenwirkungsmeldungen berichtet
Haut Die häufigsten unerwünschten Wirkungen des nikotinhaltigen Pflasters sind Hauterscheinungen an der Aufklebestelle.
Gelegentlich Hautrötungen, Schwellungen an der Aufklebestelle, Juckreiz, Hautausschlag. In Einzelfällen: Brennen an der Aufklebestelle. Diese Hautreaktionen können besonders in den ersten Wochen auftreten. Sie sind meist leichter Natur und verschwinden im allgemeinen innerhalb eines Tages nach Entfernen des Nikotinpflasters. Bleiben die Hautreaktionen bestehen, sollte die Behandlung abgebrochen werden. Bei bekannter Allergie gegen Heftpflaster, sollte während der ersten Behandlungstage besonders auf das Auftreten von Hautreaktionen geachtet werden.
Nervensystem Gelegentlich Kopfschmerzen, Ängstlichkeit, Schwindel, Verstimmungen, Schlafstörungen.
Selten
Muskelzuckungen, Migräne, Benommenheit.

 

Herz-Kreislaufsystem
Selten Herzklopfen, Schmerzen im Brustkorb, Hitzegefühl.
In Einzelfällen Herzrasen, leichter Blutdruckanstieg.
Magen-Darm-Trakt* Gelegentlich Verstopfung, Übelkeit, Durchfall, Blähungen.
Selten Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Sodbrennen.
Skelettmuskulatur Gelegentlich Muskelschmerzen.
Selten Muskelverkrampfungen.
Verschiedenes Gelegentlich Geschmacksstörungen, Mundgeschwüre, Akne, Brennen auf der Zunge.
Selten Schwitzen.

 

*Angemerkt sei, dass die Störungen des Nervensystems und des Magen-Darm-Traktes auch Entzugssymptome aufgrund einer zu geringen Nikotinzufuhr sein können.

Wechselwirkungen

Die Wirkungen mancher Arzneimittel können durch gleichzeitige Anwendung anderer Mittel beeinflusst werden. Wechselwirkungen zwischen Nikotinpflaster und anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt. Rauchen kann jedoch wegen bestimmter anderer im Rauch enthaltener Bestandteile die Wirkungen einer Reihe von Arzneimitteln verändern. Bei nachfolgend aufgeführten Medikamenten sollte in Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker geklärt werden, ob unter Umständen mit Unverträglichkeiten zu rechnen ist oder ob besondere Maßnahmen, wie z.B. eine neue Dosisfestsetzung, erforderlich sein wird: Coffein, Theophyllin, Paracetamol, Phenylbutazon, Pentazocin, Lidocain, Benzodiazepine, trizyklische Antidepressiva, Warfarin, Östrogen und Vitamin B12.

 

Weitere Effekte des Rauchens sind die Verringerung der schmerzstillenden Wirksamkeit von Propoxyphen, die Verringerung einer harntreibenden Wirkung von Furosemid, eine Veränderung des Wirkeffekts von Propranolol und veränderte Ansprechquoten in der Behandlung von Magen-Darmgeschwüren mit H2-Antagonisten.

 

Durch das Rauchen und durch Nikotin können die Blutspiegel des Cortisols und der Katecholamine (Adrenalin und Noradrenalin) erhöht werden.

 

Möglicherweise ist eine Dosierungsanpassung von Nifedipin und Nervenrezeptoren anregenden bzw. bremsenden Substanzen (adrenergen Antagonisten bzw. Antagonisten) erforderlich.

Überdosierung und andere Anwendungsfehler

Die Symptome von Überdosierungen sind ähnlich denen, die beim exzessiven Rauchen auftreten: Schwindel, Mattigkeit, Übelkeit, kalter Schweiß, Erbrechen und Durchfall. Bei Vergiftungen durch eine Überdosierung (z.B. wenn mehrere Pflaster gleichzeitig verwendet werden) oder durch Anwendung bei Kindern können weitere Symptome wie Blutdruck- und Temperaturabfall, Atemnot, Hör- und Sehstörungen, schwacher und unregelmäßiger Puls sowie Krämpfe auftreten. Bei Anzeichen von Überdosierung sollte das Nikotinpflaster sofort entfernt werden. Die Symptome verschwinden mit sinkendem Nikotinspiegel im Blut innerhalb weniger Stunden. Bei schweren Vergiftungen müssen sofort Notfallmaßnahmen ergriffen und ein Arzt aufgesucht werden.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise

Während der Behandlung mit dem Nikotinpflaster darf nicht geraucht oder auf andere Weise Nikotin aufgenommen werden, damit es nicht zu Überdosierungen kommt. Nikotin ist eine für Nichtraucher und Kinder hochgiftige Substanz. Auch eine Dosierung, die für Erwachsene gut verträglich ist, kann bei kleinen Kindern zu schweren Vergiftungserscheinungen führen, d.h. das spielerische Aufkleben eines Pflasters kann, wenn es nicht rechtzeitig bemerkt wird, für Kinder tödlich sein. Deshalb müssen Nikotinpflaster jederzeit für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden. Da die Pflaster auch nach Gebrauch noch Nikotin enthalten können, müssen sie so beseitigt werden, dass sie unter keinen Umständen in die Hand eines Kindes gelangen können.

 
 

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