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Adresse: Calwerstraße 14
72076 Tübingen


Personenprofil: 07071 29-82311


Faxnummer: 07071 29-4141


Computerspiel- und Internet-Abhängigkeit

Angebote der Ambulanz

  • Beratung für Betroffene sowie deren Angehörige, Partner und Freunde
  • Diagnostische Abklärung inwieweit ein kritischer, exzessiver Konsum oder eine Abhängigkeit vorliegt
  • Ambulante Gruppentherapie für "Computerspiel- / Internetabhängigkeit" bei Erwachsenen (ab dem 18. Lj.)
  • Problemlösetraining, Aufbau alternativer Verhaltensweisen, Übungen zur Wahrnehmung und Kommunikation von positiven und negativen Gefühlen, Training zum Umgang mit negativ erlebten Gefühlen wie Ärger, Wut und Traurigkeit

Für einen Vorgesprächstermin wenden Sie sich bitte an das Ambulanzsekretariat der Psychiatrischen Institutsambulanz.

Kontakt

Sekretariat und Anmeldung

07071 29-82313

Sylwia.Mleczko@med.uni-tuebingen.de


Die Vermittlung von Informationen zum Störungsbild als auch die Erörterung von Therapiemöglichkeiten erfolgt nach ausführlicher Diagnostik im Rahmen von zwei Erstgesprächsterminen.


Behandlung

Die Behandlung findet in der Gruppe nach zwei diagnostischen Einzelgesprächen statt. Die Gruppengröße variiert zwischen 4 - 8 Teilnehmern. Alle Beratungs- und Therapieleistungen werden von suchttherapeutisch ausgebildeten Ärzten und Psychologischen Psychotherapeuten erbracht.

Informationen zur Sucht

Die Grenze zwischen Computerspiel- und Internetlust und Sucht bzw. Abhängigkeit ist fließend und daher für Betroffene und Angehörige schwer erkennbar. Folgende Merkmale können auf einen problematischen Umgang mit Computerspielen / dem Internet hinweisen: 

  • Das Computerspiel / das Internet wird über einen längeren Zeitraum (mind. 12 Monate) in einer übermäßigen und von der Norm abweichenden Form genutzt (es wird übermäßig viel Zeit für das Computerspiel oder das Internet beansprucht)
  • Kontrollverlust bzgl. des Beginns, der Dauer und der Intensität des Spielverhaltens / der Mediennutzung. Versuche, das Spielverhalten bzgl. der Mediennutzung einzustellen, scheitern wiederholt
  • Unwiderstehlicher Drang / Verlangen ins Internet zu gehen / Computer zu spielen
  • Entzugserscheinungen wie z. B. Gereiztheit, depressive Verstimmung, Konzentrationsschwäche sowie Unruhe, wenn das Spielen bzw. die Mediennutzung reduziert bzw. aufgegeben wird
  • Vernachlässigung von Pflichten und Aufgaben beruflicher / sozialer Art (z. B. Vernachlässigung von Freundschaften oder der Partnerschaft)
  • Starke gedankliche Beschäftigung mit dem Computerspiel bzw. der Internetnutzung auch während anderer Aktivitäten
  • Stimmungs- und Gefühlsregulation durch Computerspiel- und Mediennutzung

Neben den sog. stoffgebundenen Abhängigkeiten (z. B. von Alkohol oder Zigaretten) kann exzessives Spielen oder eine exzessive Nutzung von Medien ebenfalls zu einer Abhängigkeit führen. Der für die Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung verantwortliche psychische Effekt stellt sich durch die Veränderung körpereigener biochemischer Prozesse durch wiederholte und exzessive Nutzung moderner Medien (Computerspiele, Internet) ein. Häufig bemerken dass die Betroffenen nicht. Gleichzeitig wird das Spielen oder das Surfen im Internet sowie das Aufhalten in sog. "Chatrooms" als belohnend oder auch Stress mildernd empfunden. Häufig erleben die Betroffenen auch eine Stimmungsverbesserung. Einige Betroffene berichten auch, dass sie durch die Mediennutzung das Leben "erträglicher gestalten können".

Damit einhergehend verlieren bzw. verlernen sie aber auch wichtige Verhaltensweisen wie z. B. angemessene Stressverarbeitungsmöglichkeiten, den Umgang mit negativen Gefühlen und schwierigen Lebenssituationen. Die Betroffenen befinden sich nun in einem Teufelskreis, aus dem sie ohne professionelle Hilfe häufig nicht mehr selbständig herauskommen.

Prof. Dr. Anil Batra

Leitung

E-Mail-Adresse: Anil.Batra@med.uni-tuebingen.de

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