Hier beginnt der Kopfbereich - Meta-Navigation und Logos

Link zur HomepageLogo EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN
 
Kein Link zur Sprachversion EN EN


Hier beginnt die Unternavigation für den Bereich


Ihr Ausdruck wurde in der folgenden Navigationsebene erstellt:


Hier beginnt der Inhaltsbereich
Presse und Aktuelles
Visual Content 1
Visual Content 2

Interventionelle Magnetresonanz-Tomographie

Gewebe-Biopsien, präoperative Tumormarkierungen, Infiltrationen im Rahmen der Schmerztherapie und insbesondere Tumorbehandlungen sind aktuell unter MR-Bildgebung möglich. Die interventionelle MRT stellt im Vergleich zur Fluoroskopie und CT, durch die Verwendung nicht-ionisierende Strahlung ein noch weniger invasives Verfahren dar und ist besonders geeignet zur Behandlung jüngerer Patienten. Trotz höherer Kosten und höherem Zeitaufwand wurde das Potenzial der interventionelle MRT für die Durchführung perkutaner Interventionen international erkannt.

 

MRT-gesteuerte Infiltrationen

Die Ileosakralgelenke (ISG) und Kiefergelenke (Temporomandibulargelenke, TMJ) sind bei vielen entzündlichen Systemerkrankungen betroffen.


Die häufigsten Ursachen für eine Sakroiliitis sind die Spondylitis ankylosans (M. Bechterew), Psoriasis-Arthropathien und chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie M. Crohn oder Colitis ulcerosa; Zudem kommen isolierte seropositive und -negative Sakroilitiden vor. Die betroffenen Patienten sind meist jung (20-30 Jahre) und durch ihre Beschwerden im Alltag und im Berufsleben oft deutlich eingeschränkt.
TMJ-Arthritiden treten meist bei jüngeren Kindern im Zusammenhang mit juvenil-rheumatioiden Arthritiden auf und verlaufen oft asymptomatisch (die Patienten haben keine Schmerzen), führen dabei aber längerfristig zur Zerstörung der Kiefergelenke.


Die oben genannten Erkrankungen sind zur Zeit leider nicht definitiv heilbar. Derzeitige Therapieoptionen bestehen in Physiotherapie und antiphlogistischer (entzündungshemmender) Medikation, zudem werden neu entwickelte molekulare Substanzen wie TNF-Alpha-Antagonisten erprobt, die sich allerdings durch umfangreiche Nebenwirkungsprofile auszeichnen.


Eine weitere Therapiemöglichkeit besteht in der direkten Infiltration betroffener Gelenke mit langwirksamen Kortikosteroiden; Diese Form der Therapie zeichnet sich durch den Vorteil einer hohen Wirkstoffkonzentration am Zielort bei weitgehender Schonung des restlichen Organismus aus und ist damit sehr effektiv und nebenwirkungsarm. Gut erreichbare Gelenke wie Knie- oder Sprunggelenke werden auf diese Weise durch Rheumatologen seit langem effektiv behandelt.


An unserer Klinik werden in Zusammenarbeit mit der Klinik für Rheumatologie und der Klink für Kinderrheumatologie MRT-gesteuerte Infiltrationen der schwieriger erreichbaren Ileosakral- und Kiefergelenke durchgeführt. Durch diese Methode ist es möglich, ohne Strahlenbelastung für Patient und Radiologen die Punktionsnadel unter laufenden Bildkontrollen sicher in die Zielgelenke einzubringen und die Lage der Nadel in mehreren frei wählbaren Bildebenen zu kontrollieren. Anschließend können langwirksame Kortikosteriode (Triamcinolon) injiziert werden. Hierdurch erreichen wir eine maximale Sicherheit und Präzision ohne Strahlenbelastung, was hinsichtlich des meist niedrigen Alters der Patienten und der in vielen Fällen wiederholten Behandlungen einen großen Vorteil gegenüber anderen Verfahren wie der Computertomographie darstellt.


Nach einer Sitzung sind die Patienten meist 6-12 Monate schmerzfrei oder deutlich schmerzreduziert.

 

 

Interventionelle Radiologie: TMJTMJ*
Interventionelle MRT: ISGISG*
 

 

*Zur größeren Ansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken!

 

 

 

Kernspintomographisch-gesteuerte Infiltration der Intervertebralgelenke
Durchführbarkeit und Weiterentwicklung der MR-gesteuerten Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie bei Rückenschmerzen verursacht durch die Intervertebralgelenke sowie die Evaluation der Effektivität.

 

Kernspintomographisch-gesteuerte Infiltration der Spinalnerven
Durchführbarkeit und Weiterentwicklung der MR-gesteuerten Steroidinfiltration des Spinalnervs bei radikulären Rückenschmerzen sowie die Evaluation der Effektivität.

 

MR-gesteuerte Infiltration der Sakroiliakalgelenke
Durchführbarkeit der MR-gesteuerten Infiltration der Sakroiliakalgelenke in Echtzeitbildgebung und die Evaluation der Effektivität bezüglich entzündlichem Rückenschmerz, subchondrales Knochenmarködem, Remissionszeit und wiederholter Infiltration, sowie die Entwicklung des Mobilitätsgrades und der Entzündungsarameter in Zusammenarbeit mit der Rheumatologischen Ambulanz der Universität Tübingen (PD Dr. med. Ilhan Günaydin)

 

Präoperative Planung
Durchführbarkeit und Weiterentwicklung der MR-gesteuerten präoperativen Markierung der Tumorausdehnung sowie der präoperativen Planung für eine biologische chirurgische Exzision.

 

 

Magnetresonanz-tomographisches Monitoring der Thermoablation (RFA)

Radiofrequenzablationen (RFA) an Leber und Niere sowie zahlreiche andere Eingriffe werden in unserem Haus vorwiegend MR-gesteuert durchgeführt. Trotz der etwas längeren Dauer für das Erstellen der Bilder und der erforderlichen MR-kompatiblen Ausrüstung haben wir uns aus mehreren Gründen für diese Art der Bildgebung entschlossen:

  • für den Patienten und den interventionellen Radiologen fällt keine Strahlenbelastung an
  • falls Kontrastmittel benötigt werden, sind diese in der Regel besser verträglich
  • der Weichteilkontrast ist um ein vielfaches höher als am CT und erlaubt es, auch feine Strukturen oder Tumoren sichtbar zu machen
  • die Schichtebenen der Bilder können zu jeder Zeit frei gewählt und verändert werden
  • Nadelbewegungen können in nahezu Echtzeit kontrolliert werden
  • Speziell bei der RFA können die Therapieeffekte durch verschiedene Bildgebungsverfahren sichtbar gemacht werden

Zusammengenommen erlauben diese Aspekte ein hohes Maß an Sicherheit und Qualität der durchgeführten Eingriffe. Eingriffe an der Lunge sowie Interventionen bei Patienten mit Herzschrittmachern oder anderen Kontraindikationen für starke Magnetfelder werden an modernen Computer-Tomographen durchgeführt.

 

Zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie arbeiten wir weiter an der Verbesserung von MR-gesteuerten Eingriffen. Ein Beispiel ist die Installation einer Bildgebungs-Sequenz, die es erlaubt, Nadelbewegungen in Echtzeit auf einem Bildschirm zeitgleich in mehreren Schnittebenen darzustellen und diese Einzelfilme in einer 3-D-Bildgebung zusammen zu führen. Sensible anatomische Strukturen können so optimal geschützt und Eingriffe insgesamt flüssiger durchgeführt werden.

 

Thermometrie

Bei der Durchführung von Radiofrequenzablationen ist es von wesentlichem Interesse, die Ausbreitung der Hitze um den Applikator und die daraus resultierenden Gewebeveränderungen möglichst zeitnah verfolgen zu können. Die Beobachtung von Therapieeffekten bei der RFA wird als Monitoring bezeichnet. Die bei RF-Ablationen erzeugten Gewebeveränderungen können in T1- und in T2-gewichteter Bildgebung nachgewiesen werden. Bereits zerstörtes Gewebe kann in einer Kontrastmitteluntersuchung identifiziert werden. Ein optimales Monitoring schützt benachbartes Gewebe vor Hitzeschäden (z. B. den Darm, das Herz oder den Magen), kann verbleibendes Tumorgewebe darstellen und hilft bei der Überprüfung, ob ausser dem Tumor auch ein ausreichender Sicherheitssaum gesunden Gewebes zerstört wurde. Da sich die durch die Hitze erzeugten Gewebeveränderungen erst mit einer gewissen Zeitverzögerung einstellen, wurde nach Methoden gesucht, die Temperatur des betroffenen Gewebes direkt darzustellen. Eine dieser Methoden ist die Protonen-Resonanz-Frequenz-Methode, die eine bei Temperaturänderungen auftretende minimale Verschiebung der Wasserstoffprotonenfrequenz ausnutzt, um die Erhitzung quantitativ darzustellen.


In Zusammenarbeit mit Industriepartnern ist es unser Ziel, die während RF-Ablationen auftretende Gewebeerwärmung stabil und zuverlässig darzustellen. Während der nur wenige Sekunden dauernden Messung den Patienten kaum beeinträchtigen, können aus den erzeugten Temperaturkarten wichtige Informationen gewonnen werden, die sowohl Sicherheit als auch Geschwindigkeit des Eingriffs erhöhen.

 

Bildbeispiel
BeispielplatzhalterMR Kontrastverfahren
Unterschiedliche Kontrastverfahren
Ein Tumor stellt sich im oberen Bereich der Leber dar und kann im MR in unterschiedlichen Kontrastverfahren nachgewiesen werden.


 

Zur vergrößerten Ansicht bitte auf das Bild klicken.

 

Links oben: T1-gewichteter Kontrast. Links unten T2-gewichteter Kontrast.
Mitte links: Zwei Radiofrequenz-Applikatoren werden auf den Tumor positioniert. Mitte rechts: Ein Thermometrie-Verfahren bildet während der Therapie die Temperaturverteilung um die Nadeln ab (rote Bereiche ≥ 57°C).
Rechts oben und unten: nach dem Eingriff stellt sich eine Zone zerstörten Gewebes um den Tumor dar.







Hier beginnt die Marginalspalte Suche und verschieden Module
Schnelleinstieg





Hier beginnt die Fusszeile - Impressum und Datenschutz
Cookie Einstellungen
Bitte treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren.
Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter HILFE.
 
Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen.

Cookies zulassen:
Wir setzen Analysetools (Google Analytics, Matomo) ein, um Besucher-Informationen wie z.B. Browser, Land, oder die Dauer, wie lange ein Benutzer auf unserer Seite verweilt, zu messen. Ihre IP-Adresse wird anonymisiert übertragen, die Verbindung zu Google ist verschlüsselt.

Nur notwendige Cookies zulassen:
Wir verzichten auf den Einsatz von Analysetools. Es werden jedoch technisch notwendige Cookies, die eine reibungslose Navigation und Nutzung der Webseite ermöglichen, gesetzt (beispielsweise den Zugang zum zugangsbeschränkten Bereich erlauben).

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit auf der Seite Datenschutzerklärung ändern. Zum Impressum.

Zurück

Cookies zulassen Nur notwendige Cookies zulassen