Ratgeber Schwangerschaft
Die Schwangerschaft ist ein ganz besonderes, einzigartiges Erlebnis. Sie ist verbunden mit vielen Veränderungen, ihr Körper verändert sich, aber auch ihr ganzes Leben, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Während der Schwangerschaft entwickeln sich viele Gedanken und Fragen einerseits um den kleinen Menschen, der in ihrem Bauch heranwächst und andererseits, um sich selbst. Im Mutter-Kind-Zentrum der Uni-Frauenklinik Tübingen werden Ihnen diese Fragen ausführlich beantwortet und Ihre Sorgen ernstgenommen, so dass Sie keine Angst vor den Untersuchungen während der Schwangerschaft haben brauchen.
Wir unterstützen Sie in der Schwangerschaft
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Hebammensprechstunde
Individuelle Beratungsgespräche mit einer Hebamme -
Geburtsvorbereitende Akupunktur
Einstimmung des Körpers auf die Entbindung -
Risiko-Schwangerenambulanz
Ambulante Betreuung von Patientinnen -
Pränatale Diagnostik und Medizin
Sprechstunden und Anmeldung -
Hebammenhilfe
Kontakte und Informationen -
Elternschule am Mutter Kind Zentrum
Veranstaltungen und Kurse
Ihr Mutter-Kind-Zentrum
an der Universitäts-Frauenklinik
Untersuchungen in der Schwangerschaft
Umfassende medizinische Betreuung, die im Mutter-Kind-Zentrum der Uni-Frauenklinik Tübingen gewährleistet wird, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, dass mit dem Baby alles gut geht.
Blutdruck-Messung
Bei jeder Vorsorgeuntersuchung wird der Blutdruck überprüft. Sind die Werte zu hoch oder zu niedrig, könnte das dem Ungeborenen oder Ihnen schaden. Der Arzt wird nach den Ursachen suchen und eventuell behandeln.
Urin-Untersuchung
Jedes mal überprüft das Labor, ob die werdende Mutter eine Entzündung hat (zu viele Leukozyten im Urin). Gesucht wird aber auch nach Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung, die sich am Eiweißgehalt der Urinprobe erkennen lässt.
Blut-Test
Bei der großen Erstuntersuchung entnimmt der Arzt Blut aus der Armvene. Bestimmt werden die Blutgruppe der Mutter, der Rhesusfaktor (wegen einer möglichen Unverträglichkeit), bei Verdacht auf Infektion (die Abwehrkraft gegen Röteln und Toxoplasmose), Infektionskrankheiten, die das Ungeborene schädigen können. Aus dem Tropfen, der jedes Mal aus der Fingerspitze gewonnen wird, wird der Eisengehalt des Butes errechnet (eine wichtige Voraussetzung, damit das wachsende Baby genug Sauerstoff bekommt). Notfalls muss mit Eisentabletten ausgeglichen werden.
Chromosomen-Test
Bei Müttern über 35 steigt das Risiko, ein chromosomengeschädigtes Kind auszutragen. Mit diesem Test wird vor allem nach dem Down-Syndrom, früher Mongolismus genannt, gesucht. Für diesen Test, der nur auf Wunsch der Mutter gemacht wird, braucht der Arzt Zellen des Ungeborenen. Entweder werden sie um die zehnte Schwangerschaftswoche aus dem Plazentagewebe entnommen ( Chorionzottenbiopsie) oder aus dem Fruchtwasser (die Punktion ist heute schon nach der 11. Woche möglich).
Herzton-Kontrolle
Ab der zwölften Schwangerschaftswoche sucht der Arzt mit einem speziellen Gerät nach den Herztönen des Babys. Der Rhythmus und die Zahl der Schläge pro Minute geben Hinweise, wie es dem Ungeborenen geht. Gegen Ende der Schwangerschaft wird die werdende Mutter bei den Vorsorgeterminen mit dem CTG, dem Herzton-Wehenschreiber, untersucht.
Ultraschall
Im Mutterpass sind (mindestens) drei Untersuchungen vorgesehen. Gibt es weder ein Risiko noch einen Verdacht, dann wären diese drei Untersuchungen auch ausreichend.
Meist wird heute aber schon beim ersten Arzttermin "geschallt", um die Schwangerschaft festzustellen.
In der 9.-12. Woche prüft der Arzt, ob das "Alter" der Schwangerschaft stimmen kann, und berechnet noch einmal den Geburtstermin. In der 19.-22. Woche folgt die "große Inspektion": Ist das Ungeborene normal entwickelt und vital? Sind Mehrlinge unterwegs? Wächst das Baby richtig (Innere Organe, Skelettsystem, Herz, Nieren, Gehirn)
Gegen Ende der Schwangerschaft, in der 29.-32. Woche, werden die inneren Organe angeschaut - Herz, Nieren, Gehirn: hat sich alles richtig entwickelt? Bei diesem werden auch Größe, Gewicht und Kopfumfang des Babys für die Geburt berechnet. Der Arzt überzeugt sich weiterhin, dass nicht zu viel oder zu wenig Fruchtwasser vorhanden ist. Ist das Baby zu klein für sein Alter, kann mit Doppler-Ultraschall genau errechnet werden, ob das Ungeborene noch gut versorgt wird.
Veranlassung einer Infektionsdiagnostik bei begründetem Verdacht.
In der Schwangerschaft ist der Zeitpunkt der Untersuchung entscheidend für eine sichere Diagnose.
Die optimalen Untersuchungszeitpunkte sind:
- 12. -13. WocheChorionzottenbiopsie
ab 11+0 SSW - 13. WocheNackentransparenzmessung
11+0 bis 13+6 SSW - 16. -17. WocheAmniozentese
ab 14+0 SSW - 21. WocheOrgan-Ultraschall
ab 19+0 SSW - ab 24. WocheFetale Dopplersonographie
Je nach Grund oder Untersuchungsbedingungen können jedoch auch abweichende Termine sinnvoll sein. Bitte sprechen Sie daher mit Ihrem behandelnden Arzt über den richtigen Zeitpunkt.
Hilfreiche Tipps in der Schwangerschaft
Bei einem normalen Verlauf dauert es etwa 38 Wochen von der Befruchtung der Eizelle bis zur Geburt Ihres Kindes. Der Schwangerschaftsverlauf wird in drei Abschnitte eingeteilt: Jedes sogenannte Trimenon umfasst drei Monate. In dieser Zeit verändert sich einiges in Ihrem Leben. Wir stehen Ihnen in dieser aufregenden und manchmal auch etwas beschwerlichen Zeit mit hilfreichen Tipps zur Seite und beantworten die häufigsten Fragen.
Vorbeugende Massnahmen gegen Krampfadern
- Aktivieren Sie Ihre Muskelpumpe in den Unterschenkeln durch intensive, gleichmäßige Bewegungen wie Gehen, Radfahren und Schwimmen.
- Nehmen Sie lauwarm-kalte Wechselduschen zur Stärkung der Venen.
- Unterstützen Sie den venösen Rückstrom des Blutes durch Hochlagern der Beine beim Liegen und durch Verwenden eines Fußschemels bei sitzenden Tätigkeiten.
- Beugen Sie durch ballaststoffreiche Ernährung Verstopfungen vor.
- Kontrollieren Sie regelmäßig Ihr Gewicht.
- Vermeiden Sie das Tragen enger Hosen, Socken und Schuhe.
- Tragen Sie hauptsächlich Schuhe mit flachen Absätzen um die Wadenmuskulatur zu trainieren.
- Tragen Sie Thrombosestrümpfe, wenn Sie lange stehen oder sitzen.
- Vermeiden Sie heiße Temperaturen wie bei heißen Vollbädern, in der Sauna und im Solarium.
Vorbeugende Massnahmen gegen Sodbrennen
- Nehmen Sie fünf bis sechs kleine Mahlzeiten zu sich
- Trinken Sie eine halbe Stunde nach dem Essen schluckweise Fenchel-, Melissen-, oder Kamillentee
- Sitzen Sie beim Essen möglichst aufrecht
- Essen Sie langsam und bewusst
- Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die die Produktion der Magensäure fördern wie Zitrusfrüchte, Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Kaffee, schwarzer Tee, kohlensäurehaltige Getränke, Schokolade und andere Süßigkeiten
- Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten
- Meiden Sie stark gewürzte, sehr fetthaltige oder gebratene Speisen
- Eiweißreiche Kost neutralisiert die Magensäure und hilft den oberen Magenausgang besser zu verschließen
- Gönnen Sie sich nach den Mahlzeiten eine Ruhepause
- Informieren Sie Ihren Frauenarzt
Hilfreiche Massnahmen gegen Kopfschmerzen
- Machen Sie einen Spaziergang an der frischen Luft.
- Nehmen Sie eine kalte Dusche.
- Nehmen Sie regelmäßige Mahlzeiten zu sich.
- Machen Sie eine Ruhepause in einem abgedunkelten Raum.
- Legen Sie eine kühle Kompresse auf Stirn und Schläfen.
- Massieren Sie sich die Stirn mit Pfefferminzöl
- Lassen Sie sich massieren.
- Achten Sie auf eine adäquate Körperhaltung mit lockeren Schultern und geradem Rücken.
- Machen Sie autogenes Training
- Nehmen Sie eine Akupunktur.
- Nehmen Sie gegebenenfalls Paracetamol entsprechend der Packungsbeilage.
- Konsultieren Sie Ihren Frauenarzt.
Mittel gegen Hämorrhoiden während der Schwangerschaft
- Beugen Sie durch ballaststoffreiche Ernährung, viel Flüssigkeit und regelmäßiger Bewegung Verstopfungen vor.
- Vermeiden Sie eine Druckerhöhung im Beckenbereich durch Pressen oder schweres Heben.
- Nehmen Sie lauwarme oder kühle Sitzbäder mit Kamille, Arnika, oder Brennessel um Schwellungen und Juckreiz zu lindern.
- Cremen Sie die Haut mit Lavendelöl oder einer Salbe mit Calendula ein.
- Legen Sie einen Quarkumschlag auf die schmerzhaften Stellen.
- Achten Sie bei jedem Stuhlgang auf eine gründliche Reinigung des Analbereichs mit lauwarmem Wasser.
- Verzichten Sie aufgrund der chemischen Zusätze auf die Verwendung feuchter Toilettentücher.
- Lassen Sie sich gegebenenfalls von Ihrem Frauenarzt eine Salbe oder ein Zäpfchen zur Linderung von Schmerzen und Juckreiz verordnen.
Mittel gegen Schlaflosigkeit
- Integrieren Sie einen Kurzschlaf in Ihren Tagesablauf (aber nicht zu spät am Tag).
- Machen Sie regelmäßig einen kurzen Abendspaziergang.
- Nehmen Sie abends nur leichte Mahlzeiten zu sich.
- Trinken Sie vor dem Zubettgehen ein Glas warme Milch mit Honig oder einen warmen Kräutertee aus Baldrian oder Melisse.
- Vermeiden Sie nach 16 Uhr den Konsum koffeinhaltiger Getränke.
- Nehmen Sie vor dem Schlafengehen ein warmes Bad mit Rosmarin-, Lavendel-, oder Baldrianöl.
- Lassen Sie sich massieren.
- Hören sie Meditationsmusik zur Entspannung.
- Machen Sie Entspannungsübungen (autogenes Training, progressive Muskelrelaxation).
- Schaffen Sie adäquate Schlafbedingungen - wie ein gut gelüftetes, angenehm kühles Schlafzimmer.
- Tragen Sie angenehme Schlafkleidung - bei kalten Füßen evtl. auch Socken.
- Schlafen Sie in Seitenlage.
- Besuchen Sie einen Geburtsvorbereitungskurs um Unterstützung zu bekommen und Ihre Sorgen zu verarbeiten.
- Teilen Sie Ihre Sorgen mit einer Ihnen vertrauten Person.
- Verzichten Sie auf die Einnahme von Schlafmitteln.
- Wenden Sie sich gegebenenfalls an Ihren Frauenarzt.
Empfehlungen von ihrem Zahnarzt
Wichtig ist, dass Sie Ihren Zahnarzt über Ihre Schwangerschaft informieren. Er kann dann seine Therapiemöglichkeiten genauestens auf Ihre Situation abstimmen. Teilweise besteht die Möglichkeit der Hypnose zur Schmerzlinderung. Behandlungen größeren Ausmaßes sollten in der Regel wenn möglich nicht innerhalb der Schwangerschaft durchgeführt werden. |
FAQ im Schwangerschaftsverlauf
Häufige Fragen im Schwangerschaftsverlauf
Siehe auch
Pränataldiagnostik
In der Abteilung für pränatale Diagnostik und Medizin begleiten wir Sie durch die Schwangerschaft, insbesondere wenn tatsächlich Auffälligkeiten zu finden sind.
Mehr erfahrenEntbindung
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Mehr erfahrenWochenbett im Mutter-Kind-Zentrum
Angebote für Wöchenerinnen in der Frauenklinik: Tübinger Wochenpflegemodell, Familienzimmer und Mütterzimmer in der Kinderklinik.
Mehr erfahrenZertifikate und Verbände
Focus: Top Nationales Krankenhaus 2026
Stern: Deutschlands Ausgezeichnete Arbeitgeber Pflege
Qualitätspartnerschaft mit der PKV
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Die Altersvorsorge für den Öffentlichen Dienst
