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Hilde Bruch Lecture Award

am Kompetenzzentrum für Essstörungen des Universitätsklinikum Tübingen in Kooperation mit dem Schattauer-Verlag Stuttgart

Ziel des Hilde Bruch Lecture Awards ist es, einmal pro Jahr eine(n) national/international renommierte(n) Essstörungsforscher/in und Therapeuten/in zu nominieren und diese(n) zu einem öffentlichen Vortrag an die Universität Tübingen einzuladen. Die Auszeichnung ist mit € 2.000 dotiert.

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger

  • 2014Prof. Ulrike Schmidt, King‘s College London
  • 2015Prof. Cynthia Bulik, University of North Carolina, Karolinska Institut Stockholm
  • 2016Prof. Janet Treasure, King’s College London
  • 2017Prof. Fernando Fernandez-Aranda, University of Barcelona
  • 2018Prof. Beate Herpertz-Dahlmann, Universitätsklinik Aachen
  • 2019Prof. Ruth Striegel Weissman, Wesleyan University, USA

Hilde Bruch

ist am 11. März 1904 in Dülken am Niederrhein geboren und verstarb am 15. Dezember 1984 in Houston, Texas. Sie war eine deutsch-amerikanische Ärztin, Psychoanalytikerin und Spezialistin für Essstörungen. Sie studierte an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, wo sie 1929 mit dem Doktor in Medizin abschloss. Aufgrund des aufkommenden Antisemitismus in der Universität gab sie ihre akademische Laufbahn auf und wechselte zunächst in eine Privatpraxis, bevor Sie im Sommer 1933 nach London floh. Nach einem Jahresaufenthalt in London emigrierte sie in die USA. In New York arbeitete sie in einem Kinderspital. Ab 1937 begann sie über Fettleibigkeit bei Kindern zu forschen. 1941-1943 studierte sie Psychiatrie an der Johns-Hopkins-Universität. In Baltimore lernte sie Harry Stack Sullivan, Frieda Fromm-Reichmann, Edith Weigert und Theodore und Ruth Lidz kennen. Sullivan, Lawrence S. Kubie und Fromm-Reichmann waren ihre wichtigsten Lehrer. Letztere lud sie zu ihren wöchentlichen psychoanalytischen Seminaren in Chestnut Lodge ein. Sie kehrte 1943 nach New York zurück, eröffnete eine private psychoanalytische Praxis und lehrte an der Columbia-Universität. 1952 erschien ihr Buch Don't Be Afraid of Your Child: A Guide for Perplexed Parents. 1964 erhielt sie eine Professur in Psychiatrie am Baylor College für Medizin in Houston, Texas. Neben einer florierenden Privatpraxis und einem Lehrstuhl an der Columbia-Universität war sie in der Forschung aktiv und verfasste unzählige Fachartikel, die ihr den Ruf einer Autorität insbesondere im bereich der Essstörungen verschafften. Als das Buch The Importance of Overweight 1957 veröffentlicht wurde, galt Hilde Bruch bereits als führende Forscherin über Fettleibigkeit bei Kindern. Ihr Werk war eines der ersten, das die Öffentlichkeit über die Gefahren bei Übergewicht von Kindern aufklärte. Als in den 1960er und 1970er Jahren die Magersucht (Anorexia nervosa) rasch zunahm, beschäftigte sie sich vermehrt mit der Behandlung dieser Krankheit und wurde bald eine der weltweit führenden Fachautoritäten auf diesem Gebiet. Hilde Bruch galt auch als brillante und kreative Psychotherapeutin. In ihrem Buch Grundzüge der Psychotherapie lieferte sie eine genaue und fundierte Beschreibung des intensiven interpersonalen psychotherapeutischen Prozesses. Zu ihren bekanntesten Schriften gehören: a) Der goldene Käfig. Das Rätsel der Magersucht; b) Essstörungen; c) Das verhungerte Selbst. Gespräche mit Magersüchtigen.

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