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Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Kinderheilkunde III
Neuropädiatrie, Sozialpädiatrie und Entwicklungsneurologie

410
400
330

Adresse: Hoppe-Seyler-Str. 1
72076 Tübingen


Personenprofil: 07071 29-83781


Diabetes Ambulanz

In unserer Einrichtung werden ca. 250 Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus von einem interdisziplinären Behandlungsteam betreut. Unser Team besteht aus mehreren Ärztinnen und Ärzten, Diabetesberaterinnen, Diätassistentinnen, einer Sozialpädagogin und einer Dip. Psychologin.

Neben den regelmäßigen Sprechstunden bieten wir ambulante und stationäre Nachschulungen an sowie in unregelmäßigen Abständen diabetesbezogene Projekte für bestimmte Altersgruppen.

Unsere Aufgabe sehen wir in einer ganzheitlichen Betreuung, die Kindern und Jugendlichen mit Diabetes ein weitgehend normales Leben ermöglichen soll. Neben der Vermeidung von Akut- und Langzeitkomplikationen ist unser Ziel die Förderung der normalen körperlichen und psychosozialen Entwicklung.

Prof. Dr. med. Andreas Neu

Oberarzt

Terminvergabe

Bitte beachten Sie, dass Sie für die Vorstellung in unserer Ambulanz eine Überweisung Ihres Kinderarztes benötigen.


Telefonisch

07071 29-87102


Öffnungszeiten

Montag
10.00 - 16.00 Uhr
Dienstag
9.00 - 11.00 Uhr
14.00 - 17.00 Uhr
Mittwoch
14.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag
09.00 - 17.00 Uhr
Freitag
09.00 - 14.00 Uhr


Schwerpunkte

Die Diabetes-Ambulanz ist eine Schwerpunkt-Einrichtung für Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter. Wir beraten und betreuen in allen Fragen rund um Diabetes mellitus bei Kindern und Jugendlichen und können in diesem Rahmen der Langzeitbetreuung eine stationäre und ambulante Versorgung anbieten.

Speziell für junge Leute und deren Übergang in die Erwachsenmedizin (Transition) arbeiten wir sehr eng mit unseren Kollegen und Kolleginnen in der Medizinischen Klinik des UKT sowie mit diabetologischen Schwerpunkt-Praxen zusammen.

Beratung und Betreuung

Beratung und Betreuung

Der Diabetes mellitus Typ 1 (früher auch kindliche Zuckerkrankheit genannt) ist eine chronische Erkrankung, die mit Insulinmangel einhergeht. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand ist Diabetes nicht heilbar und muss lebenslang mit Insulin und diabetesgerechter Kost behandelt werden. Die Insulingabe erfolgt durch Spritzen. Allein in Baden Württemberg erkranken jährlich mehr als 200 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 14 Jahren neu an Diabetes mellitus. Die Neuerkrankungsrate, mit dem Fachausdruck Inzidenz, liegt etwa bei 16 Neuerkrankungen pro 100.000 gesunder Kinder im Jahr. Hochrechnungen zufolge leben in der Bundesrepublik etwa 15.000 Kinder mit einem Typ 1 Diabetes im Alter von 0-14 Jahren.

Zu den häufigsten Symptomen bei Krankheitsausbruch zählen starker Durst, vermehrtes Wasserlassen und Gewichtsabnahme. In der Regel sind diese Krankheitszeichen so schwerwiegend, dass sie von Eltern nicht übersehen werden und rasch und zweifelsfrei zur Diagnosestellung führen. Die Erstbehandlung erfolgt in diesem Alter nahezu ausschließlich in einer Kinderklinik. Dort wird die Einstellung mit Insulin vorgenommen, Eltern und Kinder erhalten eine eingehende Unterweisung im Umgang mit dieser Erkrankung.

Während Folgeerkrankungen (Erblindung, Niereninsuffizienz, Beinamputation) früher nahezu unvermeidbar schienen, können Patienten mit einem gut eingestellten Diabetes und regelmäßigen Kontrollen heute gesund und ohne derartige Komplikationen ins hohe Erwachsenenalter gelangen.

Die Beratung und Schulung der an Diabetes erkrankten Patienten und ihrer Familien ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Behandlung dieser Krankheit. Eine eingehende Erstschulung bei Diabetesmanifestation, d.h. bei Diagnosestellung eines Diabetes, vermittelt die wichtigsten Grundlagen im Umgang mit dieser Erkrankung. Regelmäßige individuelle Nachschulungen gehören zu unserem Konzept der Langzeitbetreuung.

Martina Loesch-Binder

Diabetesberatin DDG

Telefonnummer: 07071 29-87102

E-Mail-Adresse: martina.loesch-binder@med.uni-tuebingen.de

Katja Meßner

Diabetesberatin DDG

Telefonnummer: 07071 29-87102

E-Mail-Adresse: katja.messner@med.uni-tuebingen.de

Helene Bürkle

Diabetesberaterin DDG

Telefonnummer: 07071 29-84720

E-Mail-Adresse: helene.buerkle@med.uni-tuebingen.de

Unverzichtbarer Bestandteil der Diabetestherapie ist eine diabetesgerechte Kost. Diese unterscheidet sich nur wenig von der gesunden Ernährung für Kinder und Jugendliche, die keinen Diabetes haben. Die Kenntnis der Blutglucosewirkung der Nahrung ist Voraussetzung für eine adäquate Insulindosierung. Diese speziellen Kenntnisse werden von uns in theoretischen und praktischen alltagsbezogenen Schulungen vermittelt.

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Der Umgang mit Diabetes bedeutet für betroffene Kinder und Jugendliche eine zusätzliche Lebens- und Ernährungsaufgabe. Das Gelingen dieser Aufgabe ist oft eine erhebliche Herausforderung für die ganze Familie. Unsere Psychologin kennt diese Probleme und hilft Ihnen bei der Bewältigung. Dabei werden individuelle psychosoziale Faktoren im Rahmen einer ganzheitlichen und umfassenden Betreuung mit einbezogen.

  • Psychologische Beratung: Julia Uber, Dipl. Psychologin
  • Sozialrechtliche Beratung: Michaela Glökler, Sozialpädagogin

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Gesicherte Daten zur Häufigkeit und Verteilung des Diabetes mellitus liegen für Deutschland nur in sehr begrenztem Maße vor.  In Baden-Württemberg wurde zu Beginn der 90er Jahre von PD Dr. Andreas Neu ein Diabetes-Register ins Leben gerufen, das alle Diabetes-Neuerkrankungen im Kindesalter in anonymer Form erfaßt und registriert.  Alle Kinderkliniken des Landes Baden- Württemberg und ein Diabetes-Zentrum beteiligen sich an diesem Projekt.

Aus diesem Register wurden erstmals Häufigkeitsdaten zum Diabetes im Kindesalter für Deutschland veröffentlicht. Das Register ist derzeit das größte seiner Art in Europa und ist dem internationalen Registerverbund EURODIAB angeschlossen.  Neben Daten zur Inzidenz (Neuerkrankungsrate) und Prävalenz (Häufigkeit in der Bevölkerung) des Diabetes werden klinische Formen des Diabetes mellitus auf dieser epidemiologischen Basis analysiert.  Die Daten finden Eingang in die Gesundheitsberichtserstattung des Landes Baden-Württemberg.

Das Forschungsprojekt wird unter anderem unterstützt durch die Stiftung Das zuckerkranke Kind der Deutschen Diabetes Gesellschaft.  Im Jahr 2005 wurden erstmals epidemiologische Daten zum Typ 2 Diabetes im Kindes- und Jugendalter aus dem Baden-Württembergischen Register veröffentlicht.

Neben diesem Forschungsschwerpunkt  werden wissenschaftlich-klinische Untersuchungen zu Schilddrüsenerkrankungen bei Diabetes und zur Betreuungsstruktur von Diabetespatienten im jungen Erwachsenenalter durchgeführt.

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