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Zentrum für seltene genitale Fehlbildungen

Zentrum für seltene genitale Fehlbildungen

Die Spezialsprechstunde für genitale Fehlbildungen hilft zusammen mit der kinder- und jugendgynäkologische Sprechstunde der Universitäts-Frauenklinik Tübingen gerne weiter in allen Fragen rund um genitale Fehlbildungen vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter. Dabei liegt ein Fokus auf der altersangepassten Betreuung der Patientinnen. Unsere Ärztinnen sind speziell geschult und haben jahrelange Erfahrung in der Diagnostik und Therapie genitaler Fehlbildungen.
Seltene Erkrankungen sind häufig und treten auch im fachärztlichen Alltag auf. Eine Erkrankung gilt als selten, wenn durchschnittlich 1 von 2000 Personen unter dieser leidet. Mit der Gründung des bundesweit ersten Forschungs- und Behandlungszentrums für seltene Erkrankungen (ZSE Tübingen) Anfang 2010, möchten wir für diese Patienten eine interdisziplinäre Betreuung durch hochqualifizierte Experten gewährleisten. Eines der ersten Spezialzentren ist das Zentrum für Seltene Genitale Fehlbildungen der Frau.

Unserer Flyer als PDF

Terminvereinbarung

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E-Mail-Adresse: kontakt@uni-frauenklinik-tuebingen.de


Sprechstunden:

Montag
8.00 - 16.00 Uhr


Prof. Dr. Sara Brucker

Leiterin Zentrum für seltene genitale Fehlbildungen
Universitäts-Frauenklinik Tübingen

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Priv. Doz. Dr. Kristin Katharina Rall

Oberärztin

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Dr. Dorit Schöller

Oberärztin

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Diana Stefanescu

Fachärztin

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Andrina Kölle

Assistenzärztin

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Warum Sie in unser Zentrum kommen sollten

Die verantwortlichen Oberärztinnen sind zertifiziert für die Durchführung anerkannter kinder- und jugendgynäkologischer Sprechstunden (AG Kinder- und Jugendgynäkologie, Deutschland) und haben jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der genitalen Fehlbildungen.

Notwendige operative Eingriffe werden mit Hilfe minimalinvasiver Techniken durchgeführt, die ständig in unserem Hause optimiert und erweitert werden.

Koordinierte interdisziplinäre Betreuung der Patienten, gemeinsame Fallkonferenzen, Tübinger Patientenregister für Patienten mit seltenen Erkrankungen, Kooperation mit Patientinnengruppen, www.neovagina.de

Die Ursachen für genitale Fehlbildungen sind weitestgehend unbekannt: hochrangige international anerkannte Grundlagenforschung an der Frauenklinik kümmert sich zusammen mit der Medizinischen Genetik u.a. um den Fortschritt auf diesem Gebiet.

Unsere Untersuchungsmethoden werden den einzelnen Patientinnen und deren Alter angepasst. Spezielle Untersuchungstechniken stehen bei Bedarf zur Verfügung (hochauflösende Ultraschallgeräte, Kolposkope, Vaginoskope, MRT etc.)

Infoseite und Kooperationspartner

Ratgeber: NeoVagina

Diese Webseite bietet Patienten, ihren Angehörigen und medizinischen Fachkreisen nützliche Informationen zum Thema MRKH und Neovagina. Moderne operative Verfahren eröffnen die Möglichkeit einer Neovagina auf schonende Weise und mit großem Erfolg.

Häufige Fragen

Das ist alles halb so schlimm, wir erklären und zeigen es Dir gerne einmal in einem persönlichen Gespräch.

Diese Frage stellt sich bereits früh bei den Betroffenen mit seltenen genitalen Fehlbildungen und muss individuell geklärt werden. Die Entwicklung des weiblichen Genitales lässt sich zum einen in die embryonale Entwicklung sowie zum anderen in die Ausdifferenzierung der sekundären Geschlechtsmerkmale in der Pubertät unterteilen. In der gesamten Phase der embryonalen Entwicklung können Störungen auftreten, die einen Einfluss auf die Ausprägung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale haben. Die genitalen Fehlbildungen wiederum können die zukünftige Fertilität und Sexualität der Frau maßgeblich beeinflussen.Genitale Fehlbildungen sind in bis zu 13 % ursächlich für Sterilitäts-/Infertilitätsprobleme.Im Vergleich zur Population von Frauen mit regulärer Uterusentwicklung resultieren bei vorhandener Fehlbildung signifikant höhere Abort- und geringere Raten an Termingeburten. Wichtig ist aber auch, dass eine Vielzahl der Patientinnen auch auf natürlichem Wege schwanger werden können, v.a. beim Vorliegen einer doppelten Uterus- oder Vaginalanlage. Hier muss unbedingt individuell beraten werden. Eine Schwangerschaft sollte in einem perinatalen Zentrum an der Uniklinik betreut werden.

Viele genitale Fehlbildungen sind im Kindesalter inapparent und kommen erst mit dem vermeintlichen Einsetzen der Pubertät, der Menarche, der sexuellen Aktivität und/oder dem Wunsch nach einer Schwangerschaft zu Tage. Hier gilt es besonders gut hinzuschauen, um keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Um Patienten mit genitalen Fehlbildungen kompetent beraten zu können, benötigt es exakte Kenntnisse der embryologischen Prozesse genauso wie ausreichend klinische Erfahrung.

Wenn Eierstöcke vorhanden sind, was im Normalfall so ist, gibt es keinerlei Unterschiede. Es findet ein regelmäßiger Eisprung statt mit den eventuell dazu gehörenden Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Schwellung der Brüste, geblähter Bauch etc. Natürlich kommt es zu einer normalen Pubertät mit Entwicklung der Brust, der Achsel- und Schambehaarung. Schließlich kommt man in die Wechseljahre mit eventuell Hitzewallungen und trockner Scheide etc.

Die genaue Ursache vieler genitaler Fehlbildungen ist noch unklar. Bislang konnten keine Gendefekte bei isolierten Müllergangfehlbildungen nachgewiesen werden. Wir sind als Zentrum maßgeblich an der Grundlagenforschung beteiligt. Wichtig ist, dass Fehlverhalten seitens der Eltern in der Schwangerschaft ausgeschlossen werden können.

Assoziierte Fehlbildungen treten häufig bei Malformationen der Müller-Gänge auf. Häufig ist das ableitende Harnsystem bei gynäkologischen Fehlbildungen betroffen und muss immer mit abgeklärt werden.

Der Begriff steht für „disorders of sex development“ (DSD) und ist meist primär oder sekundär endokrin bedingt. Auch das Adrenogenitale Syndrom fällt unter diese Kategorie. Die meisten embryologisch bedingten genitalen Fehlbildungen gehören nicht zu der Gruppe DSD.

Wir als behandelnde Ärzte unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Dem Arbeitgeber gegenüber besteht prinzipiell keine Auskunftspflicht. Für die berufliche Karriere und/oder Ausbildung dürften keine Nachteile entstehen.

Die anfallenden Behandlungskosten, notwendige Operationen und der Krankenhausaufenthalt werden immer von der Krankenkasse bezahlt.Wir unterstützen Sie bei Fragen oder Problemen mit der Krankenkasse.

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