Die Arbeitsgruppe untersucht Mechanismen und neue therapeutische Ansätze bei Kindern und Jugendlichen mit kardiorenalen Erkrankungen.
Das Herzkreislaufsystem und die Niere zeigen eine ausgeprägte Interaktion und beeinflussen gemeinsam zahlreiche Körperfunktionen. Ist ein Organsystem erkrankt, wird häufig das jeweils andere Organsystem beeinträchtigt (kardiorenales Syndrom). Die zugrunde liegenden Mechanismen sind bislang nicht vollständig bekannt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche chronische Erkrankungen, die sich im Kindes- und Jugendalter manifestieren und mit sekundären kardiorenalen Folgeerkrankungen einhergehen. Hierbei spielen chronische Inflammation und metabolische Veränderungen eine wichtige Rolle (sogenanntes cardiovascular-kidney-metabolic syndrome, CVKM).
Wir untersuchen die Wechselwirkung des Darmmikrobioms mit dem Immunsystem als wichtiger Modulator chronisch inflammatorischer Prozesse, die die Progression kardiorenaler Erkrankungen beeinflussen. Hierbei fokussieren wir uns neben primär renalen Erkrankungen (chronic kidney disease, CKD) auch auf Kinder mit hohem sekundären Krankheitsrisiko, z.B. nach maligner Erkrankung oder Organtransplantation im Kindesalter. Darüber hinaus spielt das Darmmikrobiom eine wichtige Rolle im Kontext von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantation, insbesondere durch die Wechselwirkung mit regulatorischen T Zellen.